

Weihnachten
Weihnachtsgedichte
und Lieder
Weihnachtsgedichte
und Lieder
Seite
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Der Stern
Victor
von Bülow (Loriot)
Es blaut die Nacht, die
Sternlein blinken,
Schneeflöckchen leis hernieder sinken.
Auf
Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort
vom Fenster her durchbricht
den dunklen Tann ein warmes Licht.
Im
Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In
dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei
des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich
überein;
Am Niklasabend muss es sein.
Und als das Rehlein ging zur
Ruh',
das Häslein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den
Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei-,
drei-, viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil
die Sternlein traulich funkeln.
Und in der guten Stube drinnen
da läuft
des Försters Blut von hinnen.
Nun muss die Försterin sich eilen,
den
Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach
Waldmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied
(was
der Gemahl bisher vermied) -
behält ein Teil Filet zurück
als
festtägliches Bratenstück
und packt zum Schluss,
es geht auf vier,
die
Reste in Geschenkpapier.
Da tönt es fern wie Silberschellen,
im Dorfe hört
man Hunde bellen.
Wer ist's, der in so tiefer Nacht
im Schnee noch seine
Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt mit goldenem Schlitten
auf einem Hirsch
herangeritten!
"He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen
Freude machen?"
Des Försters Haus ist tief verschneit,
doch seine Frau
steht schon bereit:
"Die sechs Pakete, heil'ger Mann,
s'alles, was ich
geben kann."
Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich
auf die Reise.
Im Försterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt - es
ist Advent.
Hätt einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei
Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wär wohl nie
dem Sternlein
nachgereist wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein
wonniglich scheinen läßt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag
es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
Des Wundersternes von
dazumal.
(Wilhelm Busch)
Weihnachtszeit -
| Weihnachtsnacht - Weht im Schnee ein Weihnachtslied Leise über Stadt und Felder, Sternenhimmel niedersieht, Und der Winternebel zieht Um die dunklen Tannenwälder. Weht im Schnee ein Weichnachtsduft Träumerisch durch dichte Flocken, Füllt die schwere Winterluft Und aus weichen Wolken ruft Sanft der Klang der Kirchenglocken. Geht durch Schnee ein Weihnachtskind Liebend über kalte Erde, Geht dahin und lächelt lind, Hoffend, dass wir gütig sind Und die Menschheit besser werde. (Hilde Fürstenberg) |
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