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Unsere Schule
Nacht der
offenen Tür
am 28.01.2005
Pressemitteilung der ´SZ´ vom
31.01.2005 von Susan Ehrlich
Bildung. Mit
einer „Nacht der offenen Tür" gab die Mittelschule Rauschwalde
interessante Einblicke in ihren Alltag.
Bei
Mathelehrer Jens Eisoldt ging es abends noch mal richtig zur Sache:
Er
nutzte
die Hospitationsstunde, um die 8a auf die Mathearbeit vorzubereiten.
Freitagabend, 18.30 Uhr. In der
Rauschwalder Mittelschule rauchen die Köpfe. Jens Eisoldt erklärt seinen Schülern die hohe Kunst
der Mathematik. Sie hören zu und arbeiten mit - trotz außerplanmäßigem Unterricht. Normalerweise sind um diese Zeit
die Lichter in den Klassenräumen der Schule
längst verloschen. Doch jedes Jahr, bevor an den Grundschulen die
Bildungsempfehlungen für die weiterführenden Schulen an die Viertklässler ausgeteilt werden, machen Gymnasien
und Mittelschulen auf sich aufmerksam. In Rauschwalde versucht man es mit
einer „Nacht der offenen Tür".
Von 18 Uhr an
können Eltern sich einen Überblick darüber verschaffen, wie ihre Kinder den
Unterricht erleben. Viele nutzen die Chance, an einer solchen Unterrichtsstunde
teilzunehmen. Währenddessen ist Schulleiter Gerd Fischer im Schulgebäude
unterwegs und begrüßt Eltern, die - zum Teil mit ihren Kindern - das Schulhaus
„beschnuppern" wollen.
Gegen 19 Uhr
beginnt es im Erdgeschoss am Ende des
Ganges so richtig zu brodeln. Es qualmt und stinkt, wie sich das hin und wieder für ein Chemiekabinett gehört.
Drinnen können
sowohl die Erwachsenen als auch die
Schüler ihr
Wissen testen. Einige
künftige Fünftklässler versuchen mittels
glimmendem Holzspan herauszufinden, in welchem von zwei Reagenzgläsern sich
Sauerstoff befindet. Insgesamt zwölf Fragen haben sie im Rahmen eines von den
älteren Schülern ausgetüftelten Quiz zu beantworten. Am Ende winken Preise für
die Besten.
In einer der oberen Etagen der
Schule warten dagegen sieben Schüler aus den Klassen 5 a und 5b auf ihren Einsatz.
Mit roten Zipfelmützen bestückt, sind sie unschwer als Schneewittchens sieben
Zwerge zu erkennen. Die beiden Klassen haben das Märchen im Projekt „Vorhang
auf, das Spiel beginnt" einstudiert und führen es nun vor den Gästen auf.
Noch eine Treppe höher basteln
Schüler an einem langen Tisch Papierflieger. Hinter ihnen hängen Bilder und
Texte zur Internationalen Raumstation ISS. Auf
diese Weise machen sie auf den Neigungskurs „Raumfahrt" aufmerksam, der an der 5. Mittelschule neben weiteren Kursen angeboten wird. Gegenüber widmen
sich drei jüngere Kinder einer geografischen
Reise um die Welt. Auch hierzu gibt es ein Rätsel. Tim aus der 7. Klasse ist mit Feuereifer dabei, den Kindern Aufgaben zu
erklären. „Ich bin heute Abend der Quiz-Assistent",
sagt er und bekennt, dass
er hier „wirklich sehr gerne" zur Schule geht.
Das Angebot der offenen
Türen am
Abend kommt an. Vom Schulklub mit Tischfußballspiel und anderen
Beschäftigungsmöglichkeiten sind Besucher, die die Schule noch
nicht kennen, beeindruckt. Am Schulklub und dem
Zimmer mit den Schachbrettern kommen zwei Jungs
nur mit Mühe vorbei. Ihre Mütter drängen: „Wir
wollen uns doch noch mehr ansehen." Wenigstens bleibt im Biologiekabinett
etwas Zeit, doch noch zum Zuge kommen. Am Mikroskop betrachten die Viertklässler Mückenlarven und die Zellen der Flatterbinse aus
nächster
Nähe.
Ihre Eltern haben indessen Gelegenheit, ein wenig in Texten und Bildern zur Schulchronik zu stöbern, sich in der Küche
im Keller mit einem kleinen Imbiss zu versorgen
oder mit Lehrern ins Gespräch zu kommen.
Erst gegen 21 Uhr kehrt die gewohnte abendliche Ruhe in die Schule zurück.
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