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Katholische Religion
Schöpfungsbericht des 20.Jh.

Die Erschaffung der Welt -
Schöpfungsbericht
aus Sicht von Maria Schmidt - Stand 23. Mai 2005

Am Anfang war das Nichts. Es gab keine Erde, kein Licht, kein Wasser, kein Land, kein Leben, alles war tot. Es gab keine Zeit - alles war unvorstellbare Ewigkeit. Alles, was wir heute sehen, fühlen, hören können, alles das war ein unendliches Nichts.

Außer: Gott war von Anbeginn da. Das kann kein Mensch begreifen, wie Gott da sein konnte, aber sonst nichts, man kann es nur glauben und den alten Schriften vertrauen. Seit die Menschen denken konnten und ihre Gedanken aufschrieben, entstanden die Schriften, welche die Erschaffung der Welt versucht haben, zu erklären. Während im Mittelalter noch in den Büchern zu lesen war, dass die Erde eine Scheibe ist und dass sich alle weiteren Sterne und Planeten um die Erde drehen würden, können wir auch heute nicht wissen, ob das, was in den heutigen wissenschaftlichen Büchern steht, den Forschern in 100 Jahren nur ein müdes Lächeln entlockt. Es könnte selbstverständlich sein, dass es auf anderen Planeten, die wir heute noch nicht kennen, die weit weg von der Erde sind, auch Leben, auch menschenähnliche Wesen existieren, Gott unterliegt nicht menschlichen Beschränkungen.

Würden wir den Schöpfungsbericht der Bibel als eine Art Drehbuch verstanden haben, dann würden wir bereits in den ersten Zeilen daran scheitern. Die 6 Tage, in denen Gott die Welt geschaffen hat, können nur als Bilder verstanden werden. An einem Beispiel wird deutlich, dass am ersten Tag das Licht erschaffen wurde, am vierten Tag erst die großen Lichter am Himmel", also auch die Sonne, die ja eigentlich das Licht auf die Erde strahlen lässt. Unbestritten ist für mich, dass aus dem Chaos sich der „Logos" - die Ordnung, die der Welt innewohnt, nicht aus sich selbst heraus gebildet hat, also zufällig entstanden ist, sondern dass es dazu eines vernunftbegabten, uns weitaus überlegenen Schöpfers bedurft haben muss, damit die Welt und ihre Ordnungen entstanden sein können. Über das „Wie" ist dabei von den Menschen seit Anbeginn gestritten worden und wird es wohl auch weiterhin. Es steht für mich außer Frage, dass dort, wo Naturgesetze existieren, nach der sich die Natur richtet, es zwangsläufig einen Gesetzgeber geben muss. Es ist für mich dabei unerheblich, wie Gott tatsächlich die Welt erschaffen hat. Für mich ist jedoch wichtig, wofür Gott diese Welt gestaltet hat: Er wollte den Menschen, welche die Krone seiner Schöpfung, sein Ebenbild sind, den Lebensraum schaffen, den sie sich Untertan machen sollten. Bereits der in der Bibel benannte Zeitraum von 7 Tagen ist fraglich, aber, für Gott ist ein Tag wie ein Jahr und ein Jahr wie ein Tag, so steht es an anderer Stelle in dem selben Buch, der Bibel. Wichtig für uns Menschen ist, dass es nach der Zeit des Schaffens, des Arbeitens, eine Zeit der Ruhe geben muss. So wie der Tag eingeteilt ist in die hellen Zeiten, die Tagzeiten und die dunklen Zeiten, die Nachtzeiten, in denen die Menschen ausruhen sollen, so ist der 7. Tag, der Tag der Ruhe, an dem wir Menschen uns unseres Schöpfers ebenso dankbar erinnern sollen, wie wir darüber nachdenken sollen, woher wir kommen, was der Sinn und Zweck unseres Daseins ist und wohin wir gehen - was die Zweckbestimmung des menschlichen Lebens ist und sein soll.

Die wissenschaftlichen Abhandlungen über die angebliche Entstehung der Welt z. B. durch den so genannten „Urknall" ist für mich ebenso nicht zu beweisen wie andere Theorien auch. Entweder man glaubt an Gott, dann ist es mir gleichgültig, wie er diese schöne Erde erschaffen hat - oder man glaubt nicht, dann kann man an allem zweifeln.


 

 

 

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