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Persönlichkeiten verschiedener Zeitepochen
Zar Peter I.
 

Peter I.
(1672 - 1725)


russisch Pjotr Alexejewitsch

Zar Peter I. von Russland, auch Peter der Große genannt,  wurde am 9. Juni 1672 in Moskau geboren,  er starb am 8. Februar 1725 in St. Petersburg.
Nach dem Tod seines Stiefbruders wurde er Zar unter der Regentschaft seiner Stiefschwester
Sophie, die er 1689 ins Kloster verwies.
Gleich nach der faktischen Übernahme der Regierung (1694) eroberte Peter die türkische Festung Asow.
Auf seiner Europareise 1697/98 formte er die Ansätze zu seiner gesamten Außen- und Innenpolitik. Seine ganze Regierung stand im
 Zeichen des Nordischen Kriegs, der mit der russischen Niederlage bei Narwa     Quelle: www.futura-dtp  
begann, mit dem Sieg über
Karl XII. von Schweden bei Poltawa (1709) entschieden
wurde und durch den Frieden von Nystad (1721) seinen Abschluss fand.
Als Ergebnis gewann Russland das östliche Baltikum und stieg zur osteuropäischen Vormacht und europäischen Großmacht auf. Peters Vorstoß auf dem Balkan war erfolglos, jedoch eroberte er die Südwestküste des Kaspischen Meers von Persien.         

Peters Reformen führten zur Europäisierung Russlands. Diese bestand in einer gewaltsamen Ersetzung der religiös-traditionalistischen Wertvorstellungen des Moskauer Staats durch einen Rationalismus aus Westeuropa. Die Eingriffe in das soziale Gefüge zielten auf eine Mobilisierung aller Kräfte für den Staat ab: Die leibeigene Bauernschaft wurde mit einer Kopfsteuer belegt und dem Adel ausgeliefert, der dienstpflichtige Adel einer strengen "Dienstrangtabelle" unterworfen. Das nur in Ansätzen vorhandene Bürgertum versuchte Peter durch zwei Stadtreformen zu stärken und nach westeuropäischem Vorbild umzuwandeln.
Peters Verwaltungsreformen waren grundlegend bis 1917: Er errichtete Gouvernements, den Senat, die Kollegien, den Heiligsten Dirigierenden Synod als kollegiale Kirchenleitung, die den Patriarchen ersetzte.
Sichtbarer Ausdruck der Wandlung waren u. a. die Verlegung der Hauptstadt in das 1703 gegründete St. Petersburg und die Annahme des Kaisertitels durch Peter (1721).

Peter war in 2. Ehe mit
Katharina I. verheiratet,  eigentlich Marta Skawronskaja, Kaiserin von Russland 1725-1727 (* 1684 Jakobstadt in Kurland, †1727 in St. Petersburg; Bauerntochter, Frau eines schwedischen Dragoners, dann Geliebte Menschikows, schließlich Peters des Großen, der sie 1712 heiratete)
Als Zarin nach Peters Tod überließ sie die Regierungsgeschäfte Menschikow. Aus ihrer Ehe mit Peter I. stammte die spätere Zarin (1741) Elisabeth.
 

                                                                     

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