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Persönlichkeiten verschiedener Zeitepochen
Martin Luther
Martin
Luther
(1483 - 1546)
Kurzbiographie:
Geboren
am 10.11.1483 in Eisleben, gestorben am 18.02.1546; ebenfalls in Eisleben; wandte
sich mit seinem Thesenanschlag in Wittenberg gegen den Ablasshandel:
Die Thesen erregten die Menschen im ganzen Land, so wurde
Luther zum Anführer einer breiten Bewegung, die sich gegen das damalige Bild
der Kirche richtete; Luther wollte n i e eine Revolution, sondern Reformation;
Luthers Verhalten wurde dem Papst berichtet; die Kirche hätte es gern gesehen, wenn er mundtot gemacht
worden wäre;
Papst sandte Beauftragte, um Luther zum Widerruf seiner Thesen zu bewegen –
Luther blieb standhaft: er rief die Herrschenden auf, Missstände in der Kirche zu
beseitigen und keine Gelder mehr an Rom zu zahlen
Papst drohte mit dem Bann – Luther verbrannte diese
Androhung in Wittenberg unter dem Jubel der Studenten öffentlich; der Papst verhängte den Bann
und der Kaiser sollte die Reichsacht über ihn verhängen
Luther war
der Begründer der protestantischen Kirche; Vertreter des bürgerlich-gemäßigten
Lagers in der frühbürgerlichen Revolution; im Deutschen Bauernkrieg erkannte
er zwar die Forderungen der Bauern nach bürgerlich-gemäßigten Reformen
an, lehnte aber deren revolutionäre Durchsetzung scharf ab und unterstützte
die Fürsten bei der Niederschlagung des bäuerlichen Kampfes:
er leistete,
besonders auch mit der Bibelübersetzung (auf der Wartburg), Hervorragendes
für die Herausbildung einer wieder vereinheitlichten frühneuhochdeutschen
Sprache in ganz Deutschland;
Werke sind u.a.: "Sendbriefe vom Dolmetschen"
(1530), Fabeln, Lieder
Autor: Sabrina
Lewinki
Einige Ergänzungen:
In
diesem Haus in Eisleben wurde Martin Luther geboren, er stammt aus einer
aus bäuerlichen Verhältnissen
stammenden Bergarbeiterfamilie. Ab 1488 besuchte er die
Mansfelder Lateinschule. In Magdeburg und später in Eisenach setzte er seine
Schulzeit fort. Er studierte er in Erfurt, mit dem Ziel, Jurist zu
werden.
Jedoch brach der junge Mann das Stuudium ab,
um in das Erfurter Augustiner-Kloster einzutreten. Diese Entscheidung, die von
der Suche nach einem gnädigen Gott und seinem Willen, geprägt wurde, bestimmte
sein weiteres Leben. Damit begann die Entwicklung zum Kirchenreformator. Eigene
negative Erfahrungen mit den kirchlichen Gnadenmitteln bewirkten neben
wachsender Kritik an kirchlichen Mißständen vor allem eine grundsätzliche
Auseinandersetzung mit der mittelalterlichen Theologie.
Jedoch brach der junge Mann
1505 radikal aus der vorgezeichneten Bahn aus, um in das Erfurter
Augustiner-Kloster einzutreten. Diese Entscheidung, die von der Suche nach
einem gnädigen Gott und seinem Willen, geprägt wurde, bestimmte sein
weiteres Leben. Damit begann die Entwicklung zum Kirchenreformator. 1512
wird er Doktor der Theologie in Wittenberg
Eigene negative Erfahrungen mit den kirchlichen Gnadenmitteln bewirkten
neben wachsender Kritik an kirchlichen Mißständen vor allem eine grundsätzliche
Auseinandersetzung mit der mittelalterlichen Theologie.
Die
rechts abgebildete Holztür der Kirche diente der Universität
als "Schwarzes Brett", und der Augustinerpater Dr.Martinus Luther heftete am
31.0ktober 1517 seine 95 Thesen an diese, deren Mittelpunkt die Auseinandersetzung
und Kriztik am Ablasshandel beinhaltete, beobachtete doch Luther, dass viele
der Gläubigen nicht mehr zur Beichte gingen, sondern sich lieber einen Ablasszettel
zur Vergebung ihrer Sünden kauften. Damit begann die Reformation.
Die öffentliche Kritik am Ablaßmißbrauch führte statt zum erhofften
Gespräch zur Eröffnung des Ketzerprozesses gegen Luther, der mit der Verhängung des
Kirchenbannes und der Reichsacht 1521 seinen Abschluß fand.
Um Luthers Leben zu
schützen, veranlasste Kurfürst Friedrich einen vorgetäuschten Überfall. Fast ein
Jahr lebte Luther als Junker Jörg auf der Wartburg. Dort übersetzte er das Neue
Testament in die deutsche Sprache.Diese Übersetzung ermöglichte es den Deutschen
erstmals, selbst in der Bibel lesen zu können - bis zu diesem Zeitpunkt
hatten sie den Bibeltext nur in lateinischer Sprache vorgelesen bekommen.
Dioe Sage berichtet, dass Luther hier der Teufel erschienen sei. Luther
habe mit einem Tintenfässchen nach ihm geworfen - der blaue Fleck an der
Wand ist noch heute zu besichtigen.
Den sichtbarsten Bruch im persönlichen Leben mit dem Mönchsdasein hatte
Luther mit seiner Hochzeit mit der ehemaligen Nonne Katharina von Bora im Juni
1525 vollzogen. Somit war die Keimzelle des evangelischen Pfarrhauses geboren.
Nach dem von Luther abgelehnten Bauernaufstand 1525 förderte der Reformator mit
Visitationen und Kirchenordnungen die Herausbildung evangelischer
Landeskirchen.
Im Februar 1546 ist er in seiner Geburtsstadt Eisleben
gestorben. Auf Befehl des Kurfürsten wurde Luther in der Schloßkirche zu
Wittenberg bestattet.
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