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Kunsterziehung
Barock  


Die Epoche des Barock

Der oder das Barock (< franz.<  portugiesisch "schief - rund") ist ein Kunststil der europäischen Kunst etwa von 1600 bis 1750, also zeitlich etwa mit dem Absolutismus zusammenfallend. Er folgte dem Manierismus bzw. der Renaissance. Als Stil der Gegenreformation und des Feudalabsolutismus hat er sich am stärksten in den katholischen Ländern entfaltet.Starke Spannungen zwischen den traditionellen Gesellschaftsstrukturen und der sich wandelnden Geisteswelt charakterisieren die Epoche. Die naturwissenschaftlichen Entdeckungen eines J.Keppler, G.Galilei, I. Newton, R. Descartes oder G.W.Leibniz führten zu einer wissenschaftlichen Revolution und veränderten Weltsicht, der jedoch eine erstarkte feudale Ständegesellschaft gegenüberstand.

Besonders in den Künsten spiegelten sich die widersprüchlichen Lebensgefühle: Die Darstellung üppiger Lebensbejahung und die Prachtentfaltung weltlicher und geistlicher Fürsten mischte sich mit Todessehnsucht und dem starken Bewusstsein der Vergänglichkeit. Vielschichtige, überbordend ausgeschmückte und pathetische Darstellungen sowie stilistische Raffinesse prägten die verschieden Kunstgattungen - nicht selten in einem Ausmaß, das später als übertrieben und kitschig empfunden wurde.
Zeitlich gliedert sich das Barock in Früh-, Hoch- und Spätbarock. Das Wort Barock wurde erstmals 1750 als architektonischer Stilbegriff verwendet, jedoch abwertend im Sinn von „bizarr“; als positiver Begriff taucht es zum ersten Mal in H.
Wölfflins Kunstgeschichte auf (1888). Als musikalische Stilepoche erscheint der Begriff erst 1919 bei C. Sachs.

In Deutschland verzögerte der 30jährige Krieg seine Entwicklung.
Allgemeine Merkmale sind schwellende Formen, großer Schmuckreichtum und Aufhebung der Grenzen zwischen Architektur, Plastik und Malerei.

In der Architektur werden ovale und gekurvte Formen bevorzugt, die Räume und Baukörper sehr bewegt erscheinen lassen.
Die Malerei gestaltete neben Herrscherporträts oft allegorische oder biblische Themen in farbbetonter, dramatischer Weise und erreichte in der illusionistischen, die Begrenzung nach oben auflösenden Deckenmalerei ihren Höhepunkt.
Für die Plastik sind Bewegungsdrang und bauschende Gewandmassen typisch. Vorwiegend im Reiterstandbild ließen sich die Fürsten verherrlichen.
Aus dem Barock ging das Rokoko hervor.

Große Barockmeister waren G. L. Bernini, Andreas Schlüter (1660 - 1714, wirkte besonders in Berlin), Fischer von Erlach (1656 - 1723, wirkte besonders in Österreich), Balthasar Neumann (1687 - 1753, Hauptvertreter des süddeutschen barock), Mattäus Daniel Pöppelmann (1662 - 1736, wirkte in Sachsen, besonders in Dresden bzw. beim Zwinger, Pillnitz, Moritzburg), Nicolas Poussin (1594 - 1665)  und
Claude Lorrain (1600 - 1682) - beide sind die bedeutendsten Maler des Französischen Barock- und
P.P.Rubens und Rembrandt.

Die bisher Barockmusik genannte Musik von 1650 - 1750, deren Name nichts über Geisteshaltung aussagt, wird besser als Musik der Aufklärung bezeichnet. Um den Stil hervor zu heben, kann man auch Generalbasszeitalter oder Bach - Händel - Zeit sagen.

                                                                                                               Autor: Sabrina Lewinski

 

 

 

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