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Gutes Benehmen
Adolph Freiherr von Knigge

"Knigge" im Ausland

Urlaubszeit, Besuch von Verwandten oder Freunden, Dienstreise - was kann uns nicht alles ins Ausland führen! Am liebsten sicher der Urlaub!
Kamera, Filme, Sonnencreme... Die Koffer sind gepackt.
Zur kompletten Reisevorbereitung gehört aber auch die Beschäftigung mit den uns fremden Gepflogenheiten des Gast
landes. Sicher muss man sich als Tourist nicht überangepasst verhalten. Aber ein paar Grundregeln gilt es schon zu beherzigen, wenn man nicht wie der Elefant im Porzellanladen auftreten will. Wusstet ihr z.B., dass der Kopf in buddhistischen Ländern ein heiliger Körperteil ist und man deshalb niemals Einheimischen an eben diesen fassen bzw. Kindern über das Haupt streichen darf?
Im Folgenden wollen wir euch über manche landestypische Besonderheiten einiger Länder und sogenannte "Gebote und Verbote" informieren.
Denn wer weiß, was im Ausland von einem erwartet wird und wo die Fettnäpfchen lauern, erspart sich nicht nur böse Blicke, sondern gewinnt auch so manche Sympathie.

Italien
Wer in Italien auf öffentlichen Plätzen im Bikini oder in Badehosen erwischt wird, kann bis zu 200 Euro bezahlen. Das Nacktbaden oder -sonnen ist im ganzen Land verboten. "Oben ohne" dagegen ist auf dem Vormarsch.
Besonders gut kommt ihr an, wenn ihr im Gespräch mit studierten Italienern Titel wie "professore" und "dottore" verwendet. Da sammelt ihr Punkte!
Aber man verstößt mächtig gegen die guten Sitten, wenn man in italienischen Restaurants der etwas gehobeneren Klasse nur ein Nudelgericht allein bestellt, wenigstens einen Nachtisch sollte man sich dazu noch kommen lassen.

Frankreich
In Frankreich ist es nicht üblich, sich in einem Restaurant selbst einen freien Tisch zu suchen. Bleibt also brav im Eingangsbereich stehen, bis das Personal euch einen Platz anweist. Außerdem solltet ihr wissen, dass in französischen Lokalen niemals eine Rechnung geteilt wird - also immer zahlt einer die Gesamtrechnung und später einigt man sich über die jeweiligen Anteile .

Schweiz
Autofahren in der Schweiz
Für die Benutzung der Autobahnen muss eine Autobahnvignette gelöst werden. Erhältlich ist diese an der Schweizer Grenze oder bei den Automobilverbänden. Die Vignette kostet CHF 40.- (Stand 2003) und ist für das ganze Kalenderjahr + 1 Monat gültig (1. Dezember bis 31. Januar des Folgejahres). Andere Gebühren wie Tunnelmaut usw. gibt es in der Schweiz nicht (ausgenommen Bahnverladung). Viele Alpenpässe sind im Winter geschlossen. Nach starken Schneefällen können auch in der Regel ganzjährig geöffnete Pässe vorübergehend geschlossen werden oder es werden Schneeketten vorgeschrieben. Eine entsprechende Ausrüstung ist im Winter unerlässlich. Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen ist 120 km/h, auf Überlandstrassen 80 km/h und in Ortschaften 50 km/h. Alkohollimit ist 0.8 Promille, es besteht Gurtanlegepflicht vorn und hinten.

Essen und Trinken in der Schweiz

Eine eigentliche "Schweizer Küche" gibt es nicht. Jede Region hat ihre Spezialitäten, z.B. im
Wallis die typischen Käsegerichte wie Fondue oder Raclette, im Tessin Polenta (Maisgericht), Risotto, Teigwaren usw. Das Trinkgeld ist in den Konsumtionspreisen inbegriffen, eine Aufrundung des Betrages wird aber gern entgegengenommen. In den meisten Restaurants kann man mit Kreditkarten bezahlen.

Spanien
In Spanien hat die Familie einen hohen Stellenwert. Erkundigt euch ggf. nach den Angehörigen.
Zurückhaltung ist beim Thema Stierkampf angesagt! Ja nicht von den sog. "armen Tieren" sprechen!

China
In China wird auf eine ruhige Körpersprache geachtet. Das Plaudern nach dem Essen verlagert man besser in ein Teehaus oder eine Bar.
Blumen als Gastgeschenk sind nicht üblich, bis vor kurzem wurden damit nur die Toten geehrt.

Japan
Hier dürfen sich bei Tisch nur Männer mit dem angebotenen Tuch das Gesicht erfrischen, Frauen dürfen sich damit nur die Hände reinigen.

Singapur
Könnt ihr euch so etwas vorstellen? In Singapur ist das Kaugummikauen bei Strafe verboten. Der Grund dafür ist die Geschichte eines Ministers, der sein Gesicht verloren hat, weil die Gäste einer großen Konferenz nicht teilnehmen konnten: Sie steckten in der U-Bahn fest, weil ein Kaugummi auf der Lichtschranke für einen Kollaps im U-Bahn-Bereich sorgte.
Wer Papier fallen
lässt, muss die Straße reinigen. Und das wird dann auch noch zur Freude aller live im TV übertragen!!

Amerika
Die Amerikaner erscheinen auf den ersten Blick sehr locker. Nach einem kurzen "Hi" oder "Hello" ist man schon mitten im Gespräch. Ein freundliches Wort ist keine Aufforderung, nun auch a l l e s über sich zu erzählen. Andererseits ist es z.B. durchaus üblich - anders als bei uns  in Deutschland - über das Einkommen oder Vermögen zu reden.
Diese lockere Art täuscht aber. Viele Amerikaner sind zutiefst konservativ,
regelbewusst und teilweise von religiösen und moralischen Vorstellungen geprägt.
Wer sich mal einen Schluck Alkohol genehmigt, muss sich in Acht nehmen, denn fast überall ist es in der Öffentlichkeit verboten, auch nur eine Dose Bier zu öffnen.
Auch Raucher haben es nicht einfach: Die allgegenwärtigen Rauchverbote nicht einzuhalten, kann sehr teuer werden. Teilweise potenzieren sich die Bußgeldhöhen mit der Anzahl der Verstöße. Deshalbsollte man nur in den besonders ausgewiesenen Zonen rauchen.
Auch zu viel nackte Haut ("oben ohne") könnte problematisch werden, viele Staaten verbieten es per Gesetz. Ein Achtung für Frauen: Haare an Beinen und unter den Achseln gelten als absolutes Tabu!
Ferner gilt: Jeans sind nur Freizeitkleidung, zum
Dinner oder Geschäftsessen kleidet euch bitte gepflegt, bei feierlichen Anlässen ggf. mit einem Smoking.

Australien
Ihr wollt per Anhalter fahren? Eigentlich kein Problem. Aber aufgepasst! Nicht mit dem Daumen "winken" oder die Richtung anzeigen! Diese Geste gilt in Australien als Beleidigung und kann zu einer Vollbremsung und einer unangenehmen Aussprache führen. Wer dagegen am Straßenrand mit dem Zeigefinger winkt, hat gute Chancen, ein Stück mitgenommen zu werden.
Bei Tisch ist es üblich, beide Hände so lange unter dem Tisch zu halten, bis alle Anwesenden bedient sind.

Moralkodex in islamischen Ländern
Für islamische Ländern gilt allgemein: Je traditions- und religionsverbundener ein Land bzw. eine Region ist, desto sensibler müsst ihr darauf Rücksicht nehmen. Im Extremfall kann ein luftiges Sommerkleid sogar Anlass zu einer öffentlichen Szene werden oder ein spontanes Foto zu Handgreiflichkeiten führen. Deshalb sollten Frauen (und auch Männer!) darauf achten, ihre Schultern sowie das Knie bedeckt zu halten. Von Schnappschüssen betender Moslems und verschleierter Frauen seht ihr besser ab; wer unbedingt fotografieren möchte, sollte immer um Erlaubnis bitten. Außerdem müssen Tempel- und Moschee-Besucher sich die Schuhe ausziehen, Arme und Beine bedecken, Frauen sich in den hinteren Teil des Gebäudes begeben (sie könnten sonst die Männer "ablenken") und ein Kopftuch tragen.

"Oben ohne" an öffentlichen Stränden ist grundsätzlich verboten. Auch ein "Bussi" auf offener Straße kann Ärger nach sich ziehen - Zärtlichkeiten solltet ihr euch besser für einsame Stunden aufheben. Zudem gilt es als sehr respektlos, während des Fastenmonats Ramadan in der Öffentlichkeit zu rauchen/essen/trinken - wer nichts riskieren will, lässt zu dieser Zeit auch den Kaugummi weg. Apropos essen: Das geschieht nur mit der rechten Hand, die linke - in der ihr das Messer haltet - gilt als unrein.

Ägypten
Hier solltet ihr eine Einladung immer annehmen, alles andere gilt als Fauxpas („Fehltritt“, Verletzung von Regeln). Aber damit ist es nicht getan, ihr müsst die Einladung möglichst mit einer "Gegeneinladung" erwidern. Als Gast bringt ihr ein Geschenk mit, Alkohol ist keine so gute Idee - Konfekt oder Souvenirs aus Deutschland kommen da schon besser an. Aber Obacht: Ein zu teures Geschenk kann wenig verdienende Ägypter in Verlegenheit bringen. Außerdem rauchen Ägypter gerne: Wer sich Freunde machen will, bietet (auch als Nichtraucher) immer Zigaretten an.
Beachtet: Um beim Sitzen auf dem Boden dem Gegenüber nicht die blanken Sohlen entgegenzustrecken, nehmt ihr am besten die Schneidersitz-Stellung ein. Zu vermeiden ist auch das Naseputzen während des Essens. Ferner dürfen Frauen auf der Straße nicht rauchen.
Eure Meinung oder gutgemeinte Ratschläge über die Israelpolitik des Landes solltet ihr für euch behalten.

Jordanien
U
nterbrechen Sie niemals einen in der Öffentlichkeit betenden Moslem und laufen Sie an der Seite seines Rückens an ihm vorbei. Keine Shorts, keine kurzen Röcke oder tief ausgeschnittenen Oberteile, keine Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit - so wollen es die strengen Sitten des Orients. Fotografieren von Menschen ist eine heikle Sache. Auf keinen Fall verschleierte Frauen fotografieren. Männer und unverschleierte Frauen vor dem Knipsen unbedingt um Erlaubnis bitten.
In Moscheen ist Zurückhaltung angebracht - hier gilt das wie in allen Moscheen: z.B. nicht fotografieren (Wir haben allerdings in verschiedenen Moscheen in der Türkei Verantwortliche der Moschee um Fotografier-Genehmigung gebeten und diese immer erhalten.), Betende nicht stören und darauf achten, dass man nicht vor sie läuft - dann verliert das Gebet seine Wirksamkeit und muss wiederholt werden. Einladung zu Tee, Kaffee oder Essen nicht sofort annehmen, sondern erst nach wiederholtem Drängen. Der
Genuss von Alkohol ist in Jordanien legal, aber während des Ramadan bitte nicht in der Öffentlichkeit.

Tunesien
In Tunesien nimmt man es mit dem Alkohol nicht so genau wie in anderen islamischen Ländern, nur freitags und während des Ramadans solltet ihr euch zurückhalten.
Ein absolutes Muss - nicht nur in Tunesien -  ist das Handeln auf den Basaren und bei Dienstleistungen, wer das nicht tut, wird nicht ernst genommen.
Tunesier sind gesprächige Zeitgenossen, ihr solltet euch darum immer Zeit für einen
Plausch mit dem Taxifahrer, dem Zimmermädchen und dem Ladenbesitzer nehmen. Ferner sind auch hier Einladungen nach Möglichkeit immer anzunehmen. Ungeduld und das Demonstrieren von Ärger quittieren Tunesier mit Unverständnis. Bewahrt deshalb stets die Fassung.
Die Damen sollten, sofern sie nicht als Freiwild betrachtet werden möchten, vom Besuch einheimischer Cafes Abstand nehmen. Männer dürfen einheimische Frauen nicht ansprechen, auch nicht, um nach dem Weg
zu fragen.

Türkei
Absolutes Tabu ist in der Türkei das Bemalen von Geldscheinen, z.B. mit Schnauzbärten. Fast alle Scheine tragen eiin Porträt des hochverehrten Staatsgründers Kemal Atatürk,
Das in Deutschland weitverbreitete OK-Zeichen (Ring aus Daumen und Zeigefinger, sollte man in der Türkei besser nicht zeigen - es ist hier eine ziemlich üble Beleidigung.

Qualmende Gesetze: Rauch-Verbote aus aller Welt
  Immer mehr rauchfreie Zonen in Europa: Als erstes EU-Land hatte Irland das Rauchen am Arbeitsplatz, in öffentlichen Gebäuden sowie in Pubs und Restaurants verboten. Wer erwischt wird, riskiert bis zu 3000 Euro Strafe.

Harte Zeiten auch für Raucher in Skandinavien: In Norwegen ist das Rauchen in Restaurants und Kneipen bereits verboten, Schweden folgt mit diesem Verbot im nächsten Jahr. In den Niederlanden haben nach dem Erlass eines Anti-Raucher-Gesetzes Hunderttausende Tabakfreunde angekündigt, ihr Land verlassen zu wollen.

In die USA werden sie wohl aber kaum auswandern wollen. Dort droht ihnen noch mehr Unangenehmes. Besonders rigoros wird in New York mit Rauchern umgegangen. Das “Gesetz für saubere Luft in Gebäuden” aus dem Jahr 2003 verbietet das Rauchen in allen öffentlichen Gebäuden, ebenso wie in Firmenräumen oder in Restaurants. Wer beim heimlichen Rauchen auf der Restaurant-Toilette erwischt wird, muss bis zu 200 Dollar Bußgeld berappen. Notorische „Trotzdem-Raucher“ müssen schlimmstenfalls sogar bis zu 2000 Dollar Strafe zahlen.
Doch auch in der freien Natur geht es den Rauchern in den USA jetzt an den Kragen. Strandbesucher in Santa Monica sollten sich den Glimmstängel lieber sparen – wer beim Rauchen erwischt wird, muss künftig bis zu 250 Dollar Strafe zahlen. Im Bezirk Los Angeles sind damit bereits 21 Kilometer Strand für rauchfrei erklärt worden.

Immerhin: In Singapur dürfen Raucher auf Entzug wieder Kaugummi kauen. Die dortige Regierung hatte 1992 den Import, Verkauf und das Kauen von Kaugummi unter Strafe gestellt - Bußgelder bis zu 10000 Singapur-Dollar (fast 5.000 Euro) drohten! Nun dürfen in Apotheken zu medizinischen Zwecken Nikotin-Kaugummis verkauft werden, mit denen sich Erwachsene das Rauchen abgewöhnen können.

Kuscheln verboten: Internationale Sex-Verbote
Über die skurrilsten Sex-Verbote aus aller Welt ist sogar schon ein Buch geschrieben worden: "Schachspielen beim Sex strengstens verboten“ lautet das Werk, in dem ein Richter unter dem Pseudonym Falk van Helsing die skurrilsten Sex-Gesetze der Welt gesammelt hat.
Hier erfährt man, dass in Budapest der Liebesakt nur im Dunkeln erlaubt ist oder dass man in London für Sex auf einem abgestellten Motorrad im Knast landen kann. Unübertroffen: Im US-Städtchen Riverside gibt es immer noch ein Gesetz, das Liebenden vorschreibt, vorm Küssen ihre Lippen mit Rosenwasser abzuwischen.
Generell scheint Sex in den USA keine ungefährliche Sache zu sein. Bis 1962 stellten alle US-Staaten jedes Liebesspiel, das nicht in der Ehe stattfand und nicht der Fortpflanzung diente, unter Strafe. Und noch heute gibt es in zwölf Staaten entsprechende Gesetze – und in fast jedem zweiten davon werden diese Gesetze sogar durchgesetzt. Alle Varianten jenseits der Missionarstellung können mit bis zu 2000 Euro Bußgeld oder zehn Jahren Haft bestraft werden.

Land der begrenzten Liebesspiele
Einiges Aufsehen erregte z.B. vor einigen Jahren der Prozess gegen einen Mann in Louisiana, der vor Gericht seine Vorliebe für die französische Variante des Liebesspiels zugegeben hatte. Seine Offenheit und das kurze Vergnügen bezahlte der Mann mit drei Jahren Gefängnis.

Bill Clinton dürfte also froh gewesen sein, mit Monica Lewinsky nicht in Louisiana rumgesexelt zu haben. Übrigens wäre er auch in Maryland jetzt vorbestraft gewesen: Dort ist Ehebruch per Gesetz verboten. Allerdings beträgt die Strafe nur 10 Dollar. Das dürfte einigen das Risiko sogar wert sein.

Viel zu riskant ist dagegen der Ehebruch in streng islamischen Ländern wie Nigeria, Iran oder Pakistan. Sex außerhalb der Ehe wird mit 100 Peitschenhieben bestraft. Spätestens hier ist Schluss mit lustig.

Nahtlose Strafen: Oben-Ohne-Verbote
Oben ohne in der Sonne brutzeln: Was für die Frauen an den Stränden von St. Peter Ording, Timmendorf oder Rügen mittlerweile eine Selbstverständlichkeit ist, wird in manch anderem Land noch immer als Straftat angesehen.

In den meisten europäischen Staaten gibt’s keine Probleme, wenn das Bikini-Oberteil abgelegt wird. Ausnahmen bestätigen aber die Regel: Auf Korsika drohen dafür noch 150 Euro Bußgeld. Auch an den Stränden der Türkei ist Oben-Ohne verboten, das gilt ebenfalls für die dortigen Hotelpools.

Verlassen Sie Europa, sollten Sie sich vor Ort also ganz genau erkundigen, wie viel Textilfreiheit in der Sonne erlaubt ist. Vor allem in den meisten islamisch geprägten Ländern ist Oben-Ohne (von FKK ganz zu schweigen) verpönt oder gar verboten.

Halten Sie sich nicht daran, könnten Sie sich für den Rest der Urlaubs (und auch noch ein paar Jährchen mehr) von Sonne und Strand verabschieden – denn in vielen Ländern wie Malaysia, Kenia oder den Malediven drohen den Oben-Ohne-Fans sogar Haftstrafen.

Kein Kavaliersdelikt: Spucken!
In vielen Städten der Welt steht das Spucken in der Öffentlichkeit unter Strafe. In Shanghai kostet das Vergehen ca. 25 Euro. Um den Sittenverfall aufzuhalten, hat die Regierung in Moskau nicht nur das Küssen in der Öffentlichkeit unter Strafe gestellt, sondern auch lautes Fluchen und das besagte Spucken.

Obacht auch beim nächsten Ballermann-Urlaub: Wer in Palma de Mallorca beim Spucken oder Wegschmeißen seiner Zigarette erwischt wird, muss mit einer Strafe von 300 Euro rechnen! Richtig teuer wird’s in Singapur. Hier kann das Spucken in der Öffentlichkeit mit bis zu 1000 Dollar bestraft werden.

Auch in Deutschland wird's teuer
Doch auch in Deutschland werden die Zeiten für notorische Spucker härter. So kostet in Frankfurt das Ausspucken des Kaugummis auf den Gehweg 35 Euro; in Schwerin sind fünf Euro fällig.

Wesentlich schlimmere Folgen hat das Anspucken eines Polizisten im US-Bundesstaat Oklahoma. Die Regierung hatte im Zuge der AIDS-Hysterie ein Gesetz erlassen, das das Bespucken von Beamten zum Schwerverbrechen erklärte. Und das Gesetz fand auch tatsächlich Anwendung: Zuletzt wurde im Juli 2003 ein vorbestrafter Mann zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er bei seiner Festnahme einen Polizisten bespuckt hatte.

Hup- und Fahrverbot: Gesetzes-Bremsen für Autofahrer
In der ganzen Welt schützt auch das teuerste Auto vor empfindlichen Strafen nicht! Gut verdienende Autofahrer sollten in Finnland lieber ganz genau auf ihre Tachonadel achten. Denn in dem skandinavischen Land werden die Bußgelder nach Höhe des Einkommens verhängt.
So musste ein Unternehmer 2003 für seinen Spurt mit 80 Sachen durch eine 40er-Zone mit schlappen 170000 Euro büßen. Zuvor hielt ein Nokia-Manager den Rekord, der für eine überfahrene rote Ampel 35000 Euro zahlen musste.

In Spanien sollten Autofahrer aufpassen und möglichst scon zu Hause Vorsorge tragen. Denn dort sind zwei (!) Warndreiecke Pflicht! Aber beachtet: Wer in dem Urlaubsland bei einer Verkehrssünde erwischt wird und seine Strafe sofort bar bezahlt, dem gewährt die spanische Polizei meist einen Nachlass von 30 Prozent.

Noch mehr Ballast für den Kofferraum
Auch in Italien droht die Bußgeld-Falle: Hier gilt bei einer Panne oder einem Unfall eine Tragepflicht von Warnwesten. Wer darauf verzichtet, muss zur Strafe mindestens 33 Euro bezahlen. Nicht zu vergessen: In Tschechien ist der Reservesatz Glühlampen Pflicht und im Winter auch Schneeketten. In Litauen der Feuerlöscher. Auf Zypern schließlich herrscht zwischen 21 und 6 Uhr ein generelles Hup-Verbot.

Keinerlei Sorgen über Bußgeld-Tücken beim Autofahren müssen sich übrigens die Frauen in Saudi-Arabien machen. Ihnen ist das Autofahren generell verboten. Und auch beim Thema Auto kommen wir nicht an der schönsten Nebensache Welt vorbei der. Natürlich haben auch hier die USA wieder ein Verbot auf Lager: In Idaho steht Sex im Auto unter Strafe

 

 

 

 

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