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Saarbrücken
Landeshauptstadt des Saarlandes
Fakten:
- Saarbrücken hat rund
185000 Einwohner
- die Stadt nimmt eine
Fläche von 168 qkm ein
- 9 Brücken führen im
Stadtbereich über die Saar
- nur 5 km sind es von
Saarbrücken bis nach Frankreich
Diesseits und jenseits
der Saar:
Auf der Stadtautobahn kann man
im Nu mitten durch Saarbrücken hindurchrauschen, immer an der Saar entlang, und
würde dabei kaum vermuten, wie beschaulich und gemütlich es "hiwwe und driwwe"
zugehen kann und wie viele kulturelle Attraktionen die saarländische Metropole
zu bieten hat. Links der Saar liegen auf hohen Felsenterrassen
Regierungsviertel und Alt-Saarbrücken mit dem Schloss. Gegenüber breitet sich
der Stadtteil St. Johann aus, der heute als Altstadt gilt, und auf den Anhöhen
im Hintergrund der grüne Stadtwald. Ein Stadtbummel wird - vor allem im Sommer
- leicht
zum "Sit-in", denn auf beiden Seiten der Saar gibt es Plätze, die mit
südländischem Flair zum Bleiben, Schauen und Palavern locken.
Fürstliche Vergangenheit:
Weiß strahlen die schlichten,
überwiegend barocken Fassaden des Schlosses. Die Dreiflügelanlage wurde 1738
bis 1748 erbaut In den 80iger Jahren des 20. Jh. wurde das Schloss komplett
renoviert und durch einen modernen Baukörper aus Stahl und Glas ergänzt. Das
historische Museum Saar in einem Anbau am Schloss vermittelt Einblicke in die
saarländische Geschichte. Die Harmonie des Schlossplatzes wird abgerundet
durch das barockisierte Erbprinzenpalais und das Alte Rathaus. Die spätgotische
Schlosskirche ist Grabstätte einiger Fürsten. Der Schlossplatz wurde 1933 zum
"Platz des unsichtbaren Mahnmals", als man rund 2100 Pflastersteine
in ihn setzte, die auf der Unterseite Namen jüdischer Friedhöfe in Deutschland
tragen. Glanzstück der "Stengel-Promenade", ist zweifelsohne die protestantische
Ludwigskirche am Ludwigsplatz. Zusammen mit den umliegenden ehemaligen Palais
bildet sie ein eindrucksvolles Barockensemble.
Zum St. Johanner Markt:
Fußgänger gelangen über die Alte
Brücke vom Schlossberg zur St. Johanner Altstadt. Dort findet man die
Pfarrkirche St. Johann mit barockem Zwiebelturm vor. Der St. Johanner Markt
gilt als die "gudd Stubb" Saarbrückens. Hier kann man im Sommer von
vielen Straßencafés beobachten und die schon ganz französisch anmutende
Lebensart genießen. Mittendrin ragt der weiße, im Stil des Rokoko
verschnörkelte Obelisk des Marktbrunnens empor.
Auf
der "Grand Rue":
Die Bahnhofstrasse präsentiert
sich seit 1994 als Fußgängerzone mit zahlreichen alteingesessenen Geschäften,
neuen Boutiquen und Kaufhäusern, mit Bäumen und Ruhezonen, dazwischen tauchen
Imbisspavillons, Kunstobjekte und Wasserspiele auf. Unter den Arkaden der
einstigen Saarbrücker Prachtstraße kann man auch bei Regen trockenen Fußes
wandern. Am Rathausplatz bilden das Rathaus mit der Johanniskirche und den
Bürgerhäusern ein geschlossenes Bild der Baukunst um 1900. Im prunkvollen
Festsaal des neugotischen Rathauses geben sich jedes Jahr mehr als 1000
Hochzeitspaare das Jawort. "Alternative" Atmosphäre umgibt das Nauwieser
Viertel mit seinen Szenekneipen, Schmuck-, Klamotten- und Ökolädchen.
Mittendrin erstreckt sich der Landwehrplatz mit der Alten Feuerwache, die zur
Theaterbühne umgebaut wurde.
Theater und Museen:
Die Alte Feuerwache gehört zum Saarländischen
Staatstheater, dessen großes Haus am Tifliser Platz steht. Hitler hat es den
Saarländern "geschenkt", weil sie sich 1935 in einer Volksabstimmung
für die Zugehörigkeit zum Reich entschieden haben. Es ist allerdings kein
faschistischer Imponierbau geworden, sondern ein wahrer Musentempel mit
Säulenfront, der zum Musiktheater, Schauspiel und Ballett
Autor: Peggy Neumann
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