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Potsdam
Landeshauptstadt Brandenburgs
Fakten:
- Potsdam hat rund 135000 Einwohner
- die
Stadt erstreckt sich auf einer etwa 100 qkm großen Fläche
- im Jahr
20001 besuchten 2,3 Mio. Besucher die Schlösser und Gärten Potsdams
Alter Markt und Breite Straße:
Mittelpunkt der kurfürstlichen und königlichen Residenz Potsdam war der Alte Markt. Hier stand das Stadtschloss, das Kurfürst Friedrich der Dritte, der spätere preußische König Friedrich der Erste umgestalten ließ. 1701, rechtzeitig zu seiner Krönung war das Fortunaportal mit der Glücksgöttin fertig. Seit 2002 strahlt es wieder- originalgetreu rekonstruiert- am alten Platz. Überragt wird der Platz von Schinkels klassizistischer Nikolaikirche und ihrer markanten Kuppel. Daneben steht das alte Rathaus, das als Kulturzentrum dient. Der Neue Markt mit seinen Bürgerhäusern aus dem 18. Jh. hatte sich zum Preußenjahr 2001 frisch herausgeputzt. Aufwändig restauriert wurde zum Beispiel der Kutschstall, der als Haus der Brandenburgischen-Preußischen Geschichte wechselnde Ausstellungen präsentiert. Am westlichen Ende der Breiten Straße, die zum Teil noch von schönen Bürgerhäusern flankiert wird, steht eine prächtige "Moschee". Zur Zeit des Orientalismus 1854 erbaut, verbarg das Denkmal die Dampfmaschinen, die das Pumpwerk für die Fontänen im Park Sanssouci betrieben,
Einkaufspassagen und Holländisches Viertel:
Boutiquen, Galerien, Restaurants und Straßencafes sind in die restaurierten Fachwerkhäuser mit ihren zu schmucken Passagen ausgebauten Hinterhöfen gezogen und laden zum flanieren ein. Sie haben den Kern der alten Garnisonsstadt neu belebt. Friedrich Wilhelm der Erste hatte diese barocke Stadterweiterung nördlich der Residenz zur Unterbringung seiner Soldaten ab 1732 anlegen lassen. Zur gleichen Zeit entstand auch das nordöstlich angrenzende Holländische Viertel für holländische Arbeiter, die als Handwerker und Baumeister am königlichen Hof willkommen waren. In den reizvollen roten Backsteinhäusern mit ihren geschwungenen Giebeln finden sich heute Galerien, Kneipen, Blumen-, Trödel- und Antiquitätenläden vor.
Von der Russischen Kolonie zum Neuen Garten:
Potsdams russische Kolonie Alexandrowka am
nördlichen Stadtrand entstand als Zeichen preußisch-russischer Freundschaft.
Der Zar überließ dem Preußenkönig russische Sänger, und dieser ließ ihnen
heimatliche Wohnhäuser errichten. Ein Architekt komplettierte die Anlage mit
der Alexander-Newski-Kirche, einem klassizistischen Bau mit russischen Zwiebeltürmchen.
Auf dem 76 m hohen Pfingstberg erhebt sich das Belvedere, ein grandioser doppeltürmiger
Aussichtspunkt.
2001 wurde seine Teilrestaurierung vollendet. Wasserbecken,
Arkaden und Laubengänge inspirieren seither Künstler zu Theater- und
Musikaufführungen.Ein Weg führt hinunter in den Neuen Garten, der sich am
Heiligen See erstreckt. Ebenfalls im Neuen Garten liegt das Schloss Cecilienhof,
das 1914 im englischen Landhausstil erbaut wurde. 1945 war das Schloss
Tagungsort der Potsdamer Konferenz. Heute beherbergt es ein nobles Hotel, die
historischen Räume sind Museum.
Vom Schlosspark zum Filmpark Babelsberg:
Der Stadtteil "Berliner Vorstadt" schiebt sich zwischen den Heiligen und den Tiefen See. An seinem Ostufer lädt der Schlosspark Babelsberg mit seiner hügeligen Landschaft zum Spaziergang ein. Das wie eine Ritterburg anmutende Schloss Babelsberg und der Flatowturm entstanden auf Wunsch von Wilhelm dem Ersten. Südlich des Parks liegt die böhmische Weberkolonie Nowawes.
Schloss und Park Sanssouci:
Unbestrittene Besuchermagneten der Landeshauptstadt
sind Schloss und Park Sanssouci.
Friedrich der Große hat mit diesem
Gesamtkunstwerk nicht nur sich selbst einen Traum erfüllt, sondern auch heute
noch erfreuen sich die Besucher aus aller Welt daran.
Man erreicht den
Park, für dessen Besuch man mindestens einen Tag einplanen sollte, über mehrere
Eingänge. In unmittelbarer Nähe erhebt sich die Friedenskirche mit ihrem
schlanken Turm und den Kolonnaden im italienischen Stil. Ein kurzer
Spaziergang durch den Marlygarten führt zu den Wasserspielen der Großen
Fontäne. Dahinter findet man auf dem terrassierten Weinberg Schloss Sanssouci - das
war der
Sommersitz des preußischen Königs. Von 1745 -1747 wurde der lang
gestreckte Rokokobau erbaut. Eine Kuppel überwölbt das Vestibül und den
Marmorsaal.
Zu besichtigen sind Friedrichs Wohn- und Empfangsräume sowie die
damalige Schlossküche.
Nördlich von Sanssouci fallt der Blick auf den Ruinenberg mit
absichtlich verfallenen Säulen und Tempelfragmenten, dies ist ein Zeugnis für
das romantische Interesse jener Epoche an antiker Architektur und Bildhauerei.
Die Historische Mühle mit ihren gewaltigen Flügeln ist allerdings nicht ständig
in Betrieb. Östlich lohnt Friedrichs Bildgalerie einen Abstecher. Kostbare
Gemälde hängen dort dicht nebeneinander. Der nächste, italienisch inspirierte
Prunkbau in Richtung Westen, ist die Orangerie. Sie ist 300 m lang, besitzt
zwei Türme und einen Kolonnadengang und bietet eine herrliche
Aussicht. Beim Spaziergang durch den Park stößt man auf weitere verspielte
Bauten, darunter sind der Antikentempel, der Freundschaftstempel, der Rundtempel Belvedere,
der Drachenpavillon in Form einer Pagode und das Chinesische Teehaus.
Das
Westende des Parks wird durch einen stattlichen Rokokopalast mit prächtigen
Wohnräumen und Festsälen verschmückt.
Autor: Peggy
Neumann
Bilder:
© Monika Frunzke
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