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Mainz
Landeshauptstadt Rheinland-Pfalz
Fakten:
- Mainz hat knapp 200000 Einwohner
- die Stadtfläche beträgt rund 120 qkm
- größter Arbeitgeber der Stadt ist das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF)
2000 Jahre Kultur:
Ein Spaziergang durch Mainz kann am Rathaus beginnen, einem dreieckigen
Stahlbetonbau, der 1973 entstand. Die Aluminiumskulptur" Lebenskraft
" des Spaniers Andreu Alfaro beschwingt für den Gang durch zwei
Jahrtausende Stadtgeschichte. Vom Rathausplatz aus wendet man sich nach Westen.
Über die mehrspurige Rheinstraße führt eine Brücke, von der aus man rechts den
Eisenturm von 1240 und links einen romantisch-gotischen Hallenbau sieht: Das
ehemalige Heilig Geist Spital wurde 1236 als städtisches Bürgerhospital erbaut.
Über den Platz Am Brand, gelangt man linker Hand zum Marktplatz. Um den bunt
bemalten Marktbrunnen aus der Renaissancezeit herrscht jeden Tag ein lebhaftes
Markttreiben. Der Marktplatz wird vom Dom dominiert, dessen Bau 975 begonnen
und 1239 im Wesentlichen abgeschlossen war. Einen Kontrast zu dem
"Domgebirge" aus rot gefärbtem Sandstein bildet die in hellem Stein
hervortretende romanische Gotthard-Kapelle.
Museum der
Druckkunst:
Am Liebfrauenplatz
beeindruckt das Adelspalais "Zum Römischen Kaiser" mit seiner
aufwändigen Spätrenaissance-Fassade. Es ist Teil des Gutenbergmuseums, das im
Jahr 1900 gegründet wurde. Das Museum präsentiert 4 Jahrtausende Geschichte der
Schriftkultur aus aller Welt. Die Geschichte des Buchdrucks begann mit der
Druckpresse des Mainzers Johannes Gutenberg, die hier als Rekonstruktion zu
sehen ist. Unser nächster Weg führt uns in die Altstadt, mit ihren engen
Straßen. Fast übersieht man die Seminarkirche mit ihrer Barockfassade. Der
Innenraum wurde im Stil des Rokoko ausgestattet.
Schwebende Engel:
Der Kirschgarten, eine zu einem kleinen Platz erweiterte Gasse mit
Fachwerkhäusern des 16. bis 18. Jh. und einer Brunnenmadonna, ist ein
authentisches Stück Alt-Mainz. Nur ein paar Minuten Fußweg sind es von hier zum
Stephansberg mit der Kirche St. Stephan. Dir spätgotischer Kreuzgang ist der
schönste von Rheinland-Pfalz, unbestrittene Besuchermagneten der Kirche aber
sind 9 Glasfenster des jüdischen Künstlers Marc Chagall. Das erste Fenster
wurde 1978 eingesetzt, das letzte hat Chagall kurz vor seinem Tod 1985 vollendet.
Der Innenraum von St. Stephan wird durch die Verglasung in blaues Licht
getaucht, in dem Engel und andere biblische Gestalten schweben. Die einzigen
Fenster, die Chagall für eine deutsche Kirche schuf, sollten ein Zeichen setzen
für Völkerverständigung und jüdisch-christliche Verbundenheit.
Mainzer Originale:
Auf dem Ballplatz befindet sich der
Bronzebrunnen "Meenzer Mädcher": 3 Grazien unter Regenschirmen. Vom
Balkon des Osteiner Hof wird alljährlich die närrische 5. Jahreszeit
ausgerufen. Auf dem Schillerplatz huldigt der Fastnachtsbrunnen aus Bronze mit
fast 250 Figuren und Symbolen der Mainzer Fastnacht. Nicht weit weg gelangt man
zum Gutenbergplatz mit dem Gutenberg-Denkmal, das 1837 geschaffen wurde.
Gegenüber steht das Staatstheater, das nach der Kriegszerstörung wieder
aufgebaut wurde.
Römische Vergangenheit:
Autor: Peggy Neumann
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