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Dresden
Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen

Dresden
(sorbisch: Drježdzany)
genannt auch "Elbflorenz"
Dresden
ist ein sehr alter Ort, denn bereits 1206 wurde die Stadt urkundlich erwähnt.
Archäologen gehen davon aus, dass sich Menschen hier (in
der Elbtalweitung an den Übergängen
vom Ober- zum Mittellauf der Elbe und von
der Mittelgebirgsschwelle zum Norddeutschen
Tiefland) bereits in der Steinzeit ansiedelten, also bereits vor über 9000
Jahren. Man kann davon ausgehen, dass sich damals in diesem Gebiet Sümpfe
und Auenwälder befanden - darauf deutet der Name der Stadt hin, denn das
altsorbische "Dreždany"
bedeutet soviel wie Sumpf- oder Auenwaldbewohner.
Sie entwickelte sich
dann zur
kurfürstlichen und königlichen Residenz.
Dresden
hat 504790 Einwohner (Stand 2006).
Die Stadt dehnt sich auf einer Fläche
von 328 qkm aus.
Heut
ist Dresden ist das politische Zentrum des Freistaates
Sachsen, hier
konzentrieren sich auch seine staatlichen
Kultureinrichtungen.
Dresden hat den Status einer kreisfreien Stadt, die
Stadt bildet den Kern des gleichnamigen
Ballungsgebietes in Mitteleuropa.
Die Stadt wird auch „Elbflorenz“ genannt, ursprünglich wegen ihrer
Kunstsammlungen, aber sicher auch wegen ihrer barocken und mediterranen Architektur in der landschaftlich reizvollen Lage
am Fluss.
Die Elbe durchfließt das Stadtgebiet auf einer Länge
von 30 km und wird von 8 Brücken überspannt, die bekannteste
ist sicher das Blaue Wunder.
Dresden ist eine sehenswürdige
Stadt. Und es wird ständig gebaut und verschönert.
Bei gutem Wetter zieht es nicht nur die Einheimischen in den Zoo,
auf die Elbewiesen, zu einer Dampferfahrt auf der Elbe oder in den wunderschön
angelegten Großen Garten, der zurecht den Namen „Großer“ Garten trägt.
Wer
keine Lust auf Natur hat, aber sich etwas ansehen möchte, kann sich den
Museen und Sehenswürdigkeiten
der Stadt widmen, z.B. dem „Grünen Gewölbe“ oder dem berühmten Zwinger,
dem Residenzschloss, dem Fürstenzug oder der Semperoper, der Frauen- oder
der Kreuzkirche oder…oder...

Hier nur wenige knappe Bemerkungen zu einigen Sehenswürdigkeiten:
Der Zwinger
Er ist Dresdens bekanntestes und prachtvollstes Bauwerk. Er entstand im Auftrag August des Starken zwischen 1710 bis 1732 als der Höhepunkt des Spätbarock in Deutschland . Er war nicht als Wohnbau gedacht, sondern diente nur repräsentativen Zwecken, wobei die Lebenslust des sächsischen Herrschers hier voll zur Geltung kam. Beim Ausgang durch den Glockenspielpavillon findet man auch das Taschenbergpalais, das August der Starke für seine Mätresse, die weithin bekannte Gräfin Cosel, im Rokoko-Stil erbauen ließ.Das Residenzschloss
Das
Schloss wurde zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert erbaut, wird gegenwärtig
restauriert und soll 2006 anlässlich der 8oo-Jahr-Feier Dresdens wieder
in altem Glanz erstrahlen.
Im Georgenbau wohnten bis 1918 die sächsischen
Könige. In der Sommerzeit kann man aber bereits den Hausmannsturm besichtigen,
von dem man auch einen herrlichen Blick auf ganz Dresden werfen kann.
Der
Fürstenzug
Entlang
der Außenseite des Dresdner Schlosses erstreckt sich der sogenannte
"Fürstenzug", ein
102 Meter langer Wandfries.
Der Fürstenzug zeigt die Bildnisse aller sächsischen
Herrscher von 1123 bis 1904, darunter auch den berühmten August den Starken,
welcher zwischen 1694 und 1733 in Sachsen und dann auch in Polen herrschte.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das komplette Wandbild übertragen. Es
besteht aus ca. 24000 Meißner Kacheln und zeigt die Herrscher des Hauses
Wettin als Reiterzug.
Dieses Porzellanbild ist mit seinen ca.
1000 qm das größte Bild seiner Art auf der ganzen Welt.
Der Große Garten
Er erstreckt
sich mit seinen ca.2 qkm südöstlich der Altstadt und ist nicht nur
die größte, sondern auch die älteste Parkanlage der Stadt mit dem fürstlichen
Gartenhaus und dem Palais, dem Zoologischen und Botanischen Garten.
Der
parkähnliche Garten wurde bereits 1676 als kurfüstlicher
Jagdgarten für Johann Georg II. und III. von dem Hofgärtner
Martin Göttler
mit sternförmigem Wegenetz
angelegt.
2 Jahre später erbaute Johann Georg
Starcke das „Palais im Großen Garten“.
Seit 1953 ist es ein "Volkspark" und die schönste
und
zugleich größte zusammenhängende Parkanlage der Stadt.
Wer also etwas Ruhe sucht – hier kann man sie auf jeden Fall finden.
Ausflugsziele...
könnten weitere Sehenswürdigkeiten sein, wie Schloss Pillnitz oder das Schloss Moritzburg, aber einen Ausflug in das Erzgebirge oder die Sächsische Schweiz sollte man ebenfalls unbedingt einplanen.

Geschichtliche
Ereignisse Dresdens
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1206 |
"Drezdany",
hervorgegangen aus der sorbischen Siedlung "Nisani",
wird erstmals urkundlich erwähnt |
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1485 |
resden wird Hauptresidenz der Albertiner, nachdem das Wettiner Herrschaftsgebiet in die ernestinische und die albertinische Linie geteilt wurde |
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1530 |
Herzog Moritz, der spätere Kurfürst, beginnt, Dresden zur repräsentativen Residenz auszubauen |
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1547 |
Dresden wird Haupt- und Residenzstadt des Kurfürstentums Sachsen |
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1549 |
Altendresden, die heutige Neustadt, wird eingemeindet |
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1685 |
ein Stadtbrand zerstört Altendresden |
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ab 1694 |
unter August dem Starken und seinem Sohn Friedrich August 2 entwickelt sich Dresden zu einer der schönsten Barockstädte Europas |
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1756 |
Beginn des 7 jährigen Krieges, Besetzung der Stadt durch Preußen |
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1806 |
Französische Truppen besetzen Dresden |
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1814 |
Preußische Verwaltung Sachsens |
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13. - 15.02.1945 |
bei Bombenangriffen werden mehr als 35 000 Menschen getötet, die Stadt wird auf 15 qkm eingeäschert |
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1952 |
das Land Sachsen wird aufgelöst und Dresden zur Bezirkshauptstadt erklärt |
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1990 |
Dresden wird Hauptstadt des Freistaates Sachsen |
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1992 |
die letzten russischen Truppen ziehen ab,
die Restaurierung der Frauenkirche |
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2006 |
Dresden feiert sein 800-jähriges Bestehen |
Autor: Peggy Neumann
Bilder:
© Michael u.Monika Frunzke
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