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Görlitzer Sagen
Sage von der Verrätergasse


Die Tuchmacher der Stadt Görlitz waren unzufrieden, da sie zu viele Steuern und andere Abgaben zahlen mussten. Sie beschlossen daher, den Rat abzusetzen und einige Mitglieder umzubringen.
Der Plan wurde in einem Haus in einer Gasse besprochen, die in der Nähe der Dreifaltigkeitskirche liegt. Der Aufstand sollte um Mitternacht beginnen, eine Zeit, in der die Stadtwache niemals in der Nähe dieser Straße war.
An dem Tag, an dem der Aufstand beginnen sollte, ging aber die Uhr vom Mönch, so wird der Turm der in unmittelbarer Nähe stehenden Dreifaltigkeitskirche genannt, falsch. An diesem Tag schlug sie bereits 7 Minuten vor Mitternacht. Der Stadtwächter bemerkte einige dunkle Gestalten und meldete dieses dem Rat. Die Aufständischen, vom Rat als Verräter bezeichnet, wurden festgenommen und hingerichtet.

In der heutigen Zeit weist uns die Tafel mit dem Buchstaben „DVRT“ an diesem Haus und der Jahreszahl 1527 auf diesen Aufstand hin.
Die Gasse hat den Namen „Verrätergasse“ erhalten, denn DVRT heißt „
Der Verräterischen Rotte Tür“.

Und die Uhr am Mönch geht auch heute noch 7 Minuten vor und erinnert damit ebenfalls an diesen Aufstand.
                                          

                                                                                                          
                                                                                                                   
Erzähler: Katarina Seifert
                                                                                                                    
                                                                                                               
    Bild:  © Andreas Frunzke

                                                                     

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