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Görlitzer Sagen
Wie Görlitz
entstanden sein soll
Die Forscher brauchten einige Zeit, um herauszufinden, wie
Görlitz entstanden ist. Erzählt wird viel.
Einige behaupten, dass die Stadt einem slawischen Häuptling Ziscibor
gehörte, der im 9. Jahrhundert auf der Landeskrone seinen Sitz hatte.
Und er hatte
die Bewohner an der Neiße angesiedelt.
Es wurde auch gesagt, die Gegend des heutigen „Hainwald“ an
der Peterskirche wäre ein christlicher Hang.
Dies entstand bei der
Völkerwanderung.
Nun gab es auch noch eine dritte Sage, in der Ritter Tachow eine Rolle spielte.
Er gründete ein Dorf an der Lunitz und ließ eine Burg nach seinem Namen
erbauen. Diese war für den Heiligen Nikolaus als Widmung gedacht. Es bildeten
sich noch weitere Rittersitze in südlicher Richtung, Creolsdorf und
Salmannsdorf. Dort lebten Deutsche und Sorben nebeneinander. 1976 gab Kaiser
Heinrich IV. dem Böhmenherzog die Oberlausitz als Lehen. Daher blieb die Gegend
für sechs Jahrhunderte unter böhmischen Besitz. Es bildet sich eine hölzerne
Fluchtburg auf dem Neißeberg. Dies geschah unter Sorbieslaws I.
1131 hatten sächsische Krieger von der Landeskrone aus Dorf
und Burg zerstört. Daher ließ Sorbieslaws eine Steinburg und Kapelle bauen. Auf
der Plattform sollten später die Peterskirche und der Vogtshof aufragen. Der
Ansiedlung gab man den Namen „Zgorzelice“ oder „Yzhorelik“, was so viel heißt
wie Brandstätte.
Heinrich IV. ließ 1071 in einer Schenkungsurkunde eine „villa gorelic“
erwähnen. Sie erstreckte sich von der Lunitz bis nach Klingewalde.
1971 hatten die Görlitzer ihre 900-Jahr-Feier. Sie gelang ihnen gut.
Autor:
Sabrina Lewinski
Bild:
© Thomas Jeschke
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