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Görlitz
Altstadtfest
2003
Görlitz,
die Stadt der Türme und die östlichste Stadt Deutschlands, liegt auf dem 15.
Meridian
Ulrikes
Eindrücke vom Altstadtfest
Mein
Weg führt mich vom Obermarkt bis zur Peterskirche. Immer den Massen hinterher.
So kann ich mir die Völkerwanderung vorstellen.
Mich umgibt eine seltsame
Luft: Da liegt der Duft von frischen Bratwürsten drin, dann schnuppere ich
gebratenen Pilze, woanders kommt mir der Geruch von Fischwaren entgegen,
hier riecht es nach frischgebackenem Brot. Und diese Düfte vermischen sich
teils mit Biergestank und teils mit dem exotischen und wohlriechenden Duft
von verschiedenen Räucherstäbchen.
Überwältigt bin ich von der Vielzahl
der unterschiedlichsten Buden und Stände. Es ist alles vertreten,
was ich mir zu so einem Fest nur denken kann: Schminkstand, Feuerspeier,
Gaukler, Edelsteinstände, Hexenhaus, Handlinien- und Schriftdeuter, Indianerstände,
Handwerkerstände, die an das Mittelalter erinnern, Keramikstände, Buden
mit Holzspielzeug, Lagerfeuer, Kochen über offenem Feuer, vielfältige und
originelle Schmuckwaren, Kerzenstände, ein Stand mit alten Zeitschriften,
Büchern und CD´s und anderes sowie die vielen Buden mit den besonderen Spezialitäten
gegen den Hunger und Durst. Ein besonderer Leckerbissen ist der Rahmfleck
aus dem Holzofen mit seiner pikanten Schinken-Käse-Füllung. Der schmeckt
einfach super.
Immer wieder taucht jemand im tollen Kostüm auf. Man vergisst
dann die Gegenwart. Es ist alles wie ein Traum.
Dazu die tolle Musik,
für jeden Geschmack ist etwas dabei: Rock-, Volks- und Stimmungsmusik, Klänge
aus dem Mittelalter, Panflötentöne, Indianergesang und -tanz.
Dann beginnen
die leeren Flaschen sich zwischen die Menschenmenge zu drängen. Und weil
sie so klein sind, muss man aufpassen, dass man sie nicht zertritt
oder über sie stolpert. Und da wache ich aus meinem Traum auf und weiß genau,
dass ich nicht im Mittelalter lebe und auch nicht unter Indianern, sondern
im Jahr 2003 in Görlitz.
Autor:
Ulrike Gromann
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