
|
|
|||
|
|

Gemeinschaftskunde
Das
Schengener Abkommen
Der luxemburgische 400-Einwohner-Dorf Schengen ist europaweit bekannt geworden, weil hier ein Abkommen für ein Europa ohne Grenzkontrollen geschlossen wurde.
Am 14. Juni 1985
unterzeichneten hier die Regierungschefs von Deutschland, Frankreich und den
Benelux-Staaten (Belgien, Luxemburg, Niederlande) hier ein Abkommen, auf Personenkontrollen
zu verzichten, um Halteschlangen und
Schlagbäume zwischen den EU-Mitgliedstaaten zu beenden. Nach weiteren zehn
Jahren waren Personenkontrollen auch an Bahnübergängen, Flug- und Seehäfen
abgeschafft.
Gemeinsames elektronisches Fahndungssystem
Mit Schaffung der freien Fahrt quer durch diese Länder verpflichteten sich die Staaten, ihre
Außengrenzen besser zu schützen. Die Grenzbeamten verfügen über ein gemeinsames
elektronisches Fahndungssystem, das Daten über gesuchte Kriminelle,
Auszuliefernde oder Auszuweisende enthält.
Bei besonderen Ereignissen kann das Abkommen zeitweise außer Kraft gesetzt
werden, um vorübergehend wieder Grenzkontrollen zu ermöglichen. Dies geschah
etwa nach den Terroranschlägen von Madrid im März 2004, aber auch bei
Gipfeltreffen oder sportlichen Großveranstaltungen, bei denen gewaltsame
Ausschreitungen erwartet wurden.
Näheres zu den einzelnen Ländern findet ihr hier.
![]()