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Gemeinschaftskunde
Jahresarbeit
- Skispringen
Skispringen
Inhaltsverzeichnis
1.
Die Geschichte des Skispringens
2. Der Body- Mass-
Index eines Skispringers
3. Die 4-Schanzen-Tournee
4.
Die Tournee-Orte
• Oberstdorf
• Garmisch- Partenkirchen
• Innsbruck
• Bischofshofen
5. Wie entstehen Noten ?
1. Geschichte des Skispringens
Die Ursprünge des
Skispringens liegen nach bisher bekannten Quellen und Überlieferungen am
Ende des 18. Jahrhunderts.
Die Entwicklung
der Schanzen, des Sprungstils, der Kleidung
und des Reglements veränderten sich seither stetig.
In der norwegischen Provinz
Telemark war Ende des 18. Jahrhunderts der Ursprung des
Skispringens. Die
dort lebenden Bergbauem nutzten während der
langen und schneereichen Wintermonate Skandinaviens die Hänge der Umgebung
zur alpinen Abfahrt.
Kleine Geländeunebenheiten und Hügel
steuerten sie dabei zu kurzen Sprungeinlagen an. Mit der Zeit stieg das Interesse der Telemarker, diese
Art der Luftsprünge intensiver zu betreiben. Das Skispringen löste sich allmahlich vom ursprünglichen
Abfahrtslauf ab und entwickelte sich zu einer eigenständigen Sportart.
Der wohl berühmteste Springer dieser Zeit war Sondre Auverson
Nordheim (1825 - 1917), ein
Zimmermann und
Skibauer aus dem Telemarker DorfMorgedahl.
Er erreichte schon 1860 eine Weite von 30,5 Metern. Diese Bestmarke konnte
33 Jahre lang von keinem anderen Springer überboten werden.
1924 wurde
Skispringen bei den ersten olympischen Winterspielen ins Programm
aufgenommen. Der Sieger der Spiele in Chamonix
war der Norweger Jacob Tullin-Thams.
Ab dem Jahre 1929
fanden jährlich FIS-Wettkämpfe statt.
Der Norweger Birger Ruud gewann ein Springen
nach dem anderen, wurde Olympiasieger und Weltmeister. Nach dem zweiten
Weltkrieg fanden nur noch alle zwei Jahre Skiweltmeisterschaften statt.
Im Jahre 1936 erreichte das Skispringen
völlig neue Dimensionen. Auf der noch heute bekannten Flugschanze in Planica übersprang Sepp
"Bubi" Bradi als erster Mensch
die damals unerreichbar scheinende Marke von 100m.
Er war auch der erste, der die 1953
ins Leben gerufene 4-Schanzen Tournee
gewann. Sein für damalige Verhältnisse
modemer Sprungstil ähnelte wenig dem heute bekannten V-Stil.
Die Sprunglatten parallel unter seinen Füssen
und mit den Händen wild rudernd flog er durch die Luft.
Mitte der 50er Jahre kam es dann zu
ersten Veränderungen in der Flugphase. Man kam mehr und mehr davon ab, die Arme
während des Sprungs zu bewegen und sprang schließlich gänzlich mit nach vorne
gestreckten Armen.
In dieser Phase
machte auch der technische Fortschritt vor dem Skispringen nicht halt. Umfangreiche
Tests in Windkanälen ergaben, dass eine
aerodynamischere Haltung dadurch zu erreichen war, dass
man die Hände an die Hosennaht hielt. Der sogenannte Fischstil
war geboren.
In den 70er
Jahren begann auch im Skispringen die Kommerzialisierung und für mehr und mehr Springer wurde ihr Sport zum Fulltimejob. In dieser Phase profitierte das
Skispringen erheblich vom technischen Fortschritt. Durch vermehrte Medienpräsenz
wurde der Sport der breiten Masse zugänglicher gemacht. Musste man früher weite Anreisen in Kauf nehmen, um die Herren
der Lüfte zu bewundem, so wurden die Wettkämpfe jetzt durch das Femsehen ins
Wohnzimmer geliefert.
Große Namen
dieser Zeit waren: Hans-Georg Aschenbach (DDR - Doppelweltmeister 1974 und
Olympiasieger 1976), Walter Steiner (SUI -
Skiflugweltmeister 1972, 1977) oder Yukyo Kasaya (JPN -
Olympiasieger 1972).
Besonders
hervorgehoben sei hier noch Anton "Toni" Innauer.
Der ehemalige
Trainer der österreichischen Springer wurde 1976 in Innsbruck Olympiazweiter
von der Großschanze und erhielt für seinen Goldsprung, der am Ende doch nur für
Silber gereicht hat, fünfmal die Höchstnote 20, ein zu diesem Zeitpunkt
noch nie da gewesener Triumph!
Die 80er Jahre
wurden von zwei herausragenden Springern
beherrscht. Das damalige ewige Duell auf den Schanzen dieser Welt hieß Matti Nykänen und Jens Weißflog.
Die jüngste richtungsweisende
Skisprung-Revolution wurde vom Schweden Jan Bokloev
1987 eingeleitet. Der zunächst als "Froschstil" oder "Bokloev-Schere" betitelte V-Stil zwang die komplette Weltelite in den
darauffolgenden Jahren auf diese Technik umzustellen.
Bei der
Gegenüberstellung des 1976 eingesetzten Materials und Sprungstils mit dem Stand
von 1994 konnten deutliche Fortschritte in der Skisprungentwicklung
dokumentiert werden. Der Einfluß der Luftkräfte stieg im Laufe der Zeit um 60
Prozent und verdeutlichte die immer größer werdende Dominanz der Flugphase im
Vergleich zu früher, als die Absprungphase
noch als entscheiden erachtet wurde .
Als erste Nation stellte der damalige österreichische Trainer Toni Innauer seine Athleten geschlossen auf den V-Stil um und stellte das mit Abstand beste Team in der Saison 1991/92. Als perfektester Einzelspringer ging der Finne Toni Nieminen mit zwei olympischen Goldmedaillen aus dieser Saison hervor. Auch Jens Weiß flog der zweifache Olympiasieger von 1984 und vierfacher Sieger der Vier- Schanzen-Tournee gelang die Umstellung auf den neuen Stil und krönte seine Laufbahn 1994 mit der zweifachen Goldmedaille von Lillehammer bei den Olympischen Spielen.
2. Der Body-Maß-Index eines Skispringers
BMI- hinter diesen drei Buchstaben versteckt sich der „Body-Mass-Index",die Formel für das Idealgewicht, das Skispringer seit dieser Saison (2004/2005) zu erreichen haben. Wer zu wenig wiegt, muss mit kürzeren Skiern springen.
Gewichtskontrolle nach dem Wettkampf gehört seit dieser Saison ebenso zum Alltag eines jeden Skispringers wie die exakte Kontrolle von Anzug und Ski. Grund ist der BMI, den die Athleten laut FIS- Beschluss genau einzuhalten haben, um des chronischen Untergewichts einiger Springer Herr zu werden. Wissenschaftliche Tests im Vorfeld ergaben , dass ein Kilo weniger Körpergewicht auf einer Großschanze bis zu fünf Meter mehr Sprunglänge ergeben kann- einen Vorteil den man auch mit längeren Skiern erziehlen kann.Berechnet wird der BMI aus dem Körpergewicht .geteilt durch die Körpergröße hoch zwei.Für einen 1,80 Meter großen Springer, der 60 Kilo wiegt, ergibt das einen gerundeten BMI von 18,5 was die Weltgesundheitsorganisation WHO als „leistungsmindemdes Untergewicht" bezeichnet. Für Skispringer gilt allerdings- da sie mit Anzug und Schuhen auf die Waage steigen-ein BMI von 20. Derl,80 Meter große Springer muss daher nach dem Sprung 65 Kilo auf die Waage bringen. Ist er um zwei Kilo zu leicht, wird ihm die erlaubte Skilänge von 146 Prozent der Körpergröße (2,63 Meter) um vier Zentimeter gekürzt was weniger Tragfähigkeit während des Sprungs bedeutet. Da er allerdings mit „normalem" 2,63 Meter langen Gerät angetreten ist, wird er disqualifiziert. Für den ÖSV- Rennsportdiektor Toni Innauer bedeutete der FIS- Beschluss schon im Vorfeld einen „epochalen Schritt" und auch der finnische Cheftrainer Tommi Nikunen begrüßt diese „sehr gute Entscheidung".
Ein BMI unter 18,5 bedeutet
Untergewicht.
Ein BMI von 18,5 bis 25,0 bedeutet Normalgewicht.
Ein BMI ab 25,0 bedeutet Übergewicht.
3. Die 4-Schanzen-Tournee
Ein Blick zurück: In den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg war es den deutschen Skispringern von der FIS noch verboten, im Ausland zu starten. Trotzdem ließen es sich die Freunde aus Innsbruck nicht nehmen, ihre Kameraden vom Ski-Club Partenkirchen (SCP) in den ersten Nachkriegsjahren zu Skispringen auf der Seegrube bei Innsbruck - die Bergisel-Schanze lag noch in Trümmern - einzuladen. Als der Deutsche Skiverband (DSV) wieder in die FIS aufgenommen wurde, veranstaltete der SCP am 1.1.1949 sofort sein traditionelles Neujahrs-Skispringen mit internationaler Besetzung, wie bereits seit 1921. In den Nachkriegsjahren 1946 -1948 waren nur deutsche Springer am Start.
Beim Nachtskispringen am 17. Mai 1952 auf der Seegrube lag nach langer, temperamentvoller Diskussion endlich die "Geburtsurkunde" - sprich der Organisationsplan für die "Deutsch-Österreichische Springertournee", kurz "die Tournee", auf dem Tisch. Von den Gründern Toni Glos, Emmerich "Putzi" Pepeunig (Innsbruck), Beppi HartI, Franz Rappenglück (SCP), Andi Mischitz, Fred Triebner (Bischof shofen), Alfons Huber und Xaver Kaiser (Oberstdorf) ist der legendare Putzi Pepeunig am 20. März 2000 79-jahrig im Innsbrucker Friedhof unter seiner geliebten Bergiselschanze als Letzter der Gründer beerdigt worden, wobei er bis zuletzt als Tournee-Ehrenpräsident an der Tournee regen Anteil nahm.
Seit 13 Jahren steht der langjährige ehemalige Vorsitzende des Ski-Clubs Partenkirchen (SCP), Hans Ostler, der Tournee als Präsident vor. Er ist einer der ganz Wenigen, die seit der 1. Tournee als Funktionäre an der Tournee beteiligt sind.
Die drei Stationen Partenkirchen (mit dem Neujahrs-Skispringen), Innsbruck und Bischofshofen waren von Anfang an als Tournee-Teilnehmer klar, man beauftragte den SCP wegen der Parität der Skiverbände Deutschland und Österreich einen zweiten deutschen Partner zu suchen. In engerer Wahl standen dabei Berchtesgaden, Füssen und Oberammergau, denn diese Orte verfügten damals über moderne Sprungschanzen und hatten eingespielte Organisationsteams. Weil aber die Zuschauer-Einzugsgebiete jenen der Gründer-Clubs gleichkamen, verzichtete man auf eine Zusammenarbeit mit den genannten Orten. So ist dann dem ursprünglichen Plan mit dem Ski-Club Oberstdorf in Verbindung zu treten, der Vorzug gegeben worden.
Mit dem Neujahrs-Skispringen in Garmisch-Partenkirchen 1953 begann schließlich die "Tournee": Vor 20.000 begeisterten Zuschauern nahmen 6 Nationen (neben den besten deutschen und österreichischen Springern noch 4 Schweden, je 3 Norweger und Schweizer und fünf Springer aus Slowenien) am Tournee-Auftakt teil. Der Norweger Asgeir Dölplads gewann mit 78,5 und 81 Metern vor dem Österreicher Sepp "Buwi" Bradl. Am 4.1. folgte mit Oberstdorf die zweite Station, Erling Kroken (NOR) siegte mit 66,5 und 69,5 Metern ebenfalls vor Bradl. Am 6.1. fand das Dreikönigs-Springen in Innsbruck statt. Bradl siegte mit 72 und 73,5 Metern vor dem Sieger von Partenkirchen, Asgeir Dölplads, am 11.1.53 wurde die 1. Tournee in Bischofshofen abgeschlossen, dabei hieß der Sieger Halvor Naes (NOR, 90,5 und 94 Meter). Zweiter wurde erneut "Buwi" Bradl, der sich damit als erster Tournee-Sieger in der Chronik verewigte. Viele politische und natürliche Hindernisse waren in der Folgezeit zu überwinden, um die Tournee am Leben zu erhalten, es war schließlich weitgehend noch Visums-Pflicht um nach Deutschland und Österreich einzureisen oder von einem Land ins andere zu gelangen. Dies war für die Organisatoren nicht immer leicht, die gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Grenzstellen half immer wieder diese Hürden zu überwinden, dazu kamen Unwägbarkeiten wie der Flaggenstreit mit der damaligen DDR und ähnlich politisch bedingte Schwierigkeiten. Aber auch diese wurden überwunden. Ein wesentlich schwierigeres Handicap war die Witterung, die nicht immer mitspielte, es gab schließlich noch keine Maschinen, die künstlichen Schnee erzeugten und so war das Suchen, Finden und Transportieren von Schnee von den entlegensten Orten eine oft nervenaufreibende Tätigkeit der Organisatoren. Aber allen Widrigkeiten zum Trotz wuchs die Tournee von Jahr zu Jahr zu immer größeren Erfolgen.
Natürlich passten sich
die Organisatoren der Tournee den Fortschritten an:
Bereits im Jahre 1956 übertrug der Bayerische Rundfunk in
der ARD das Neujahrs-Skispringen und trug
damit wesentlich zur Popularität der Tournee
bei, ab 1960 wurden auch die anderen Stationen der Tournee im Fernsehen (in
Deutschland später abwechselnd von ARD und ZDF) übertragen. Bis zu 25
Fernsehstationen übertragen heute die Tournee in die ganze Welt. Mit der
Qualifikation zum Neujahrs-Skispringen 2000 am 31.12.1999 endete die Zusammenarbeit
mit den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten in Deutschland. Vom Deutschen
Skiverband konnte mit der führenden Fernsehanstalt RTL
ein neuer Vertrag abgeschlossen werden.
Bereits 1962 wurde damit begonnen,
zur Ergebnis-Auswertung Computer einzusetzen
und schon 1972 begann die Zusammenarbeit mit einem Sponsor, nämlich der Firma
"Intersport", die der Tournee mehr als 25 Jahre ihren Namen gab und
wesentlich zum Erfolg der Tournee beitrug.
Technische und organisatorische
Neuerungen wurden meist bei der Tournee erprobt und dort auch zuerst eingesetzt, wie beispielsweise die Video-Weitenmessung.
Mit
nur wenigen Ausnahmen wurde in der Vergangenheit bis heute die Tournee in der
Reihenfolge Oberstdorf - Garmisch-Partenkirchen
(1.1), Innsbruck und Bischofshofen (6.1.)
durchgeführt.
Nach der wohl erfolgreichsten
Tournee 2001/2002, bei der erstmals ein Springer, nämlich Sven HANNAWALD, GER,
alle vier Einzelkonkurrenzen
gewonnen hat, fand 2002/2003 wieder eine
ganz „normale" Tournee mit 4 verschiedenen Einzelsiegern statt.
Bei der
52. Tournee 2003/04 gewann nach 10 Jahren mit Sigurd
Pettersen wieder ein norwegischer
Skispringer.
4. Die Tournee-Orte
l. Oberstdorf
Schattenbergschanze: Wer
nach Oberstdorf kommt, sieht sie schon von Weitem- am Fuße des Schattenberges
liegt mit der Allgäu- Arena ein
Skisprungzentrum. Mit fünf Schanzen bietet sie ideale Trainingsmöglichkeiten
sowie einen würdigen Austragungsort für sportliche Großereignisse. Bereits am
27.12.1925 wird am Schattenberg eine Schanze eröfthet
und mit 35 Metern die erste Höchstweite erziehlt.
In den folgenden Jahrzenten wird sie
mehrmals vergrößert und der Rekord von Oberstdorfer
Skisprunglegenden wie Franz Tahnnheimer
(1927;46m),Heini Klopfer (1936;59m)und Sepp Weiler(1950;82m)hochgeschraubt. Zu neuen Weiten kommt die 70-m-Schanze mit dem Beginn der ersten Springertoumee 1953. Als Ausweichanlage für die
Skiflug WM 1973 wird schließlich am selben Hang eine K-115-m-Schanze errichtet, die alte Anlage wandelt sich mit einem
Stahlbetonturm zu einer 90-m-Schanze um. Und
mit der für die WM 2005 neu errichteten Großschanze hat der Schattenberg ein
neues Glanzlicht.
2.Garmisch-Partenkirchen
Olympiaschanze: Die Olympiaschanze hat ihren Namen von den Olympischen Spielen 1936-Als der Doppelort Garmisch-Partenkirchen diese Spiele zugesprochen bekommt, beginnt man 1933 sofort mit dem Bau des Stadions und der Schanze auf dem Gudiberg. Heute dürfen in das Olympia-Stadiongerade einmal 30 000 Menschen mehr erlauben die Sicherheitsauflagen nicht. 1936 war das aber anders: 130 000 Zuschauer verfolgten den Skisprung- Wettbewerb. Die Olympia-Schanze, die in den 50er Jahren als modernste Sprungschanze der Welt gilt, wird mehrmals umgebaut zuletzt 1996 um für den wichtigsten Tag im Partenkirchener Sportleben gerüstet zu sein, dem l. Januar. Seit nun schon 53 Jahren wird im Rahmen der Vierschanzen- Tournee am Neujahrstag gesprungen. Das Neujahrsspringen selbst ist aber schon um einiges älter: Bereits seit 1921 wird in Garmisch am l. Januar gesprungen, früher allerdings auf einer kleinen Schanze am Kochelberg.
Gesamthöhe:
119m Turmhöhe: 38m Anlauflänge: 82,5m
Absprunggeschw.:91 km/h
Länge bis Anlauf: 264m
Fassungsvermögen des Stadions: 35 000
Schanzenrekord:
AdamMalysz 129,5m
3.Innsbruck
Bergisel: Seit 2002 hat Innsbruck ein neues Wahrzeichen, doch nicht nur optisch hat die hat sich der Bergisel mit dem Umbau durch die Stararchitektin Zaha Hadid gewaltig verändert. Die gesamte Anlage ist auf dem letzten Stand der Technik und Bietet nun auch als Mattenschanze perfekte Trainingsbedingungen für die einheimischen Adler. Kein Vergleich zu früher. Bereits 1926 wurde am Bergisel eine Schanze in Betriebgenommen. Eine wagemutige Holzkonstruktion, die 1933 für die Ski-WM völlig neu konstruiert werden musste und 1941 entgültig abgerissen wurde. Es sollte bis 1949 dauern, bis in Innsbruck wieder eine Schanzenanlage stand, auf der seit der Gründung der Vierschanzen-Toumee sämtliche Bergisel- Springen ausgetragen wurden. Bei der Austragung der Olympischen Spiele 1964 und 1976 wurde die Anlage zwar den jeweiligen Anforderungen angepasst, als jedoch die Jubiläumstoumee vor der Tür stand, nahm der ÖSV den Umbau schließlich in Angriff.
Gesamthöhe:
134m Turmhöhe: 50m Anlauflänge: 91,3m
Absprunggeschw.:92 km/h
Länge bis Anlauf: 95m
Fassungsvermögen des Stadions:26 000
Schanzenrekord:
Sven Hannawald 134,5m
4.Bischofshofen
Paul-Außenleitner-Schanze: Der Name der einzigen Naturschanze der Tournee erinnert an ein tragisches Ereignis:Am 5Januarl952 stürzte Paul Außenleitner, ein junger Springer aus einem Nachbarort von Bischofshofen ,beim Training zum Dreikönigsspringen bei 80 Meter so schwer, dass er vier Tage später seinen Verletzungen erlag. Seit dem trägt die Hochkönigsschanze seinen Namen .Gesprungen wurde in Bischofshofen schon seit den 20er Jahren, zuerst auf der Astenschanze .dannauf der vom damaligen Arbeiter-, Tum- und Sportverein Bischofshofen gebauten Wasserfallschanze und seit 1947 auf der Hochkönigsschanze, die von Buwi Pradi eingeweiht wurde. Umgebaut wurde viel in den letzten Jahrzehnten, doch der Bischofshomer Bakken hat sich seiner Besonderheit erhalten den extrem langen Anlauf,mit dem nicht jeder Springer zurecht kommt. Zurecht kam 1964 der Pole Josef Przyblya mit dem Anlauf,er setzte den erstenlOO-Meter Sprung der Tournee Geschichte.Und die Tournee mit dem Dreikönigsspringen ist jedes Jahr das Event in Bischofshofen. Nur 1957 musste das Springen wegen Schneemangels entfallen,gesprungen wurde in Hauern.
Gesamthöhe:
132,5m
Turmhöhe:
52m
Anlauflänge
:149m
Absprunggeschw.: 93 km/h
Länge
bis Anlauf: 362m
Fassungsvermögen
des Stadions: 30 000
Schanzenrekord: OlafMagne
Donnern
140,5m
5. Wie entstehen Noten ?
Besonders wesentlich für die Gesamtnote ist natürlich, wie weit der Springer den Absprunghügel der Schanze hinuntergesegelt ist. Teil der Gesamtpunktezahl ist also eine Weitennote. Dazu werden die ersprungenen Meter nach einem vorgegebenen Schlüssel in Punkte umgerechnet. Maßgeblich für die Berechnung ist der sogenannte Konstruktionspunkt einer Schanze -Der Punkt am Absprunghügel also, an dem die Hangneigung erstmals wieder abnimmt. Auf den Toumeeschanzen wie in Bischofshofen ist dieser Punkt mit einer roten Querlinie markiert. Wer exakt auf dem Konstruktions-Punkt eines Hügels aufsetzt, der hat pauschal schon einmal 60 Weitenpunkte sicher. Jenseits der roten Linie jedoch kommen die besonders wertvollen Meter. Auf den im Weltcup generell üblichen Großschanzen wird jeder Meter mehr mit einem stattlichen Bonus von immerhin l ,8 Punkten belohnt. Doch im Skispringen zählt nicht allein ,wo ein Springer auf dem Aufsprunghügel aufgesetzt hat, sondern auch, wie er dort hingekommen ist. Insgesamt fünf Sprungrichter nehmen von einem Rande des Hügels platzierten Turm die einzelnen Flüge kritisch in Augenschein.20 Punkte darf jeder Richter maximal als Haltungsnote vergeben. Naturgemäß eine subjektive Angelegenheit, die traditionell viel Raum für Aufregung lässt. Doch dafür hat der Weltverband eine kleine Absicherung eingebaut. Die höchste und die niedrigste Bewertung der fünf Richter für einen Sprung wird gestrichen. Maximal sind für die Athleten also 60 Haltungspunkte pro Sprung vergeben.
Flugfehler sind
• ein fehlerhafter Bewegungslauf während der Übergänge, etwa zeitliche Verzögerungen oder Unsicherheiten . Bis zu 1,5 Punkte können abgezogen werden.
• falsche Beinhaltung, z.B. abgewinkelte Beine. Ein Punkt kann abgezogen werden.
• fehlerhafte Skifuhrung, z.B. Pendeln oder laufende Korrekturen. Bis l ,5 Punkte Abzug.
• fehlerhafte oder unruhige Armhaltung. Ein Punkt Abzug.
Landungsfehler sind
• steife, breite oder unsichere Telemarklandung; maximal zwei Skibreiten sind erlaubt, beurteilt wird zudem die Beugung der Beine sowie die Stellung des Gesäßes. Bis zu l Punkt kann hier für Fehlerabgezogen werden.
•
Landung ohne Telemark. Das kostet pauschal 2 Punkte.
Quellen:
1.
Internet
2. Hefte über Skispringen
Juliane Rechenberg
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