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Geschichte
Der Deutsche Bauernkrieg


Der
Bauernkrieg

Die Bauern  in Süd- und Mitteldeutschland lebten unter schweren Lasten, die Abgaben wurden erhöht, die Willkür der Feudalherren steigerte sich, die Ausbeutung nahm zu.
Je mehr die Bauern in Elend gerieten, desto mehr wollten sie das verwirklichen, was Luther sie gelehrt hatte:
Sie wollten frei sein von Mönchen und Klöstern, wollten die Predigten in Deutsch hören und u.a. auch die Feudallasten abschaffen.
Im Sommer 1524 brach der Sturm im Schwarzwald los:

- Bauern verweigerten Abgaben, Menschen griffen zu Waffen, viele schlossen sich an
- Feudalherren waren zunächst machtlos, man konnte in den ersten Monaten keine Truppen gegen die   Bauern führen, da der Kaiser gegen Frankreich Krieg führte - deshalb war man freundlich zu den Bauern   und versprach, die Beschwerden der Bauern zu berücksichtigen; in Wirklichkeit wollte man nur Zeit   gewinnen, um genügend Truppen gegen die Bauern aufzubringen
- die Bauern bieben nicht untätig, sie eroberten und stürmten Klöster
- man fasste die etwa 300 Forderungen der Bauen zu 12 zusammen, das waren z.B.
  * Abschaffung der Leibeigenschaft
  * Abschaffung des Zehnten
  * Jagd, Fischfang und Holzung sollten frei sein
  * freie Pfarrerwahl durch die Gemeinde 
- diese 12 Artikel wurden immer wieder nachgeruckt, Buchhändler brachten sie von Ort zu Ort, Bauern   stimmten diesen Artikeln zu
- überall wurden Bauernhaufen gegründet, aber die Feudalherren blieben nicht untätig
- Fugger hatten genügend Geld für Söldner beschafft, es wurden Truppen aufgestellt und
  Kampfhandlungen eörffnet, die Bauern wurden überlistet (glaubten den Feudalherren auf´s Wort,
  wurden aber betrogen)
- damit war der Bauernkrig im wesentlichen in Süddeutschland beendet
Die Aufständischen unterlagen im Mai/Juni 1525, in den Alpengebieten erst im Sommer 1526. Es war nicht gelungen, die feudale Macht zu brechen.

Ursachen der Niederlage:

- Die Bauern kämpften uneinheitlich, weil die Haufen unterschiedliche Interessen hatten, sie waren
  insgesamt zu gutgläubig und vertrauensselig 
- es gab keine einheitliche militärische Führung
- die Bauernhaufen kämpften isoliert in den verschiedenen gegenden Deutschlands
- Fürsten bekamen von den Fuggern Geld zur Anwerbung von Söldnern
- Bauern verhandelten, anstatt ihr Recht zu erkämpfen, die Fürsten gewannen dadurch auch noch Zeit
- Bauern erhielten zu wenig Unterstützung von den Städten
- die Bürger waren für Luthers Reformen, aber eine Müntzerische Volksreformation fürchteten sie
- schließlich musste die deutsche frühbürgerliche Revolution scheitern, weil das Bürgertum als Klasse in   Deutschland damals noch zu schwach war, die Macht zu übernehmen > der Kapitalismus war noch
  zu wenig ntwickelt

Ergebnisse der frühbürgerlichen Revolution

- Erfolge waren im wesentlichen mit der Kirchenreform verbunden
-
in weiten Teilen wurde die Macht der römischen Kirche gebrochen - die Ausbeutung durch Rom wurde   beseitigt 
- die Reformation nutzte auch dem Bürgertum und dem Volk
- es entwickelten sich Auffassungen, die mehrauf das weltliche Leben und auf die bedürfnisse des   Bürgertums bezogen waren
- sie begünstigten die hinwendung zu fleißiger Arbeit und Sparsamkeit, man förderte Schulbildung, Ehe
  und Familie
- die Reformation strahlte auf viele europäische Länder
- das war nicht zuletzt ein verdienst Luthers und brachte ihm Weltgeltung

Folgen des Bauernkrieges

- etwa 70000  Bauern waren in den Kämpfen gefallen odet auf der Flucht umgekommen
- die überlebenden Bauern mussten an den Herrn eine Entschädigung zahlen > Anführer der Bauern
  wurden hingerichtet
- noch Jahre nach dem Krieg trieb man die Strafgelder ein
- aus Sorge vor neuen Aufständen ließen die Herren die schlimmsten missstände abstellen
- auf dem Reichstag in Speyer 1526 wurden die herren ermahnt, die Bauern so zu behandeln, wie es
  mit "Gewissen, göttlichem Recht und Billigkeit" zu vereinbaren sei.


                                                                                                        Autor: Sabrina Lewinski

 

 

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