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Geschichte
Der Beginn
der Reformation in Deutschland
Um 1500 entstand in Deutschland eine revolutionäre
Bewegung, die sich gegen den Feudalismus richtete. Zugleich wurden die Missstände
in der katholischen Kirche unerträglich - alles drängte auf eine Veränderung,
auf eine Revolution in der Gesellschaft.
- der Kampf des deutschen
Volkes gegen die Papstkirche trat nach 1515 in die entscheidende Phase,
alle Klassen und Schichten waren mit den Missständen unzufrieden,
sie forderten Reformen der Kirche
- die Bauern auf dem Lande und die
Stadtarmut kämpften gegen die katholische Kirche als Feudalmacht
- die
reichen Sädtebürger und Bergwerksbesitzer empörten sich darüber, dass die
Kirche für
Gottesdienste und kirchliche Feiertage zu viel
Geld verschwendete, zumal auch die Geistlichkeit keine Steuern
zu zahlen brauchte, sie wollten lieber das Geld für Handel und Gewerbe verwenden
-
auch weltliche Feudalherren waren unzufrieden und wollten Reformen der Kirche,
ihnen missfiel, dass
der Papst jährlich viel Geld
aus Deutschland holte
- die Kirche beutete die Bauern rücksichtslos
aus - das wollte der Adel lieber selbst tun
- um für die Errichtung der
Peterskirche in Rom noch mehr Geld zu bekommen, erlaubte der Papst den Ablasshandel;
Mönche zogen als Ablasshändler mit Kästen umher, in die man Geld werfen musste
-
dafür erhielt man einen Ablassbrief (das war ein einfacher
Zettel, auf dem stand, dass dem Käufer
Strafen für Sünden
erlassen werden)
Der Thesenanschlag
Martin Luthers
Da trat in Wittenberg Martin Luther, Mönch und Professor,
auf. Er wurde 1483 in Eisleben geboren.
(mehr zu Luther hier)
Während
seiner Tätigkeit in Wittenberg verstand er immer besser, dass man gegen
die Missstände in der Kirche auftreten muss, man muss handeln.
- mit
dem Anschlag der 95 Thesen an der Tür der Schlosskirche zu Wiittenberg am
31.10.1517 gegen
den Missbrauch des Ablasshandels begann
die Reformation in Deutschland
- die Thesen erregten das ganze Land,
man machte Luther zum Anführer dieser breiten Bewegung,
die
sich gegen das damalige Bild der Kirche richtete
- Luther wollte nie
eine Revolution, sondern eine Reformation
sein Verhalten
wurde dem Papst berichtet, man hoffte, dass er mundtot gemacht werden würde
-
der Papst sandte Beauftragte, um ihn zum Widerruf seiner Thesen zu bewegen
- Luther lehnte das ab,
er rief die Herrschenden auf, Missstände
in der Kirche zu beseitigen und kein Geld mehr nach Rom zu schicken.
- der Papst drohte Luther mit dem Bann - Luther verbrannte die Banndrohungsbulle
unter dem Jubel der Studenten öffentlich
- Papst sprach den
Bann aus und der Kaiser sollte die Reichsacht über ihn verhängen
Reichstag zu Worms
1521
erschien der Kaiser Karl V. auf dem Reichstag zu Worms
- Luther reiste
trotz Abratens durch die Freunde nach Worms, unterwegs wurde er überall
begeistert empfangen
- am 17. April 1521 erschien Luther
auf dem Reichstag, er wurde gefragt, ob e r der Verfasser dieser Schriften
sei und ob er diese widerrufe - aber Luther lehnte einen Widerruf ab;
daraufhin ließ der Kaiser
ein Edikt ausarbeiten
- über
Luther und seine Anhänger wurde die Reichs-Acht verhängt > damit
waren sie vogelfrei (das bedeutete, dass sie jedermann töten
durfte, ohne dafür bestraft zu werden)
Kaiser und Papst
hatten sich also wegen Luther verständigt
- als dem Sächsischen Kurfürsten
Friedrich d. Weisen klar wurde, dass eine Verurteilung Luthers nicht
mehr zu verhindern war, ließ er ihn entführen und auf der
Wartburg (bei Eisenach / Thüringen) in
Sicherheit bringen
-
Hier auf der Wartburg lebte Luther 300 Tage unter dem Namen Junker Jörg;
hier übersetzte er die Bibel (das Neue Testament), sodass sie
nun die Deutschen auch lesen konnten (mehr zu Luther hier)
-
während Luther auf der Wartburg weilte, schritten die Reformation in Deutschland
voran
die städtischen Oberschichten waren im Allgenmeinen
mit leichten Veränderungen zufrieden
Mittel-und Unterschichten
des Städtebürgertums suchten den Kampf gegen die kirchlichen Missstände
und verbanden sich gegen die Feudalherren
Mönche
und Nonnen entliefen den Klöstern, Priester heirateten
Adlige
und Städte eigneten sich kirchlichen Boden an
-1521 stürmten die Wittenberger
Bürger die Kirchen und zerschlugen Heiligenbilder, Geld der Kirche
wurde an Arme verteilt
- Luther erschrak darüber, denn d
a s
hatte er nicht gewollt - er eilte nach Wittenberg und predigte gegen
die Bilderstürmer
so begann sich Luther allmählich
gegen den Kampf der Volksmassen zu wenden - er glaubte an das
Recht
der Fürsten, trotzdem entwickelte sich die Reformation zur Volksreformation
-
der revolutionäre Prediger Thomas Müntzer zeigte dem Volk, wie es weiterkämpfen
sollte
Müntzer wurde zwischen 1485 und 1490 in Stollberg
geboren (mehr zu ihm hier)
Müntzer war zuerst von Luther begeistert, lernte ihn auch persönlich
kennen, er kannte aber das Leben
der Armen aus eigener
Erfahrung und sein Nachdenken über die Missstände begründeten seine Abwendung
von Martin Luther
- Müntzer erarbeitete die Ziele des Kampfes gegen die
Papst-Kirche und den Feudalismus und predigte darüber - so ging
er Luthers Denken weit voraus
- Luther wandte sich gegen Müntzer und
warnte ihn in einer Flugschrift
- Ende 1524 / Anfang 1525 predigte Müntzer
in mehreren Orten Süddeutschlands für Gerechtigkeit in
Stadt
und Land
Hier erlebte Müntzer auch den Ausbruch des Deutschen
Bauernkrieges (1524 - 1526)
Autor:
Sabrina Lewinski
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