Ihr seid hier: 
 Home»Geografie-Auswahl»
 Tiere in der Wüste

 Weitere Funktionen:
  Hilfe eMail
 
Störung melden

 © 2003-2012 - hast-du-ahnung.de

 
 Rubriken

 Görlitz
 
Unsere Schule
 
Persönlichkeiten
 
Knigge - gutes Benehmen
 
Bewerbungen
 
Ziele für Klassenfahrten
 
Erde und ihre Länder
 
Deutschland
 
BRD - Landeshauptstädte
 
Freizeitanregungen
 
Spaßiges
 
Spiele für Kleine u.Große 
 Wissenswertes-Links
 Prüfungsfragen
 Astronomie
 
Biologie
 
Chemie
 
Deutsch
 
Englisch
 
Ethik
 Gemeinschaftskunde
 
Geographie
 
Geschichte
 
Kunsterziehung
 
Mathe
 
Musik
 
Physik I Physik v. W. Prinz
 
Religion
 Landwirtschaft u.ä.
 Bücher - Empfehlungen

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  
 


img5.png

                  

Geografie
Tiere in der Wüste

 

Anpassungen der Tiere an extreme Hitze

Zwei verschiedene Überlebensstrategien

Tiere, die unter den Extrembedingungen einer Wüste leben, sind einem ständigen Kampf ums Überleben ausgesetzt, den nur die widerstandsfähigsten Arten gewinnen. Wüstentiere haben nur zwei Möglichkeiten, Hitze und Dürre zu überstehen: Einige vermeiden die heißesten und trockensten Zeitspannen, indem sie nur für kurze Zeit nach dem Regen zur Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung aktiv werden. So können Kiemenfußkrebse bis zu 25 Jahre lang als hitzeresistente Eier ruhen, um dann, wenn es regnet, plötzlich in Erscheinung zu treten. Anderen Arten gelingt es, das ganze Jahr über aktiv zu bleiben, indem sie ihren Lebensstil den trockenen Bedingungen anpassen.
Zwei der erfolgreichsten Vertreter dieser aktiven Wüstenbewohner sind
Reptilien und Nagetiere. Beide nutzen die Mikroklimate im Schatten von Felsbrocken und in Erdlöchern aus. Schon wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche sind die Temperaturen niedriger, und die Verdunstung ist geringer.


Ein Fisch in der Wüste
Den Teufels - Kärpfling gibt es ausschließlich im "Devil's Hole", einem kleinen natürlichen Teich in der Wüste Nevadas, der nur 15 m lang und 5 m breit ist. Das seltene Vorkommen des Kärpflings ist dadurch bedingt, dass er eine konstante Temperatur von 34° C benötigt. Diese Fische sind die letzten Vertreter eines größeren Bestandes, der hier ehemals beheimatet war. Selbst dieser Restbestand ist eine Seltenheit, da viele Tiere in der Wüste sterben müssen, wenn die Tümpel austrocknen. Sie hinterlassen nichts als ihre Eier, die später bei wieder günstigen Bedingungen Leben hervorbringen.
 

Reptilien und Amphibien in der Wüste
Die meisten Reptilien können ihren gesamten Wasserbedarf aus der Nahrung decken, Geckos und Eidechsen ernähren sich von den vielen Insekten, Skorpionen und Spinnen, die durch den Wüstenwind von Steinen und Felsbänken gefegt werden. Andere Reptilien hingegen leben von Blättern, Blumen und Früchten, müssen diese Nahrung allerdings, wie die Dornschwanz-Agame der afrikanischen Wüste, durch Grashüpfer und Käfer ergänzen, wenn keine frischen Pflanzen zur Verfügung stehen.
Die zu den Amphibien gehörende nordamerikanische Schaufelfuß-Kröte hat ihre Verhaltensweisen und Gewohnheiten perfekt auf die Wüste abgestimmt. Sie hat schlägerförmige Hinterfüße, mit denen sie ein Erdloch gräbt, das sie erst in der Dämmerung zur Jagd von Spinnen und Insekten verlässt. In den Sommermonaten bleibt sie ohne jegliche Nahrung in ihrem Erdloch und kann dann bis zu 60 % ihres Körpergewichts verlieren. Während der kurzen Regenzeit pflanzt sie sich fort, solange es Pfützen gibt, in die sie ihre Eier legen kann. Als Anpassung an Wüstenbedingungen haben diese Kröten einen bemerkenswert kurzen Fortpflanzungszyklus entwickelt. Die Paarung beginnt mit dem Einsetzen des Regens, in nicht mehr als zwei oder drei Tagen schlüpfen die Kaulquappen aus den befruchteten Eiern und erreichen ihr Reifestadium in weniger als sechs Wochen.
Krötenfrösche leben in den nordamerikanischen Sandwüsten und zeigen mehrere Anpassungen an den trockenen Lebensraum. Auf der Suche nach kühleren und feuchteren Bedingungen können sie bis zu Im tiefe Erdhöhlen mit ihren Hinterfüßen ausgraben. Ihre Nieren produzieren außerdem eine sehr konzentrierte Harnstofflösung, die in einer vergrößerten Blase gelagert wird. Indem sie den Harnstoff m ihre Gewebe abgeben, erhöhen sie die Konzentration ihrer Körperflüssigkeiten. Da Wasser immer zum Ort der höheren Konzentration strömt, nimmt das Tier durch die durchlässige Haut Wasser von außen auf.


Nagetiere, die niemals trinken
Temperaturen können auf 40° C ansteigen. Vor dieser sengenden Hitze verkriechen sich die Nagetiere tagsüber in ihren Löchern unter dem Sand, wo die Temperatur mehr oder weniger konstant 30° C beträgt. Am aktivsten werden die Tiere kurz vor Sonnenuntergang, wenn sie zur Nahrungssuche ans Tageslicht kommen. Um bei permanenter Dürre überleben zu können, haben diese kleinsten Kreaturen meisterhafte Methoden der Wasserspeicherung entwickelt. Sie schwitzen nie. Ihre Nieren, deren Filterkapazität fünfmal größer ist als beim Menschen, erzeugen sehr konzentrierten Urin. Auf diese Weise verlieren sie nur sehr wenig Wasser. Obwohl Kängururatten fast trockenen Samen fressen, genügt der Wassergehalt aber, um die zum Oberleben nötige Flüssigkeit zu spenden.


Wüstenfüchse
Großohrfuchs (Fennek)
Der Großohrfuchs der Wüste Sahara ist das kleinste Mitglied der Familie der Füchse. Obwohl er von der Nasen- bis zur Schwanzspitze nur 60 cm misst, sind seine Ohren 15 cm lang. Diese riesigen Ohren mit ihrer großen Oberfläche und einem Netz von Adern nahe der Hautoberfläche strahlen Hitze ab und ermöglichen es dem Fuchs, sich kühl zu halten. Darüber hinaus verleihen sie ihm ein empfindliches Hörvermögen, sodass er auch die leisesten Töne, die seine Beute abgibt, wahrnehmen kann. Der Großohrfuchs lebt von Insekten, kleinen Nagetieren und Früchten.
Er kann seine Körpertemperatur niedriger halten, indem er nachts auf die Jagd geht und den Tag unter der Erdoberfläche in seiner Erdhöhle verbringt


Dromedare
Ein beladenes Dromedar kann acht Tage lang durch die sengende Sonne der Wüste laufen, ohne zu fressen oder zu trinken. Unter widrigen Umständen verlässt sich das Tier auf seine Fettreserven im Höcker. Es kann ein Viertel seines Körpergewichts ohne schädliche Auswirkungen verlieren. Wenn dem Dromedar allerdings Wasser zur Verfügung steht, kann es sein volles Gewicht in nur zwei oder drei Tagen wiedererlangen. Es ist in der Lage, 100 Liter Wasser auf einmal trinken. Zu den Anpassungsformen der Dromedare an das Leben in der Wüste gehört ihr weiches Fell, das das Tier tagsüber kühl und nachts warm hält. Lange Wimpern schirmen die Augen bei Sandstürmen ab und die Nüstern können willkürlich geöffnet oder geschlossen werden. Harte Kniepolster schützen das Tier, wenn es auf dem heißen Sand niederkniet, und seine Zehen sind durch gepolsterte Zwischenteile verbunden, eine Art Schneeschuh, der das Einsinken in den Sand verhindert.

                                                                                                                                           Dieter Winkler       

 

 

 

hdanavneu.gif