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Geografie
Die Wüsten
der Erde
Ein Fünftel der Erdoberfläche wird durch Wüsten eingenommen. Zu den größten Wüsten der Erde gehören z.B. ( Fläche in 1000 qkm):
Als Wüste
bezeichnet man ein Gebiet auf der Erde, in dem Pflanzenwachstum fast gar nicht
oder gar nicht möglich ist. Abgesehen von den Kältewüsten in den Subpolar- und
Polarzonen sowie in den Hochgebirgslagen, wo Pflanzenwachstum wegen der ständig
niedrigen Temperaturen nicht oder fast nicht möglich ist, sind dies die
Trockenräume der Erde.Wüsten gehören also
stets zu sehr trockenen Gebieten, wo nach
der Köppen-Klassifizierung der Niederschlag unter 25 mm pro Jahr liegt.
Es gibt
kalte und warme Wüsten. Eine Wüste wird immer kälter, je näher sie den Polen ist und
je höher sie sich befindet.
Das
Erscheinungsbild der Wüsten ist recht unterschiedlich. Nur etwa ein Fünftel
aller Wüsten sind Sandwüsten mit den für sie typischen, vom Wind aufgewehten
Dünenmeeren. Wesentlich weiter verbreitet sind dagegen die Kieswüsten mit ihren
fast staubfreien, von dunklem Wüstenlack überzogenen Geröllflächen und die
Felswüsten, bei denen eckige Gesteinstrümmer die Oberfläche bedecken. Andere
Formen sind die Lehmwüsten mit ihrer harten, rissigen Oberfläche und die
Staubwüsten, deren Böden aus salzreichem Gesteinsmehl, das von einer harten
Staubschicht bedeckt ist, bestehen, sowie die Salzwüsten, die ebenfalls eine
harte, rissige Oberfläche mit Salzausblühungen
aufweisen. Das Leben von Mensch, Tier
und Pflanze konzentriert sich in der Wüste auf die Oasen, die ihr Wasser aus
oberflächennahem Grundwasser beziehen, und auf die Ufer der Fremdlingsflüsse,
die in feuchteren Gebieten entspringen und die Wüsten durchfließen (z.B. der
Nil)
Entlang der beiden Wendekreise, in
der Zone der trockenen Passatwinde, befinden sich zwei breite Trockengürtel.
Hier erstreckt sich mit der Sahara die größte Wüste der Erde, und die.Namib
(südwestliches Afrika), aber auch die Atacama (Peru) sowie
die Wüsten Arabiens, Australiens und Nordmexikos entfallen auf diesen Bereich.
Diese Gebiete erhalten nur geringe Niederschläge, die auch oft jahrelang völlig
ausbleiben. Ganz vereinzelt können sie jedoch mit einer solchen Stärke
auftreten, dass sie die ausgetrockneten Wadis mit schmutzigen, brausenden Wassermengen
füllen, die große Schäden in den Oasensiedlungen anrichten und vereinzelt sogar
Menschenleben fordern können.
Die Temperaturen sind in diesen Breitenlagen noch
ganzjährig hoch. Bei entsprechend hoher Verdunstung ist die Luft außerordenlich trocken. Eine Bewölkung, die die
Sonneneinstrahlung mildern könnte, kann sich nicht bilden. Aus diesem Grund
liegen die Hitzepole der Erde mit den höchsten gemessenen Temperaturen ( in Libyen: 57,8°C) in den Wüsten
und nicht, wie man vielleicht erwartet, in den inneren Tropen. Charakteristisch
für das Wüstenklima sind auch die krassen Temperaturgegensätze zwischen Tag und
Nacht. Binnen kurzer Zeit sinkt die Temperatur nach Einbruch der Dunkelheit um
20°C, in Extremfällen um mehr als 30°C.
Demgegenüber sind die Kemwüsten mit unter 100 mm Jahresniederschlag praktisch vegetationslos. In den Rand- und
Halbwüsten mit gelegentlichen Regenfällen finden
sich Pflanzen, die den extremen Bedingungen angepasst
sind. Hierher sind die wasserspeichernden
Kakteen und Agaven, tiefwurzelnde Pflanzen wie die Dattelpalme, Dombüsche und
kurzlebige Krauter und Gräser zu Hause.
Außerhalb der randtropischen Wüsten
erstrecken sich ausgedehnte Trockenräumevor allem in Zentralasien. An erster
Stelle ist hier die rd. 2 Millionen qkm große Wüste Gobi zu nennen sowie die Wüste Takla Makan im Tarimbecken und die Wüsten Kysylkum und Karakum in Turkistan.
Gemeinsam ist ihnen eine große Entfernung zum Meer und die Lage im
Regenschatten hochaufragender Gebirgszüge.
Anders als in den randtropischen Wüsten sind die Jahreszeiten hier ausgeprägt.
Im Winter treten strenge Fröste auf, im Frühjahr oder Frühsommer kommt es
häufig zu geringen, wenngleich auch nicht ausreichenden Niederschlägen.
Seit geraumer Zeit beobachtet man
eine immer weitere Ausdehnung der Wüstengebiet
Die Tierwelt hat sich der
Trockenheit angepasst, indem sie auffällig oft nachtaktiv ist oder unterirdisch
lebt. Typische Vertreter sind Echsen, Springmäuse, Wüstenfüchse, Schlangen,
Käfer und Spinnen. Von besonderer Bedeutung für den Menschen sind die Kamele,
die in ihren Fetthöckern Wasser über lange
Zeit speichern können und den Menschen als Last- und Reittiere dienen.
siehe
auch: Tiere in der Wüste
Seit geraumer Zeit beobachtet man
eine immer weitere Ausdehnung der Wüstengebiete (Desertifikation)
um mehrere tausend Quadratkilometer im Jahr. Als Hauptursache gilt weniger eine
Änderung des Klimas, sondern der
unsachgemäße Eingriff des Menschen in den Naturhaushalt. Durch Überweidung der
an die Halbwüste angrenzenden Steppenregionen wird die Vegetation vernichtet
und die Bodenkrume von Wind und Regen abgetragen. siehe
auch Referat von Doreen Kothe
Auch unsachgemäße
Bewässerungsprojekte zur Gewinnung von neuem Ackerland rühren zur Versalzung
weiter Landstriche und zu einem Absinken des Grundwasserspiegels. Um für die
stark wachsende Bevölkerung neue Weide- und Ackerbaugebiete zu schaffen, werden
Baumbestände abgeholzt und Buschbrände gelegt. Dies alles verschlechtert die
Wasserspeicherfähigkeit der Böden und das Mikroklima,
so dass sich die für die menschliche Nutzung
unbrauchbaren Wüstengebiete rasch ausdehnen. In einigen Ländern wird versucht,
diesem Prozess durch Wiederaufforstungsmaßnahmen entgegenzuwirken.
Information: Dieter Winkler
1. Sahara 8.700
(Afrika)
2. Arabische 1.300 (Arabische
Halbinsel)
3. Gobi
1.040 (Asien)
4 Great Salt Lake
(Nordamerika, Utah>)
5. Patagonien 700 (Südamerika,
Argentinien)
6. Great Victoria 647 (Australien)
7. Kalahari 600 (Südafrika
, Botswana)
8. Thar 600 (Asien,Pakistan/Indien)
9. Takla Makan 500 (Asien, China,Mongolei)
10.Great Basin 492 (Nordamerika,Nevada/Utah)
11.Turkistanische 450 (Mittelasien,Turkist.)
(Karakum)
12. Great Sandy 400 (Australien,
Nordwest)
13. Sonoran 310 (Amerika)
14. Namib 310 (Südafrika)
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