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GeografieKurzvortrag
Deutschland
KV Deutschland
Gliederung:
-Allgemeines
-Relief
Gewässer
Deutschland
Deutschland liegt in der Mitte Europas. Seine Ausdehnung und seine staatsrechtliche Stellung waren im Laufe der Geschichte vielen Wandlungen unterworfen. Infolge des West-Ost-Konflikts war Deutschland von 1949 bis 1990 geteilt in die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik. Die Wiedervereinigung wurde am 3.10. 1990 vollzogen.
Landesnatur
Deutschland wird im Süden von den Alpen ,im Norden von der Nord- und Ostsee, im Osten von der Neiße und Oder begrenzt. Nach Westen gibt es keine natürliche Abgrenzung. Deutschland ist ein Übergangsgebiet zwischen dem vom Atlantik bestimmten Westeuropa und dem kontinentalen östlichen Europa
Oberflächengestalt
Aufgrund der Oberflächenformen gliedert sich Deutschland in das Alpenvorland mit dem Alpenrand, das Mittelgebirge und das Norddeutsche Tiefland.
Der deutsche Alpenanteil beschränkt sich auf die zu den Nördlichen Kalkalpen gehörenden Allgäuer, Bayrischen und Salzburger Alpen zwischen Bodensee und Salzach. Dem Alpenrand sind hügelige Moränengebiete mit Rinnenseen (aus eiszeitlichen Gletschern entstanden) und weite Schotterplatten vorgelagert, die zu einem Hügelland aus tertiären Ablagerungen überleiten. Die Nordgrenze des Alpenvorlandes bildet die Donau.
Im Mittelgebirge wechseln aufgeworfene Gebirgsschollen mit Faltungszonen, Grabenbrüchen und Senkungsfeldern mit Schichtstufen oder vulkanischen Formen. Es sind engräumige, verschiedenförmige Landschaften, die die Ausbildung zahlreicher Volksstämme und die Entstehung kleiner Staatswesen und Territorien lange Zeit begünstigten. Wie ein Gewölbe, dessen First zur Oberrheinischen Tiefebene eingebrochen ist, erscheinen die Vogesen und der Schwarzwald mit ihren nördlichen Fortsetzungen Pfälzer Wald und Odenwald. Die Senke des Kraichgaus-, und das untere Maintal leiten über zum Schwäbisch-Fränkischen Stufenland mit meist fruchtbaren, dicht besiedelten Becken und den rauen Höhen der Schwäbisch-Fränkischen Alb, im Osten vom Böhmerwald und Bayerischen Wald begrenzt. In einem Durchbruchstal zwängt sich der Rhein, die wichtigste Verkehrsader von Deutschland in Nord-Süd-Richtung, durch das Rheinische Schiefergebirge, dessen wenig fruchtbare Hochflächen nur dünn besiedelt sind; die geschützten Täler sind siedlungsreich, durch Weinbau und Fremdenverkehr bestimmt. Uralte Verkehrsstraßen durchziehen Hessen, umgehen die alten Vulkanmassive von Vogelsberg und Rhön und führen durch den Leinegraben bzw. durch das Weserbergland ins Tiefland. Als hoch gedrückte, zerbrochene Schollen erheben sich Harz,Thüringer Wald, Fichtelgebirge, Erzgebirge und Lausitzer Bergland. Zwischen Erzgebirge und Lausitz durchbricht die Elbe das Elbsandsteingebirge und tritt unterhalb von Dresden ins Tiefland ein.
Das Norddeutsche Tiefland zwischen den Küsten von Nord- und Ostsee und dem Mittelgebirgsrand ist in seinem Gesamtcharakter viel einheitlicher. Seine Oberfläche wurde von der Eiszeit geformt, deren Ablagerungen nur vereinzelt den Gesteinsuntergrund zu Tage treten lassen. Während die Ostseeküste meist sandig ist, wird die Nordseeküste von einem fruchtbaren bodenfeuchten Marschlandstreifen gesäumt. Das Tiefland ist jedoch nur gebietsweise wirklich eben: In weitem Bogen zieht der flache Südliche Landrücken von der Unterelbe über die Lüneburger Heide und den Fläming bis zur Niederlausitz; im Norden verläuft parallel dazu der Nördliche Landrücken mit dem Holsteinischen Hügelland und der Mecklenburgischen Seenplatte. Beiden Endmoränengürteln folgen im Norden ein flachwelliges, lehmiges Grundmoränengebiet, im Süden ein breiter Streifen von unfruchtbaren, z. T. verheideten Sandflächen und die ehemals vermoorten, auf weite Strecken von den heutigen Flüssen benutzten Urstromtäler, die im Tal von Elbe und Weser zusammenlaufen und die natürlichen Wege des heute ausgebauten Wasserstraßensystems darstellen. Weite Buchten greifen ins Mittelgebirge ein und sind mit ihren Lößböden seit jeher bevorzugte Siedlungs- und Wirtschaftsgebiete: die Kölner oder Niederrheinische Bucht zwischen Eifel und Bergischem Land, die Westfälische oder Münsterländer Bucht zwischen Sauerland und Teutoburger Wald, die Leipziger Tieflandsbucht zwischen Harz und Sächsischem Bergland.
Gewässer
Den Abdachungsverhältnissen entsprechend streben die meisten Flüsse (Rhein, Ems, Weser, Elbe, Oder) nach Nordwesten zur Nord- und Ostsee. Mit Ausnahme des Rheins, des größten und wichtigsten Stroms, der eine unmittelbare Verbindung zwischen Alpenraum und Nordsee schafft, entspringen sie im Mittelgebirge und sind natürliche Verbindungswege zum Tiefland, wo sie durch Kanäle miteinander verknüpft wurden. Nur die Donau mit ihren Zuflüssen gehört zum Einzugsgebiet des Schwarzen Meeres. Quelle oder Mündung der deutschen Flüsse liegen außer bei Ems und Weser auf nichtdeutschem Gebiet.
Die stehenden Gewässer sind aaußer den Eifelmaaren eiszeitlichen Ursprungs und daher an die Gebiete ehemaliger Eisbedeckung (Norddeutsches Tiefland, Alpenvorland) gebunden. In zunehmendem Maße entstanden Talsperren mit Staudämmen als Hochwasserschutz, zur Regulierung der Wasserstände und zur Wasserversorgung. Die dem Stauraum nach größten künstlichen Seen Deutschlands sind der Stausee der Bleilochtalsperre (obere Saale, 215 Mio. m3), der Rurstausee Schwammenauel in der Eifel (203 Mio. m3) und der Edersee (202 Mio. m3).
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