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Geografie
Steppen

 
Steppen
ist die
Bezeichnung für die offenen, baumarmen bis baumlosen Vegetationsformen (Grasländer) der außertropischen Gebiete. Mit dem Begriff "Steppe" verbindet man bei uns vielfach die Vorstellung einer öden, armen Vegetation ... Für die nördlichen Varianten der osteuropäischen Steppen ist das Gegenteil der Fall. Sie sind heute die fruchtbarsten Teile des Landes mit den besten Schwarzerdeböden; im natürlichen Zustand übertreffen sie unsere üppigsten Wiesen an Blütenpracht. Nur im Herbst machen sie einen trockenen Eindruck. 
Man unterscheidet u. a. Busch-, Dornstrauch-, Kraut- und Grassteppe. Zu den Steppen gehören die subtropischen gemäßigten Grassteppen (Prärie, Pampas), die gemäßigten
Waldsteppen und die polaren Kältesteppen (Tundra). Der Übergang zwischen Grassteppe und Wüste heißt Wüstensteppe.
Durch die Tätigkeit des wirtschaftenden Menschen (Rodung, Anbau von Monokulturen, falsche Bodenbearbeitungsweisen) kommt es zur Versteppung, deren Folgen (Grundwassersenkung, Klimaänderung) verursachte bzw. beschleunigte die Verwandlung des Walds in eine
Kultursteppe im Gegensatz zur Verbuschung.

Kultursteppe

ist
die vom Menschen durch Entwaldung geschaffene Agrarlandschaft mit einem verarmten Bestand an natürlich vorkommenden Pflanzen und Tieren.

Verbuschung
ist
das Überhandnehmen von Dornsträuchern in Savannen; die betroffenen Gebiete werden für eine Beweidung wertlos.

Steppenheide
Es sind
Wärme liebende Pflanzengesellschaften auf Kalkböden, besonders Gräser und Stauden; die während einer warmen nacheiszeitlichen Klimaperiode aus Süd- und Südosteuropa nach Mitteleuropa eingewandert sind. Im Subatlantikum wurde die Steppenheide wieder verdrängt und ist noch im warmen Mittelmeergebiet in Form der Gariden (in Frankreich Garrigues) vorhanden. In Süddeutschland kommt sie z. B. an warmen Hängen der Alb vor. Das heißt, die Pflanzen der Steppenheide fühlen sich am  wohlsten auf warmen Südhängen, vorausgesetzt der Boden ist kalkhaltig, sommertrocken und lehmig.

                                                                             
           
  Steppenheide          Gem. Wundklee        Gew. Kugelbl.       Weißer Mauerpfeffer      Federgras    
Anmerkung: Die kleinen, schwärzlichen Samen der Syrischen Steppenraute, einer 30-40 cm hohen großblütigen Staude, dienen zur Herstellung von Türkischrot
.

Der Heidegarten:
 

Der Heidegarten mit seinen rohhumusreichen, sauren, nährstoffreichen Böden und mit einer ausreichenden Bodenfeuchtigkeit sind der idiale Standort für die Heidepflanzen.

Tiere, die in den Steppen leben, sind z.B.

Der Steppenschliefer
Der Steppenschliefer gehört zu der
Gattung der Schliefer. Er bewohnt Erd- und Baumhöhlen oder Termitenhügel. Der Steppenschliefer ist relativ weit verbreitet, man findet ihn vom Nordwesten Afrikas bis Angola.

Der Steppenfuchs
Irgendwo ein Bild von einem Steppenfuchs zu finden, habe ich aufgegeben, d.h. eins habe ich gefunden, kann dies aber nicht auf unsere Seite setzen - also kann ich euch nur sagen: Er sieht aus wie unser Fuchs, hat aber ein helles Fell, etwas rötlich bis gelblich, ein Winterfell ist fast weiß.. Über den Steppenfuchs ist noch nicht viel bekannt, da Studien zu diesem Tier noch nicht im umfassenden Rahmen existieren. Sein Nahrungsangebot umfasst alles was er erlegen kann und das fängt beim jungen Wildschwein an und geht bis zu Früchten. Der Steppenfuchs ist sehr anpassungsfähig. Verbreitet ist der Steppenfuchs in Zentralasien wobei die Bejagung wegen seinem Fell ihn schon stark dezimiert hat. Da der Steppenfuchs den Menschen meidet und die Ausweitung des Menschen immer stärker voranschreitet ist der Lebensraum des Steppenfuchses stark geschrumpft.Der Steppenfuchs befindet sich diesbezüglich im Mittelfeld: Erwachsene Individuen weisen eine Kopfrumpflänge von 50 bis 60 Zentimetern, eine Schulterhöhe von 25 bis 30 Zentimetern und ein Gewicht von zumeist 3,5 bis 4,5 Kilogramm auf. Dem Rotfuchs sieht der Steppenfuchs nicht unähnlich: Er ist recht schlank gebaut, hat eine spitze Schnauze und einen buschigen Schwanz. Letzterer weist allerdings im Gegensatz zu dem des Rotfuchses nicht eine weisse, sondern eine schwarze Spitze auf, und er ist mit einer Länge von 30 Zentimetern verhältnismässig kürzer als bei jenem.

Der Steppenwolf,
auch
Koyote, Cojote,Präriewolf, ist mit 45-53 cm Schulterhöhe ein mittelgroßer Vertreter der Hunde Nord- und Mittelamerikas. Er ist der nächste Verwandte des Wolfes, dem er im  Äußeren sehr ähnelt. Lediglich die Ohren sind im Vergleich zum übrigen Körper größer, und die Gestalt wirkt schlanker. Er profitiert als Kulturnachfolger von der erbarmungslosen Jagd auf den Wolf, dessen Lebensräume er voll übernimmt.
Der Koyote ist in seinen Ansprüchen sehr anpassungsfähig und nimmt an Beute alles, was er bewältigen kann, allerdings überwiegend kranke und schwache Tiere, verschmäht aber auch Aas nicht. Er steht in seinem  Verhalten zwischen Wolf und Schakal. - Bastarde zwischen Koyote und Haushund sind die
Coydogs.

Die Steppenantilope Saiga
ist die
einzig rezente Art der Saiginae, einer Unterfamilie der Hornträger. Es sind etwa schafsgroße Bewohner der Steppen Südosteuropas und Westasiens mit kurzem Gehörn und breiter, rüsselförmiger Nase.

Das Steppenmurmeltier
Das Steppenmurmeltier erobert die Ackerbrachenflächen wieder zurück. Auch andere Steppennager und bodenbrütende Vögel beginnen schnell die Brachflächen wieder zu besiedeln.

Der Steppenadler 
Weitere Tiere in den Steppen sind z.B. die Steppenantilope
Saiga (einzig rezente  - in der heutigen Zeit lebend, auftretend, sich bildend; im Gegensatz zu ausgestorben - Art der Saiginae, Unterfamilie der Hornträger; etwa schafsgroße Bewohner der Steppen Südosteuropas und Westasiens mit kurzem Gehörn und breiter, rüsselförmiger Nase) und ein Innerasien bewohnender, wanderlustiger Taubenvogel
(1863, 1888 und 1908 Invasionen bis Westeuropa).

Die Steppen der winterkalten, trockenen Mittelbreiten

Als Steppe bezeichnet man die weithin baumfreie bzw. baumarme Vegetationsformation der trockenen Mittelbreiten. Steppen gibt es auch in den Übergangsbereichen zu anderen geographischen Zonen, z. B. zu den winterfeuchten Subtropen und zu den Halbwüsten
In der Steppe bilden Gräser (vor allem Schwingel-, Feder- und Bartgrasarten) und Kräuter die Pflanzendecke. Die Pflanzendecke weist einen ausgesprochen jahreszeitlichen Aspektwechsel auf. Die üppige grüne Vegetation des Frühjahrs weicht den grau-trockenen Sommer- und Herbstmonaten. Als Vegetationszeit gelten die Frühjahrs- und Frühsommermonate, während im Spätsommer bis in den Herbst hinein Trockenruhe herrscht. Diese wird dann während der Frostmonate durch die Winterruhe abgelöst.

Als Norm-Bodentyp der Steppen gilt die Schwarzerde (russ. Tschernosem). Ihre Entstehung steht in engem Zusammenhang mit den besonderen Klimabedingungen, der leicht zersetzbaren Gras- und Krautstreu und dem reichen Bodenleben (Bodenwühler, Regenwürmer usw.). Die Schwarzerde zeichnet sich durch einen 70 bis 90 cm mächtigen Ah-Horizont aus (Bild 4). Dieser Bodenhorizont besitzt einen hohen Humusgehalt und wird von den Wühlgängen von Wirbeltieren und von Regenwurmröhren durchzogen

Die Entwicklung der Vegetation, u. a. Wuchshöhe, -dichte und Artenvielfalt, wird durch die Niederschlagsmengen bestimmt bzw. durch Wassermangel beeinträchtigt. Unterschiedliche Niederschlagsmengen führen deshalb auch zur Ausbildung unterschiedlicher Steppentypen. Während in den Waldsteppen noch reichlich Niederschläge fallen, nehmen sie zu den Langgras-, Mischgras-, Kurzgras- und Wüstensteppen hin stetig ab.

Heute sind die Steppen, beispielsweise die Prärien Nordamerikas oder die Steppen Russlands und der Ukraine, die Kornkammern der Erde. Sie werden aber auch, wie beispielsweise die Pampa Argentiniens, für die Großviehzucht genutzt. Deshalb dienen in vielen Steppenregionen Schutzgebiete dem Erhalt der Natürlichkeit der Steppen.

Die Steppentypen der mittleren Breiten

Die Waldsteppe

stellt vor allem in Eurasien ein bis zu 150 km breites Übergangsgebiet von der kaltgemäßigten borealen Nadelwaldzone, der Taiga, zur Zone der trockenen Mittelbreiten dar. Die Bäume, Stieleiche, Hängebirke, Zitterpappel und in Sibirien auch die Sibirische Lärche, stehen entweder relativ weit auseinander und besitzen einen kraut- und grasreichen Unterwuchs, oder sie bilden häufig auch Baumgruppen oder größere Waldinseln.
Die eigentlichen Steppenbereiche besitzen einen wiesenartigen Charakter. Regional können unterschiedliche Hauptgrasarten hervortreten, wie Federgräser, Trespen- und Rispengräser oder Quecken. Außerdem gibt es in der Waldsteppe viele Zwiebelpflanzen und Kräuter, u. a. die Steppenerdbeeren. Als Norm-Bodentyp der Waldsteppe gilt eine degradierte Schwarzerde, der so genannte „Phaeozem“.
In der Langgrassteppe, die auch als Feuchtsteppe, Krautsteppe oder Wiesensteppe bezeichnet wird, kommen noch Waldinseln auf Sonderstandorten vor. Solche Sonderstandorte können Einzelberge und Hügelgebiete mit Fels- und Schuttbildungen oder Senken mit Feuchtezufluss sein.
Neben Gräsern, die mit über 90 % in der Pflanzenmasse dominieren, gibt es viele Kräuter, u. a. Korbblütler und Hülsenfrüchtler. Infolge der noch günstigen Feuchteversorgung sind die Gräser durchweg etwa 50 bis 80 cm hoch. Infolge dieses hohen und meist dichten Graswuchses kommt es innerhalb der Gras- und Krautschicht zu einer deutlichen Abschwächung des Lichteinfalls und demzufolge zu einer Verminderung der Fotosynthese unmittelbar über dem Boden.
Schneeschmelze und Frühjahrsniederschläge führen im Frühjahr zu einer guten Bodendurchfeuchtung. Dadurch erhält die Vegetation einen deutlichen Entwicklungsimpuls. Nur wenige Wochen später trocknet der Boden allerding aus, und die Feuchtebilanz gestaltet sich nun über mehrere Monate negativ. Erst die Herbstniederschläge führen wieder zu einer nennenswerten Bodendurchfeuchtung. Bald gefriert jedoch der Boden im bitterkalten Winter bis in größere Tiefe. Norm-Bodentyp ist wiederum die Schwarzerde, der "Tschernosem“.

Die Mischgrassteppe,
die sich anschließt, geht nach Süden bald in die Kurzgrassteppe über. In der Kurzgrassteppe, die auch als Trockensteppe oder Krautarme Steppe bezeichnet wird, gibt es keinen Wald mehr. Ausnahmen bilden die Ufer- und Auenwälder entlang der Flüsse, die als „Fremdlingsflüsse“ diese Regionen durchziehen.

Die Kurzgrassteppen
Eurasiens unterscheiden sich von den Prärien Nordamerikas deutlich in den Pflanzenbeständen. Der Bedeckungsgrad des Bodens liegt zumeist unter 50 %. Nur in den Senken werden 85 % erreicht. So wachsen in Südrussland neben vorherrschenden Federgräsern, Schwingel- und Trespengras verschiedene Wermut- und Wolfsmilcharten sowie Grasnelken und salzverträgliche Pflanzen. Aus Nordamerika kennt man das Büffelgras.
Die Vegetationsperiode ist in der Kurzgrassteppe nur auf das Frühjahr beschränkt. Sieben bis zehn Monate sind dagegen arid oder halbarid, also mehr oder weniger trocken. Der Norm-Bodentyp ist ein kalkhaltiger kastanienfarbener Boden, der nach seiner Farbe als „Kastanosem“ bezeichnet wird. In der Zone der Kurzgrassteppen ist auch die Grenze des effektiven Regenfeldbaus erreicht.

In der Wüstensteppe
ist der Pflanzenbestand noch lückenhafter. Dabei dominieren Zwerg- und Halbsträucher, und die Gräser treten zurück. Die Pflanzen haben sich mit ihren Wuchsformen und Überdauerungsstrategien an den Dürre- und Salzstress, an starke Beweidung und gegebenenfalls auch an Feuer angepasst. Sie können durch verholzte Wurzeln, über Zwiebeln oder als Samen längere Dürreperioden überdauern. Außerdem haben sie ein verzweigtes Wurzelsystem zur Wassersuche und -aufnahme ausgebildet. Schließlich können sie die Größe ihrer Blätter vermindern, die Blätter einrollen sowie ihre Spaltöffnungen regulieren oder sie in Trockenzeiten ganz abwerfen.
Norm-Bodentypen sind Kalk-, Gips- und verdunstungsbedingte Salzböden. Der Ackerbau ist ohne Melioration und Bewässerung in der Wüstensteppe nicht mehr möglich.

Einige ergänzende Angaben zu einzelnen Steppen
Zonobiom VII umfaßt den kontinentalen Teil Eurasiens von den Steppengebieten nördlich des Schwarzen Meeres über die Trockengebiete Mittelasiens bis zu den zentralasiatischen Wüsten und den Hochländern Tibets und des Pamir. In Nordamerika gehört dazu der Mittlere Westen sowie die Trockengebiete des Great Bassin. Den südrussischen Steppen entsprechen mehr oder weniger die amerikanischen Prärien (Hochgrasprärien) und Great Plains (Kurzgrasprärien). Auf der Südhalbkugel gehören hierher die südamerikanische Pampa, Patagonien sowie die südöstliche Küstenzone der Südinsel Neuseelands.

Warum ist die nordamerikanische Prärie baumlos?
Die Frage, weshalb die Prärie trotz geeigneter Böden baumlos ist, wurde experimentell durch Auspflanzen von Baumsämlingen mit und ohne Wettbewerb der Graswurzeln beantwortet. Das Ergebnis war, dass Baumwuchs durchaus möglich ist, wenn die Konkurrenz der Gräser ausgeschaltet wird. Nachdem die Präriebrände aufgehört haben, rückt bei der Ausschaltung jeglicher Eingriffe der Wald mit einer Gebüschzone als Vorhut langsam, etwa 1 m  in 3 - 5 Jahren, gegen die Prärie vor. Aber eine genaue Statistik ergab für das Jahr 1965, dass im Mittel pro Jahr ein Blitzschlagfeuer auf je 5000 ha Präriefläche kommt; das Feuer ist im Präriegebiet somit ein natürlicher Umweltfaktor zugunsten der Gräser. Früher wurde die Prärievegetation durch die weidenden großen Bisonherden begünstigt. Dazu kommt noch als Naturexperiment die katastrophale Dürre 1934 - 41, deren Auswirkung auf die Prärievegetation noch 1953 zu erkennen war. Solche periodisch alle Jahrhunderte wiederkehrende Dürreperioden sind sicher für die Baumlosigkeit der Prärie mit verantwortlich.

Wälder der kaltariden Hochgebirge
Hochgebirge im Zonobiom VII sind u.a. Karakorum, Transhimalaya, Kwenlun, Nanschan, Pamir, Tienschan, Hindukusch, Himalaya, Altai. All diesen Hochgebirgsregionen eigentümlich ist eine
untere Waldgrenze, d.h. der Wald beginnt erst ab einer bestimmten Höhe. Außerdem sind diese Wälder oft extrem von der Lage zu Sonne, Wind usw. abhängig ausgebildet.
Geschlossene Bergwälder treten in den Hochgebirgen des kalt-ariden Großlebensraumes entweder gar nicht, inselartig oder als breites dunkles Band an den Bergflanken auf. Nordhemisphärisch sind es durchwegs Nadelwälder, wobei Wacholder- und Kiefernarten die trockenen Außenposten, Fichten und Tannen die geschlossenen Hangwälder dominieren. Dieses Schema gilt nicht überall. In Patagonien werden Wälder von der reliktischen
Austrocedrus chilensis aufgebaut, in höheren Lagen von Südbuchen. Im Gobi- und Mongolischen Altai treten Lärchen als Waldbildner in Erscheinung. Reliktisch sind auch die berühmten Wildapfelwälder der mittelasiatischen Hochgebirge im Übergangsbereich zwischen Steppe und Bergwald. Sie sind Reste der ehemaligen tertiären Mischwälder. Wilde Apfelbäume (3 Arten), Wildbirnen (2), Aprikosen (8), Sauerkirschen (4), Wildkirschen (2), Walnuß (2) und viele andere Laubgehölze bilden inselartige, selten großflächige Wälder und Gebüsche. Zahlreiche Lianen, unter ihnen Weinreben (2 Arten), charakterisieren die Wälder ebenso, besonders im Bereich von Auen. Mittelasien war die bedeutendste Ressource für die Herausbildung von Obstsorten im euroasiatischen Kulturraum. (Die ehemalige Hauptstadt von Kasachstan heißt Alma-Ata = "Apfel-Vater", weil über ihr die Apfelwälder so stark ausgebildet ist.)

Zono-Ökoton VI / VII: Waldsteppe
Klimatisch unterscheiden sich in Osteuropa folgende Zonen deutlich:
       Waldzone: keine Dürrezeit
       Waldsteppenzone: keine Dürrezeit, aber deutliche Trockenzeit
       Steppenzone: Dürrezeit

Das Übergangsgebiet zwischen den Laubwäldern von Zonobiom VI und den Grassteppen von Zonobiom VII ist in Osteuropa die Waldsteppe. Sie ist keine homogene Vegetationsformation wie die klimatische, tropische Savanne, sondern ein Makromosaik von Laubwaldbeständen und Wiesensteppen. Zuerst überwiegen die ersteren und die Steppen treten inselförmig auf. Je arider jedoch das Klima wird, desto mehr kehrt sich das Verhältnis um, bis schließlich nur kleine Waldinseln in einem Steppenmeer übrig bleiben. In diesem Grenzgebiet mit einem Klima, das weder den Wald noch die Grassteppe einseitig begünstigt, gibt den Ausschlag das Relief und die Bodenart. Die Wälder findet man auf gut dränierten Standorten, auf den leichten Erhebungen, an den Hängen der Flußtäler, auf durchlässigen Böden, während die Wiesensteppen die schlecht dränierten ebenen Lagen auf relativ schweren Böden einnehmen. Es spielt auch hier der Wettbewerb zwischen der Grasnarbe und den Baumsämlingen eine Rolle. Werden die Baumpflanzen bei Aufforstungsversuchen die ersten Jahre vor dem Wettbewerb der Gräser geschützt, so können sie in der Steppe wachsen, aber sich nicht auf natürliche Weise verjüngen. Die Steppen wurden früher durch nach Blitzschlag entstehende Grasbrände und die Beweidung durch Großwild begünstigt. Heute ist die Steppe fast völlig in Ackerland umgewandelt worden. 

Abhängigkeit der Waldvegetation von Boden und Relief in der Waldsteppenzone
Der Wasserverbrauch der Waldbestände nimmt mit dem Alter des Bestandes zu. Aufforstungsversuche haben dementsprechend ergeben, dass junge, künstlich angelegte Forstkulturen relativ gut wachsen, aber bei älteren werden die Bäume wipfeldürr, schlagen dann wieder von unten aus, entwickeln sich also als Folge des Wassermangels nicht normal. Gute Bestände erhält man dagegen, wenn den Bäumen zusätzlich Grundwasser zur Verfügung steht. Savannenartige Gemeinschaften fehlen den Waldsteppen, weil die Laubholzarten sich einzeln nicht gegen den Wettbewerb der Gräser durchsetzen können

 

 

 

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