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Geografie
Regionen
Polargebiete -
die kalten Enden der Erde
Einleitung
Die Arktis nimmt den Norden von Nordamerika, Asien und Europa ein, während die Antarktis von Meer umtost ist. Im hohen Norden der drei Kontinente, nördlich vom Polarkreis, leben über 2 Millionen Menschen. Der eisige Südkontinent dagegen bringt es im Südsommer auf maximal einige tausend Besucher - Wissenschaftler und das Personal der Forschungsstationen.Könnt ihr euch das vorstellen? Sechs lange Monate dauert die Polarnacht - ein bitterkaltes, dunkles Halbjahr ohne wärmende Sonne! Dafür scheint die Sonne im Hochsommer bis zu 24 Stunden am Tag, aber sie steigt höchstens etwa 23° über den Horizont. Dann verteilen sich die Sonnenstrahlen auf eine große Fläche, und das Eis und der Schnee reflektieren bis über 85% der so dringend benötigten Energie in den Weltraum. Aber warme Luftmassen und Warmwasserströmungen bringen doch eine ausgleichende Wärme in die Polgebiete, sonst wäre noch kälter am südlichen und nördlichen Ende der Erde. Außerdem exportieren im Austausch kalte Meeresströmungen und Kaltlufteinbrüche polare Kälte in die benachbarten, wärmeren Gebiete.
Die Ursache für den halbjährlichen Wechsel von Polartag und Polarnacht liegt darin, dass die Rotationsachse der Erde zur Bahnebene der Sonnenumkreisung um 23° 26' 57" gekippt ist. Dadurch ist im Nordsommer der Nordpol der Sonne dauernd zugewandt, wird also sechs Monate lang Tag und Nacht bestrahlt. Im Nordwinter dagegen ist das Nordpolargebiet der Sonne abgewandt. Während dieser Zeit liegt der Nordpol im Schatten der Erde. Es herrscht dann die Polarnacht, in der die Sonnenstrahlen den Nordpol nicht direkt erreichen. Am Südpol sind diese Strahlungsverhältnisse genau umgekehrt. Während unseres Nordsommers herrscht dort der lange Polarwinter, und wenn es bei uns Sommer ist, bleibt es am Südpol dunkel.
Vergleich von Arktis und Antarktis
Nord- und Südpol sind voller Gegensätze.In Sibirien ist
es kälter als am Nordpol
Und wer kann sich das vorstellen?? In Sibirien
ist es kälter ist als am Nordpol. Aber es ist so.
Die arktischen
Landmassen, die das Nordpolarmeer umrahmen, haben ein extremeres Klima als der
Nordpol. Im Winter fallen die Temperaturen dort teilweise bis auf ca.
-77°C ,
im Sommer kann es dagegen über 30 °C heiß werden.
Dort, wo die Sonne einen Tag im Jahr nicht
auf und nicht unter geht, verlaufen auf ca. 65° 30" nördlicher und
südlicher Breite die Polarkreise. Sie begrenzen die Polargebiete nur
mathematisch, erfassen aber die Gebiete mit polarem Klima nicht richtig, denn
das Klima ist bekanntermaßen von der jeweiligen Höhenlage einer Region, der Meer/Land-Verteilung, der
Existenz warmer oder kalter Meeresströmungen ab. Daher eignet sich für die Abgrenzung der Arktis
am besten durch die polare Baumgrenze. Danach hat das Nordpolargebiet eine Fläche von
26 Millionen qkm (18 Millionen qkm Meer und 8 Millionen
qkm Land).
Auch die Abgrenzung
der Antarktis ist nicht einfach. Der eisbedeckte Kontinent wird von
kalten Ozeanen umgeben. Wie und wo kann man hier die Grenze
ziehen? Einigt man sich auf das Meeresgebiet zwischen 55° und 62° südlicher
Breite), so ergibt sich ein riesiges Gebiet mit polarem
Charakter (52 Millionen qkm), viel größer als der eigentliche
Kontinent, der nur 14 Millionen qkm einnimmt.
Im Winter gefrieren in den Polargebieten
ungeheuer große Meeresflächen. In der Arktis erweitert sich die Packeiszone von
5 bis 9 Millionen qkm im Sommer auf etwa 12 Millionen qkm
am Ende des Winters. In der Antarktis sind im Spätsommer noch 3 bis 4 Millionen
qkm vom Packeis bedeckt, im Winter sind es dagegen 20 Millionen qkm.
Die Inlandeismassen dagegen sind sehr beständig. Bereits seit etwa 2 bis 5 Millionen
Jahren ist die Antarktis unter einem Eispanzer begraben.
Ein Viertel des Festlandes ist gefroren
Vom Festland der
Erde sind 21 Millionen qkm, das sind 14%, oberflächlich dauernd gefroren und
11% des Festlandes sind eisbedeckt. In der Tundra
kann der Dauerfrostboden bis über 1000 m Tiefe reichen.
Temperaturmittel und Niederschlagssummen ausgewählter Stationen in Arktis und Antarktis. Zum Vergleich ein Beispiel aus den mittleren Breiten.
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Station/ Lage |
Januar |
Juli |
Jahr |
Niederschlag |
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Barrow, Alaska (USA) |
-26° |
+4° |
-12° |
110mm |
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Werchojansk, Sibirien (Russland) |
-49° |
+15° |
-16° |
155 mm |
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Berlin (Deutschland) |
-1° |
+19° |
+9° |
581 mm |
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Südpol |
-29° |
-59° |
-49° |
70mm |
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Nordpol, Driftstation |
-33° |
0° |
-20° |
ca. 90 mm |
Nebel und tief hängende Wolken verhüllen in den feuchtkalten polaren Meeresbereichen häufig die Sonne. In den extrem kalten und dadurch auch sehr trockenen kontinentalen Polargebieten sind die Wolken oft so dünn, dass sie nicht mehr zu erkennen sind.
Weitere Informationen findet ihr z.B. hier:
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