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Geografie
Gewässer - Atlantischer Ozean


Atlantische Ozean - der zweitgrößte Ozean

Der Atlantische Ozean, kurz Atlantik, erstreckt sich von Grönland im Norden bis zur Antarktis im Süden. Über seine Nebenmeere umspült er die europäischen Küsten von Norwegen bis Portugal.
Der Name " Atlantik" stammt aus der griechischen Mythologie, von dem Riesen Atlas.
Der Atlantik entstand vor rund 150 Millionen Jahren infolge des Auseinanderdriftens zweier großer Erdplatten. An der Trennstelle bildete sich ein unterseeisches Gebirge, der Mittelatlantische Rücken. Der Atlantik trennt den europäischen und den afrikanischen Kontinent vom amerikanischen und wird jedes Jahr um einige Zentimeter größer.
Der Atlantik ist  -nach dem Pazifik - das größte Gewässer der Erde, er bedeckt ein Fünftel der Erdoberfläche. An seinem nördlichen Ende zwischen Grönland und Norwegen ist er relativ schmal, nach Süden hin wird er deutlich breiter.
Im Nordatlantik liegen die großen europäischen Inseln und Halbinseln: Island, die Britischen Inseln, die skandinavische Halbinsel sowie die größte Insel der Welt, Grönland, die geografisch zum arktischen Nordamerika, politisch aber zu Dänemark gehört.
Vor den Küsten Frankreichs, Spaniens und Portugals sind die Inseln zum Teil wesentlich kleiner und lassen dem Meer dadurch mehr Platz.

Einfluss auf das Klima
Das Wasser des Atlantischen Ozeans ist im Durchschnitt wärmer und salzhaltiger als das der anderen Ozeane. Es ist immer in Bewegung, auf der Nordhalbkugel rotieren die Strömungen im Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn. Dabei gibt es sowohl besonders warme Strömungen wie den Golfstrom, den nördlichen Äquatorialstrom oder den Brasilstrom, aber auch besonders kalte wie den Labradorstrom, den Kanarenstrom oder den Falklandstrom. Diese Strömungen haben erheblichen Einfluss auf das Wetter der angrenzenden Länder.

Wirtschaftliche Bedeutung
Als sich ab 1850 erst Segel-, dann Dampfschiffe auf der Nordatlantikroute durchsetzten, gewann die Passagierschifffahrt an Bedeutung. Hunderttausende von Europäern wanderten nach Amerika aus.
Nach dem Ersten Weltkrieg büßte Großbritannien seine Vorherrschaft auf dem Ozean ein. Das 20. Jh. war das Zeitalter der Luftfahrt: 1927 überquerte der Amerikaner Charles Lindbergh als erster Mensch per Flugzeug in 33 Stunden den Atlantik von New York nach Paris. 1930 beförderte Jean Mermoz an Bord eines Wasserflugzeugs 130 Kilogramm Post von Senegal nach Brasilien. Inzwischen ist der Atlantik ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden: Er verfügt z.B. über rund 50 Prozent der weltweiten Fischbestände.

Ereignis Ölpest
Die wirtschaftliche Ausbeutung der Ozeane birgt Risiken in sich. Regelmäßig laufen Öltanker in Küstennähe auf Grund und verursachen immense Umweltschäden. Ob wegen Navigationsfehlern, Stürmen oder überalterten Schiffen - die Auswirkungen einer Havarie sind meistens katastrophal: verschmutzte Sandstrände und Felsküsten sowie unzählige tote Vögel, Fische und Meeressäuger.

Forschungsreisen, Entdecker und Kaufleute
Seit der Entdeckung Amerikas spielt der Atlantik eine zentrale Rolle in der Geschichte des Abendlandes.
Er ist nicht nur ein bedeutender Handelsweg, sondern bietet auch eine unschätzbare Fülle an natürlichen Ressourcen.
Während des 1. Jahrtausends wagten sich nur die Wikinger auf den Nordatlantik. Zwischen dem 9. und dem 11. Jh. entdeckten und besiedelten sie Grönland und erreichten von dort aus sogar den amerikanischen Kontinent. Weiter südlich, im Mittelmeerraum, segelten die Händler nur entlang der Küsten Nordafrikas und Europas.
Erst im 15. Jh. umsegelten die Portugiesen auf Karavellen das Kap der Guten Hoffnung. Kurz nach ihnen landete Christoph Kolumbus auf den Antillen, und es begann das Jahrhundert der großen Entdeckungen. Damals beherrschten die Spanier und die Portugiesen den Atlantik, bis Ende des 16. Jh. die Engländer dank ihrer hervorragenden Flotte die Vorherrschaft erlangten. Den Forschern folgten die Kaufleute, und es begann der „Dreieckshandel": Europäische Schiffe brachten afrikanische Sklaven nach Amerika und kehrten zurück nach Europa mit Gütern und Nahrungsmitteln. Im 17. Jh. eroberten die Franzosen Quebec, die Antillen und Guayana.

Wissenswertes

Fläche
82 Millionen qkm (106 Millionen qkm einschließlich der Randmeere)

Maximale Breite
6700 km

Maximale Tiefe
9218 m (Puerto-Rico-Graben)

Wichtigste Randmeere
Nordsee, Norwegisches Meer, Baffinbucht, Karibisches Meer

Inseln und Archipele in Europa
Grönland (Dänemark), Island, Britische Inseln, Azoren und Madeira (Portugal), Kanarische Inseln (Spanien)

Wichtigste Meerengen und Kanäle
Straße von Gibraltar zum Mittelmeer, Panama-Kanal zum Pazifik

Europäische Länder am Atlantik
Island, Norwegen, Irland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Portugal

Wichtige europäische Hafenstädte
Reykjavik, Dublin, Brest, Saint-Nazaire, La Coruna, Lissabon 
 

Seite erstellt: 2006
Seite geändert: 01.05.2010

 

 

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