Ihr seid hier: 
 Home»Geografie.-Auswahl»
 Arktischer Ozean

 Weitere Funktionen:
  Hilfe eMail
 
Störung melden

 © 2006-2011 - hast-du-ahnung.de

 

 Rubriken

 Görlitz
 
Unsere Schule
 
Persönlichkeiten
 
Knigge - gutes Benehmen
 
Bewerbungen
 
Ziele für Klassenfahrten
 
Erde und ihre Länder
 
Deutschland
 
BRD - Landeshauptstädte
 
Freizeitanregungen
 
Spaßiges
 
Spiele für Kleine u.Große 
 Wissenswertes-Links
 Prüfungsfragen
 Astronomie
 
Biologie
 
Chemie
 
Deutsch
 
Englisch
 
Ethik
 Gemeinschaftskunde
 
Geographie
 
Geschichte
 
Kunsterziehung
 
Mathe
 
Musik
 
Physik I Physik v. W. Prinz
 
Religion 
 Landwirtschaft u.ä.
 Bücher - Empfehlungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




img5.png

                  

Geografie
Gewässer - Arktischer Ozean
                   
(auch Nordpolarmeer genannt)


Landschaft des ewigen Eises

Der Arktische Ozean ist der kleinste der fünf Ozeane und großflächig von Eis bedeckt. Von den nördlichen Landmassen Europas, Amerikas und Asiens fast ganz umschlossen, ist er schon seit über einem Jahrhundert immer wieder Ziel von Forschungsexpeditionen.

Ein eisiges Gewässer
Im Winter bedeckt etwa drei Meter dickes Packeis das Wasser des Arktischen Ozeans. Auch im Sommer ist er zu einem Drittel zugefroren. Das rauhe Klima hält Wissenschaftler jedoch nicht von Forschungen im ewigen Eis ab.
Der Arktische Ozean ist nicht identisch mit der Arktis, sondern nur ein Teil von ihr. Denn als Arktis bezeichnet man die Region innerhalb des nördlichen Polarkreises am Nordpol der Erde, die Teile von Russland, USA (Alaska), Kanada, Dänemark (Grönland), Norwegen (Lappland, Spitzbergen), Schweden und Finnland sind. Er und seine Randmeere (u. a. Karasee, Laptewsee, Beaufortsee, Barentssee und Ostsibirische See) sind mit dem Pazifik über die Beringstraße verbunden. Diese trennt Alaska von Sibirien. Über die Grönlandsee und die Norwegische See hat der Arktische Ozean Zugang zum Atlantischen Ozean.

Forschungsstationen
Mehrere größere Städte, darunter die Hafenstädte Narvik (Norwegen), Murmansk und Archangelsk (Russland), sind nördlich des Polarkreises entstanden. Ihre Bewohner leben überwiegend von Bodenschätzen, Fischfang und Schiffbau. Murmansk an der Barentssee verfügt über den einzigen ganzjährig eisfreien Hafen am Arktischen Ozean. Darüber hinaus finden sich in der Region zahlreiche Forschungsstationen: auf dem Packeis sind es mobile, auf dem Festland fest installierte.
Seit den 1930er Jahren sind die Russen führend in der wirtschaftlichen Nutzung und Erforschung des Nordpolargebietes.
Zu den leistungsfähigsten Polarforschungsschiffen der Welt zählt z. B. die „Polarstern" aus Deutschland. Seit 1982 im Dienst, ist sie für biologische, geologische, geophysikalische, glaziologische, chemische, ozeanografische und meteorologische Forschungen ausgerüstet und verfügt über neun Labors. Kühlräume und Aquarien erlauben den Transport von Proben und lebenden Meerestieren

Das Nordpolarlicht
Polarlichter sind eindrucksvolle farbige Leuchterscheinungen am Himmel. Sie entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwindes auf die obersten Schichten der Erdatmosphäre treffen.
Nordlichter kommen fast täglich und damit häufiger vor als Südlichter. Sie sind außerdem besser zu erkennen.

Untermeerische Bergrücken
Eine 1800 Kilometer lange untermeerische Bergkette, der Lomonossowrücken, teilt den Arktischen Ozean in zwei Becken gespalten: das Makarowbecken und das Kanadabecken, zu dem die Beaufortsee gehört. Auch das östliche arktische Becken ist in zwei Teile untergliedert, durch die Verlängerung des Mittelatlantischen Rückens. Es handelt sich um das Amundsen-Becken im Norden und das Nansen-Becken im Süden. Die mit 5400 Metern tiefste Stelle liegt nördlich von Spitzbergen.

Eine umstrittene Gebietsaufteilung
Der Arktische Ozean hat als nördlichster Seeweg der Erde den Austausch zwischen der Alten und Neuen Welt begünstigt. Seit Mitte des 20. Jh. verlangen die Völker des Nordpolargebietes ihre Unabhängigkeit.
Obwohl sie das gleiche Land teilen, bilden die arktischen Völker keine Nation. Der 1996 gegründete Arktische Rat vereinte die acht betroffenen Staaten und fördert seither deren wirtschaftliche, ökologische und kulturelle Zusammenarbeit.

Geschichte
Um 875 entdeckten die Wikinger Grönland, ab 986 besiedelten sie es unter Erik dem Roten. Bei Expeditionen im 19. Jh. wurde unter anderem das Nordkap entdeckt. Von 1903 bis 1906 durchquerte der norwegische Polarforscher Roald Amundsen als Erster die Nordwestpassage, die den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Seit 1974 suchen Norwegen und Russland nach einer Einigung hinsichtlich der Aufteilung der Barentssee, eines Randmeers des Arktischen Ozeans.
Grönland und die Inuit hatte sich 1261 Norwegen unterstellt, 1749 fiel die Insel an Dänemark. Bei der Trennung Norwegens von Dänemark 1814 blieb die Insel bei Dänemark. Den folgenden Streit zwischen Norwegen und Dänemark um Grönland entschied der Internationale Gerichtshof in Den Haag 1933 zugunsten Dänemarks. 1979 erklärte Grönland seine innere Autonomie vom Mutterland, 1985 trat es aus der EG aus. Vor rund 1000 Jahren waren die Inuit - Nomaden, die überwiegend vom Walfang leben - von Nordamerika aus Richtung Osten gewandert und hatten die Dorset, eine alte arktische Kultur, vertrieben. Zu Beginn des 20. Jh. entstanden in der Arktis Handelsplätze für Pelze, und die Inuit wurden sesshaft. Seit 1974 fordern sie territoriale Rechte und verhandeln mit den regionalen Regierungen um Lösungen. 1999 wurde das Nunavut-Territorium im Norden Kanadas gegründet.

Ende des 16. Jh. entdeckte der Niederländer Willem Barents Spitzbergen, und der Engländer John Davis suchte die Nordwestpassage zwischen Grönland und Kanada. 1610 forschte mit Henry Hudson ein weiterer Engländer nach dieser Meerenge und fand dabei eine Bucht, die seither seinen Namen trägt. Danach durchfuhr sein Landsmann William Baffin die Davisstraße auf der Suche nach der Nordwestpassage. Der Beringstraße zwischen Russland und Alaska gab der Däne Vitus Bering ihren Namen, der sie 1728 durchfuhr. 1903 suchte der Norweger Roald Amundsen den Nordpol, doch es war der Amerikaner Robert Peary, der ihn am 6. April 1909 erstmals erreichte.

Wissenswertes

Fläche: 18 Millionen qkm
              Maximale Breite: 1600 km
              Maximale Tiefe: 5400 m

Wichtigste Randmeere: Beaufortsee, Barentssee, Laptewsee, Karasee, Ostsibirische See, Grönlandsee,                                       Europäisches Nordmeer, Tschuktschiensee

Inseln und Archipele: Grönland, Svalbard-Archipel, Spitzbergen, Neusibirische Inseln,                                    Königin-Elisabeth-inseln, Franz-Joseph-Land

Wichtigste Meerengen und Kanäle: Beringstraße zum Pazifik, Grönlandsee und
                                                          Europäisches Nordmeer zum Atlantik

Länder am Arktischen Ozean: Norwegen, Russland, Island, Kanada, USA (Alaska), Finnland,
                                                 Schweden, Dänemark (Grönland)

Wichtigste Hafenstädte: Narvik (Norwegen), Murmansk, Archangelsk (Russland
 

Seite erstellt: 2006
Seite geändert: 24.03.2010

 

 

hdanavneu.gif