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Geografie
Gebirge
- Pyrenäen
Im Südwesten Europas
bildet die Bergkette der Pyrenäen eine fast gerade Linie zwischen Atlantik
und Mittelmeer. Dabei trennt sie Südwestfrankreich vom spanischen Ebro-Becken.
Die tiefen Täler und die Gipfel beherbergen eine außergewöhnliche
Tier- und Pflanzenwelt.
Von
der Mündung des Bidasoa bis zur Spitze des Kap Creus erstrecken sich die
Pyrenäen über 430 km. Die höchsten Gipfel erheben sich im Mittelteil
der Gebirgskette. Die Pyrenäen entstanden wie die Alpen vor mindestens 50
Millionen Jahren im Tertiär. Die Erosion erzeugte unzählige Täler, Höhlen
und eiszeitliche Talkessel, darunter den berühmten Cirque de Gavarnie.
Die
Gebirgskette mit einer französischen Seite im Norden und einer spanischen,
weniger steilen im Süden, beherbergt in ihrem Ostteil das kleine Fürstentum
Andorra.
Die westlichen oder atlantischen Pyrenäen erstrecken sich mit ihren
mittelhohen Gipfeln, z.B. Pic d'Anie, 2504 m, und den tief eingeschnittenen
Tälern von der baskischen Küste bis zum Ossau-Tal. Die Zentralpyrenäen zwischen
dem Balaitus-Massiv und dem Puymorens-Pass (1915 m) bilden den höchsten
Teil der Gebirgskette (Pico de Aneto, 3404 m). Sie sind mit kleinen Gletschern
bedeckt. Die östlichen oder katalanischen Pyrenäen bieten schöne Gipfel
(Canigou, 2784 m), Hochebenen (Cap- cir, Cerdagne) und tiefe Täler (Conflent,
Vallespir).
Das
Aspe-Tal
Das malerische Aspe-Tal liegt in den atlantischen Pyrenäen und
wird von Pilgern auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostella Richtung
Spanien durchquert.
Unterhalb der felsigen Gipfel erstreckt es sich über
40 Kilometer von Oloron-Sainte-Marie bis zum Somport-Pass und heißt
nach einem Gebirgsbach, der Aspe.
Grenzgebirge und
wichtiger Durchgang
Das dichte Bergmassiv der Pyrenäen trennt die
Iberische Halbinsel vom Kontinent. Doch zu allen Zeiten durchquerten Volksstämme
und Armeen das Gebirge von Süden nach Norden und umgekehrt.
Im 3. Jahrhundert v. Chr. bevölkerten Keltiberer beide Seiten der Pyrenäen. Sie stammten von Kelten ab, die aus Nordfrankreich kamen, und von Iberern. 218 v. Chr. begann der karthagische Feldherr Hannibal den Zweiten Punischen Krieg gegen Rom um die Vorherrschaft im Mittelmeer. Von Südspanien aus zog er über die Pyrenäen und die Alpen nach Italien.
Im 5. Jahrhundert überquerten die Germanen auf ihrem Weg in den Süden die Pyrenäen. Die Sweben ließen sich am Fuß der Bergkette nieder, wurden aber 412 von den Westgoten in Richtung Galizien verdrängt. Die Westgoten gründeten ein Reich, das Spanien und den Süden Galliens umfasste. Die karolingischen Könige dehnten dann vom 8. bis 10. Jahrhundert ihren Machtbereich auf die Pyrenäen aus. Während eines Feldzugs gegen die Mauren in Spanien (778) verlor Roland, ein Neffe Karls des Großen, sein Leben, als er bei Roncesvalles Opfer der Basken wurde. Zur Sicherung seines Reichs richtete Karl der Große nach dem Feldzug eine Markgrafschaft im Süden der Pyrenäen ein, die Spanische Mark.
Agrarische Nutzung
Obwohl
einige Industriezweige, Wasserkraft, Papier- und Stoffherstellung, florieren,
ist die traditionelle Landwirtschaft mit Viehzucht und der Herstellung von
Schafskäse nach wie vor die wichtigste Erwerbsquelle in den Pyrenäen. Hinzu
kommt der Tourismus: Das Gebirgsmassiv verfügt über ein erstklassiges Skigebiet
und über mehrere Nationalparks.
Klima
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gemäßigt im Westen und im Zentrum, Mittelmeerklima (Föhn) im Osten
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Durchschnittstemperatur: 7 °C bis 19 °C im Januar, 21 °C bis 32 °C im Juli
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jährliche Niederschlagsmenge: 1 500 mm im Westen, 200 mm im Osten
Sehenswertes
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Talkessel von Gavarnie, Pic du Midi, Mte Perdido
• Betharram (Tropfsteinhöhlen),
Bedeilhac (prähistorische Höhlen)
• Queribus, Montsegur (Burgen der Katharer),
Foix, Peyrepertuse (mittelalterliche Festungen)
• Nationalparks und Naturreservate
von Aigues Tortes, Ordesa und dem Massif de Neouvielle
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