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Geografie
Gebirge
- Alpen
Die Alpen - Das höchste
und formenreichste Bergmassiv Europas
Die Alpen erstrecken sich von der italienischen Mittelmeerküste in
einem Bogen
bis zum Donaubecken bei Wien. Zu ihnen zählen die höchsten Gipfel Europas.
Als eines der am dichtesten besiedelten Hochgebirge der Erde werden sie
außerdem von zahlreichen Handelswegen durchzogen. Ihre Urbanisierung hat
vor Hunderten begonnen und hält an.
Die
Alpen sind schon lange kein Hindernis mehr innerhalb
von Europa. Das Bergmassiv wurde durch zahlreiche Straßen, Tunnel
und Pässe passierbar gemacht.
Schon seit rund 3500 Jahren sind die Alpen
besiedelt. Am stärksten stieg die Bevölkerungszahl zwischen den Jahren 1871
und 1951. Heute leben rund 13 Millionen Menschen im Alpenraum.
Einzelne Gebirge
Die
Alpen bestehen aus vielen verschiedenen Gebirgen. Die östlichen Ausläufer
reichen bis zum Rand des Donaubeckens. Die stärker zerklüfteten
westlichen Alpen haben mehr als 4 000 Meter hohe Gipfel.
Das Schweizer
Matterhorn ist mit 4478 Metern einer der höchsten Gipfel der Alpen.
Den
Nordrand der Alpen bilden die bayerischen Voralpen. Zwischen Italien und
Österreich liegen die Karnischen, zwischen Italien und der Schweiz die Lepontiner
Alpen. Die Rätischen Alpen umfassen Gebirgszüge in der Schweiz sowie in
den Grenzgebieten zu Italien und Österreich. Zusammen mit den Penninischen
oder Walliser Alpen bilden sie die Zentralalpen.

Der südöstliche
Ausläufer der Alpen ist das Dinarische Gebirge. Es schließt sich an die
Julischen Alpen in Nordostitalien und Slowenien an und verläuft über die
Balkanhalbinsel bis nach Albanien. Dort geht es in die albanischen Alpen
über.
Zwischen Tirol und der Po-Ebene liegen die Dolomiten, sie gehören
zu den Kalkalpen. Charakteristisch für sie ist der krasse
Wechsel zwischen sanft gewellten Alpen und durch starke Erosion geprägten
Felsgipfeln. Sie bilden
hohe Kalk- und Dolomitstöcke, dazwischen sind grüne Weideflächen mit Wäldern und Seen.
Es ist ein schönes und
beliebtes Bergsteiger- und Skigebiet, in der Marmolada
3342 m hoch.
Die Hauptorte
des Fremdenverkehrs sind Cortina d'Ampezzo,
Sankt Ulrich undPieve di Cadore .
Wirtschaftliche
Bedeutung
Rhone,
Rhein, Po und Etsch entspringen ebenso in den Alpen wie die Hauptnebenflüsse
der Donau. Das hydro-elektrische Potenzial dieser Flüsse wird seit über
100 Jahren genutzt und hat die Ansiedelung elektrochemischer und metallurgischer
Unternehmen gefördert. Viele Bauernhöfe in den Alpen haben sich zu großen
landwirtschaftlichen Betrieben entwickelt. Weitere wichtige Erwerbszweige
sind die Holzverarbeitung, der Bergbau, die Textilindustrie im Westen und
die Seidenindustrie im Osten.
Von größter Bedeutung ist zudem der Fremdenverkehr.
Überquerung der Alpen durch Hannibal
Im
3. Jahrhundert v. Chr. kämpften Karthago und Rom in den drei Punischen Kriegen
um die Vormacht im Mittelmeer. Den Zweiten Punischen Krieg begann der karthagische
Feldherr Hannibal im Jahr 218 v. Chr. mit einem Marsch, der bis heute zu
den herausragenden Leistungen der Militärgeschichte gehört: Begleitet von
80000 Infanteristen, 10000 Kavalleristen und etwa 40 Elefanten überwand
er von Spanien aus zunächst die Pyrenäen, danach innerhalb von zwei Wochen
die Alpen, um schließlich das römische Heer in der Po-Ebene zu besiegen.
Tourismus und Besteigung
des Montblanc
Die höchste Berggruppe der Alpen ist der Montblanc
mit 4808 Metern. Seine Erstbesteigung erfolgte 1786 durch J.
Balmat und M. Paccard. Das bedeutete zugleich den Beginn des Alpinismus.
Der bekannteste Montblanc-Gletscher, das Mer de Glace, ist nach dem Schweizer
Aletsch-Gletscher der zweithöchste Gletscher der Alpen.
Seit einigen Jahren betrachten viele Einheimische
den Massentourismus allerdings zunehmend kritisch, da er die Landschaft
zerstört. Indem immer mehr Gebiete als Skipisten ausgewiesen werden, steigt
zudem die Lawinengefahr.
Bilder: ©
M. Frunzke
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