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Ethik
Sterben,
Tod, Trauer
Sterben,
Tod, Trauer
Der Tod
beschäftigt den Menschen sicher schon, seitdem es die Menschen gibt, denn
Leben und Tod gehören zuammen. Alles Leben geht einmal zu Ende. Wann genau
- wer kann das schon genau voraussagen?
Auch viele Künstler beschäftigten
sich mit diesem Problem, Wissenschaftler, die Religionen, selbst Märchen
und Sagen...
Und trotzdem ist das Sterben, ist der Tod für die meisten
Menschen, so auch in Deutschland, ein
Tabu-Thema., der beim Menschen
körperliche und seelische Schmerzen auslöst
Warum eigentlich?
Vielleicht,
weil wir selbst am Leben hängen, weil wir fürchten, den liebsten Menschen,
Menschen aus unserer Familie oder liebe Freunde oder Bekannte zu verlieren?
Fürchten wir die Einsamkeit, weil wir andere vielleicht überleben? Oder
füchten wir den Tod, weil wir nicht genau wissen, was uns da erwartet?
Was
meinst DU, warum die Menschen das Thema Sterben und Tod möglichst meiden?
Wenn wir
vom Tod reden, kommen immer wieder einige Worte ins Gespräch.
Was bedeuten diese?
Hirntod: wird
auch als klinischer Tod bezeichnet; das Hirn ist tot, die anderen
Organe
leben
Organtod: ist der biologische Tod; alle Organe
und das Hirn sind tot
Suizid: ist
der selbstbestimmte Tod aus unterschiedlichsten Gründen (z.B.
unheilbare
Krankheit, großes Leid, Verzweiflung, Kummer...)
Sterbehilfe: Hier
muss man die aktive (z.B. Verabreichen einer Überdosis Morphium)
und die
passive (z.B. Nichtverhinderung eines bekannten Suizidversuchs)
Sterbehilfe
unterscheiden - beide sind
in Deutschland
verboten.
Sterben und Tod
Sterben
und Tod sind keineswegs auf das menschliche Dasein begrenzt. Sie kommen
überall in der Natur vor, auch bei Pflanzen und Tieren.
In der Natur
ist das Leben ein ständiger Kreislauf von Geburt, Wachstum, Entfaltung,
Begrenzung und Tod. Jeder kennt den Anblick abgestorbener Pflanzen und verendeter
Tiere. Der Tod ist das Ende jedes Organismus, ein natürlicher Vorgang. Das
Sterben ist die letzte Phase vor dem Tod (der Mensch durchläuft dabei 5
Phasen: Verleugnen der Situation, Zorn, Verhandeln mit sich selbst, vorberreitende
Depression, Einwilligung in den Tod), es ist das Erlöschen aller Möglichkeiten
individueller Selbstverwirklichung, der endgültige Abschied vom Leben.
Das
Wissen darum, um die Endlichkeit des Lebens, bedeutet aber noch längst kein
Einverständnis mit dem Tod.
Einige
Regeln für den Umgang mit Sterbenden sollten sein:
-
der Sterbende selbst bestimmt, wer ihn in dieser Zeit begleitet
- der
Sterbende will nicht gesagt bekommen, wie er sich verhalten soll, wie er
sterben
muss; er will nicht gelenkt, sondern begleitet werden
-
der erste und der letzte Wunsch eines Menschen ist, geliebt zu werden -
man kann das
durch Gesten der Zärtlichkeit, einen Händedruck
usw. zeigen (Oft wichtiger als Worte!)
- der Sterbende erlebt in allen
Bereichen seines Menschseins einen bitteren Verlust
seines
Selbstwertgefühls (körperlicher Verfall, im Denken und Fühlen, Einsamkeit)
-
wer Sterbende begleitet, muss lernen, die Einsamkeit des Sterbenden zu erkennen,
zu
verstehen und zu überwinden
Trauer
Trauer
ist ein psychischer Zustand, der beim Menschen körperliche und seelische
Schmerzen auslöst.
Was geht in uns vor, wenn wir um einen Menschen trauern,
den wir seiner eigenen Person wegen geliebt haben? Alles in uns sträubt
sich gegen den Gedanken, dass es diesen Menschen nicht mehr gibt.Dieses
Sträuben kann so intensiv sein, dass eine Abwendung von der Realität und
ein Festhalten durch hallozinatorische Wunschvorstellung zustande kommt.
Der
erlebte Schmerz ist eine Folge der durch den Tod eingetretenen Verunsicherung
und Angst. Trauer richtet sich aber nicht nur auf den Tod der geliebten Person,
sie richtet sich auch auf das persönliche Umfeld. Nie wieder wird etwas
so sein können, wie es war. Auf einmal wirkt das Gewohnte fremd, es fehlt
etwas, man ist sehr traurig.
Wir sprechen
dabei von 4 Phasen der Trauer:
- Die Phase der Betäubung, die durch starke
Schmerzausbrüche angesichts des
erlittenen Verlusts und
durch Angst gekennzeichnet ist. Schmerzausbrüche werden
häufug
von Wut und Zorn (Warum?) und einem Hadern mit dem Schicksal
begleitet.
- Sehnsucht und Suche nach der verlorenen Person, Erinnerungen
an gemeinsame
schöne Erlebnisse werden herauf beschworen.
Man versucht, die Person für sich
festzuhalten.
- Verzweiflung
und Desorganisation machen sich breit. Man kann sich nicht
vorstellenden,
dass das
Leben ohne die verlorene Person weitergehen soll.Man
ist unsicher.
- Langsam reorganisiert man das eigene Leben, der Schmerz
lässt langsam nach. Der
Mensch kann sch für
neue Freude und neues Leid öffnen.
Es kann aber geschehen, dass Menschen
diese Phasen nicht vollständig durchlaufen und ihre Trauer, das Leid, die
Schmerzen um die verlorene Person nie bewältigen.
Aber nicht nur
Trauer schmerzt. Häufig schmerzt es auch, die Trauer eines anderen ansehen
zu müssen, man möchte helfen. Wichtig für Trauernde ist, dass sie mit ihrem
Schmerz nicht allein gelassen werden, Anteilnahme und Mitgefühl sind meist
hilfreich.
Man sollte dem Trauernden zeigen, dass er gebraucht wird.
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