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Ethik
Okkultismus - Lexikon

 

Okkultismus - Begriffserklärungen


Astrologie

Ist eine Lehre, die annimmt, daß es einen Zusammenhang zwischen dem Stand der Sterne zum Zeitpunkt der Geburt und dem weiteren Lebensweg und dem Chrakter eines Menschen gäbe. Die Astrologie war im Mittelalter mangels wissenschaftlicher Kenntnisse, eine Methode, die schier unfassbare Welt überschaubarer zu machen. In der Neuzeit ist immer wieder zu beobachten, dass in unsicheren Zeiten (Wirtschaftskrisen, Kriege) die Astrologie aufblüht.

Geheimwissenschaften:
Geheimlehren sind Lehren von esoterischen Geheimbünden mit meist magischem, alchemistischem Inhalt. Zu den ersten europäischen Geheimbünden zählen die Freimaurer, die nur innerhalb ihres Bundes das technische Wissen über Architektur weitergegeben haben. Hierdurch wurde das technische Know-how geschützt. Hinzu kamen noch die weltanschaulichen Lehren. Meist werden auch in den Sekten (z.B. bei den Mormonen Geheimlehren, die nur den Mitgliedern nach einer Bewährungsfrist zugänglich sind, weitergegeben.  

Geheimbünde:
Esoterische Zirkel, die eine Geheimlehre nur innerhalb des Zirkels an die Eingeweihten weitergeben. In den Geheimbünden wird meist eine Arkandisziplin gefordert, d.h. dass nach außen nichts über Mitglieder, die Symbole, die Lehre und die Rituale verbreitet werden darf. In den Zusammenkünften der Geheimbünde werden Belehrungen über das geheime Wissen gegeben und rituelle Feiern ausgerichtet. Die meisten Geheimbünde stehen nur Männern offen. Zu den Geheimbünden gehören u. a. Rosenkreuzer, O.T.O., aber auch Freimaurer. In den neuen Bundesländern machen gegenwärtig zwei Arten von Geheimbünden von sich reden, die satanistischen Gruppen und rechtsradikale, neugermanische Gruppen.

Geister:
Als Geister bezeichnet man Wesen, die nach weltweit verbreitetem Volksglauben dem Menschen überlegen, aber nur mit begrenzter Machtfülle ausgestattet sind. Sie werden immateriell oder aus feinstofflicher Geistsubstanz vorgestellt. In unterschiedlichen esoterischen Traditionen. Zum Beispiel im Spiritismus werden die Geister entweder als Verstorbene, die aus dem Jenseits auf die Menschen einwirken bzw. sich noch in einem Zwischenzustand zwischen Leben und Jenseits befinden, oder als eigenständige Wesen, die sich von Zeit zu Zeit materialisieren, also spuken müssen, angesehen. Mit dem Bild des Geistes wird in fast allen Kulturen der Welt die Vorstellung des Einbruches eines Jenseits in das Diesseits ausgedrückt. Im Spiritismus wird das Wirken von Geistern zur universellen Erklärung aller außergewöhnlichen Ereignisse herangezogen. Dabei wird in der Regel tautologisch vorgegangen, indem man das was bewiesen werden soll, schon als gegeben voraussetzt.

Hellsehen:
Sammelbegriff für die Fähigkeit, Dinge aus der fernen Vergangenheit und der Zukunft zu sehen. Das Medium ist dadurch in der Lage, die Grenzen von Raum und Zeit zu überspringen. Hellseher versetzen sich selbst oft in eine Form der Hypnose.

magisch:
Magie ist die Vorstufe wissenschaftlichen Denkens. Sie geht von einem Kausalzusammenhang aller Dinge aus. Der Unterschied zur Wissenschaft besteht darin, daß dieser Kausalzusammenhang nur willkürlich angenommen und nicht durch das Experiment oder die Erfahrung verifiziert wird. Magie will Herrschaft über Dinge und Menschen erringen. Sie geht von einer besonderen
Technologie aus, über die der Magier verfügt. Je nachdem, ob diese Technologie nun zum Schaden oder zum Nutzen der Menschen eingesetzt wird, unterscheidet man zwischen Schwarzer und Weißer Magie. In der Gegenwart tauchen immer wieder Menschen auf, die mittels magischer Techniken die Probleme der Gegenwart zu lösen versprechen. Dass diese Angebote immer wieder Anklang finden, hängt mit der Regression zusammen.

Freimaurer:
Bezeichnung für einen Geheimbund, der sich in der Tradition der mittelalterlichen Bauhütten stehend betrachtet. Die Freimaurer sind in Logen eingeteilt. Aus religionswissenschaftlicher Sicht gehen sie tatsächlich auf die mittelalterlichen Bauhütten zurück. Als mit dem Verfall der feudalen Strukturen im Spätmittelalter f&uum;r die Baufachleute, die die großen sakralen Bauten des Mittelalters erstellt hatten, die Auftragslager zurück ging, mußten die Privilegien der Bauhütten (Freizügigkeit, materielle Absicherung) weiter erhalten werden. Dies geschah durch die Aufnahme zahlungskräftiger "Nichtmaurer", die dann mittels eines Einweihungsaktes zu "Freimaurern" ernannt wurden. Diese Verfahrensweise spielte besonders im 17. Jahrhundert eine besondere Rolle. Freimaurerlogen sind aber bis auf den heutigen Tag nachweisbar, obwohl sie in der Öffentlichkeit eher argwöhnisch betrachtet werden. Sie stellen k e i n e Sekte oder Religionsgemeinschaft dar, obwohl sie eine ausgeprägte Traditionspflege haben.

Gläserrücken:
Methode, mittels eines umgedrehten Glases und einem Buchstabenkreis Kontakt zu Geistern aufzunehmen.
Die Versuchsanordnung sieht so aus:
Die Teilnehmer sitzen im Kreis um einen Tisch, in dessen Mitte sich das Glasbefindet, es wird von einem Buchstabenkreis umgeben. Jeder legt einen Finger auf das Glas. Während einer Vorbereitungszeit "schwingt" sich das Glas ein. Dieses "Einschwingen" ist dann erfolgt, wenn auf die Frage: "Bist du da, großer Geist?" sich das Glas zu bewegen anfängt. Danach werden diesem Geist Fragen gestellt. Die Antworten werden dann aus den Buchstaben zusammengesetzt, zu denen das Glas der Reihe nach hinwandert.

Dieses Phänomen ist psychologisch gut erforscht. Es ist eine bekannte Tatsache, dass Emotionen Muskelkontraktionen auslösen. (So zittert man vor Angst, oder nach einem Beinahe-Unfall schlottern einem die Knie) Oder beim sogenannten Lügendetektor werden neben anderen Parametern auch die Mikrokontraktionen der Gesichtsmuskeln bei bestimmten Fragen gemessen. Treten bei bestimmten Fragen außergewöhnliche Reaktionen auf, dann kann man die Antwort und die unbewußte Reaktion der Muskeln miteinander vergleichen und auf mögliche Diskrepanzen zwischen beiden schließen. Dieser Zusammenhang zwischen emotionalem Erleben und Muskeltätigkeit besteht immer.

Allerdings äußert sich die Gefühlswelt des Einzelnen in der Regel nur mit kaum sichtbaren Muskelkontraktionen. Wenn man jetzt eine Gruppe von Individuen in eine Situation bringt, in der diese alle das gleiche erwarten, werden bei allen gleiche Muskelkontraktionen auftreten. Durch die Addition der kleinen Bewegungen wird dann eine sichtbare Bewegung ausgelöst. In der "Versuchsanordnung" des Gläselns passiert genau dieses. In der Einschwingungsphase wird die Gruppe psychisch gleichgeschaltet, sie wird in eine Situation gebracht, in der möglichst viele der Teilnehmer das Gleiche erwarten. Indikator hierfür ist die Frage: "Bist du da, großer Geist?"

Hypnose:
Ist eine Veränderung des Bewusstseins mit Einengung der Aufmerksamkeit, Minderung des Realitätsbezuges und gesteigerte Suggestibilität, die durch verbale, optische oder taktile... Reize hervorgerufen werden kann. Es wird zwischen einer oberflächlichen Hypnose, die dem Wachzustand ähnlich ist und einer tiefen, schlafähnlichen Hypnose, bei der oft eine posthypnotischen Amnesie auftritt, unterschieden. Hypnose wird in der Psychotherpie angewandt. Die Hypnose ist ein bedeutender Eingriff in die Psyche des Menschen und bedarf der Kompetenz des kundigen Arztes oder Therapeuten. In der Hand von Kurpfuschern und Laien können Hypnosetechniken gravierende gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Im okkultistischen, esoterischen und neureligiösen Bereich werden hypnotischen Techniken oft eingesetzt, um Personen in Abhängigkeit zu bringen.

Levitation:
Bezeichnung für ein geisterhaftes Schweben. Bestimmte Meditationstechniken, wie z. B. die Transzendentale Meditation, versprechen durch eine Bewusstseinsveränderung auch die Möglichkeit des Körpers wesentlich zu verändern. In einem besonderen geistigen Zustand soll das Gesetz der Schwerkraft aufgehoben werden.

Materialisation:
Bezeichnet im Okkultismus das Erscheinen und Verschwinden von Gegenständen, ohne dass eine äußere, physikalische Ursache erkennbar wäre. Besonders in den 20er Jahren unseres Jahrhunderts wurden Materialisationen als Beweis für die Existenz einer Geisterwelt aufgefaßt. Allerdings hat sich bislang kein Materialisationsphänomen wissenschaftlich verifizieren lassen. Entweder entpuppten sich die Materialisierungsphänomene nachträglich als Betrug oder Zaubertrick, oder die Versuchsbedingungen ließen sich nicht nachvollziehen.

Medium :
Eine Person, die durch ein Schlüsselerlebnis oder durch eine Einweihung die Fähigkeiten entdeckt oder entwickelt hat, mit der Geisterwelt Kontakt aufzunehmen. Das Medium versteht sich als "Sprachrohr" eines höheren Wesens, das auf diese Weise den Menschen Botschaften übermittelt. Die Kontaktaufnahme kann über verschiedene Praktiken geschehen. Meist ist mit dieser Gabe noch eine Fähigkeit, außergewöhnliche Effekte zu produzieren, verbunden. Diese gelten dann als Beweise dafür, dass hier tatsächlich eine besondere Sensitivität vorliegt.
Mediale Fähigkeiten lassen sich aber aus medizinischer Sicht recht gut als psychotische oder schizoide Erkrankungen erklären. Verschiedentlich ist in der Fachliteratur auch belegt, dass sich Medien als Betrüger selbst entlarvt haben.

Orakel:
Zukunftsdeutung, Schicksalsspruch: Im Orakel werden künftige oder räumlich entfernte Ereignisse oder die rechten Handlungsanweisungen mittels technischer Hilfsmittel Runen, I-Ging, Tarot usw. ermittelt.

Parapsychologie:
Parapsychologie ist der Versuch, mit einer akademisch-wissenschaftlichen Methode Vorgänge zu untersuchen, die mit bisher bekannten und anerkannten naturwissenschaftlichen Vorgehensweisen nicht zu vereinbaren sind. Die Erkenntnisse, die hier gewonnen werden, müssen intersubjektiv ausweisbar und experimentell wiederholbar sein. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Forschung haben bis jetzt noch keinen schlüssigen Beweis einer übernatürlichen Ursache der untersuchten Phänomene erbracht.

Pendel:
Okkultes Hilfsmittel, bei dem an eine Kette ein schwerer Gegenstand gebunden ist. Hiermit soll es dann möglich sein, mit Geistern in Kontakt zu treten, Krankheiten zu lokalisieren, Strahlungen sichtbar zu machen und wertvolle Materialien zu finden. Es sollen die selben Strahlungen wirksam sein, die auch bei der Wünschelrute wirksam sind. Auf dem Okkultmarkt ist eine Vielzahl von Pendeln in unterschiedlichen Formen und Materialien erhältlich, die unterschiedliche Wirkweisen beanspruchen. In der Literatur wird ein Pendel zum ersten Mal im alten Rom erwähnt, als Soldaten über einem Kessel den Ausgang eines Feldzuges.

Planchet:
Das ist ein okkultes Hilfsmittel, um mit Geistern in Kontakt zu treten. Ähnlich einem schreibenden Tischchen wird mittels einer Platte, in die ein Zeiger eingelassen wurde, auf einem großen Holzbrett hin- und hergefahren. Auf dem Brett sind Buchstaben, Zahlen und Symbole angebracht. Mit dem Zeiger wird die Botschaft aus dem Jenseits diktiert. Hierbei legt das Medium seine Hand auf das Planchet. Psychomotorische Automatismen können für das Zustandekommen der Bewegung verantwortlich gemacht werden.

Psychokinese:
Bezeichnung für die Fähigkeit, mittels übernatürlicher, geistiger Kraft materielle Gegenstände zu bewegen. Die Psychokinese spielt besonders in der Fantasy-Literatur eine Rolle.

Regression:
Durch die verschiedensten Anlässe können geistig hochentwickelte Individuen auf eine, geistesgeschichtlich gesehen, tiefere Stufe zurückfallen bzw. zurückversetzt werden. Dieses Zurückfallen bezeichnet man als Regression. Die Gründe hierfür können sehr unterschiedlicher Natur sein. Solche Regressionsmechanismen treten dann auf, wenn ein Mensch seine existenziellen Probleme nicht mehr konventionell lösen kann. Seien es nun schwere Krankheiten, seelische Erschütterungen oder soziale Krisen.

Die Rosenkreuzer:
Das ist eine Bezeichnung für einen nach der Art freimaurerischer Bünde organisierten esoterischen Bund, der sich in der Tradition der Tempelritter stehend versteht. Diese mystische Glaubenslehre wurde von Johann Valentin Andreae (1586 - 1654) entwickelt. Der Name "Rosenkreuzer" geht auf die von Valentin geschaffene literarische Figur Christian Rosencreutz zurück. Diese Figur und deren Wirken wurde zum Vorbild geheimer Bruderschaften, wie z. B. der Fraternitas Rosicruciana. Die Rosenkreuzer sind kein homogenes Phänomen, sondern das Gedankengut von Andrae erscheint in vielfältiger Form in den unterschiedlichsten Geheimbünden. In unserem Jahrhundert entstanden drei neue Rosenkreuzergemeinschaften, die auch durch Vorträge und "Informationsangebote" aktiv sind.

Spiritismus:
Der Spiritismus wurde von Emanuel Swedenborg theoretisch begründet. Er geht davon aus, dass es eine Geisterwelt gibt, in welcher nach dem Tode die Seele entweder für den Himmel oder die Hölle vorbereitet wird. Die Aufenthaltszeit in dieser Geisterwelt ist individuell verschieden. Solange die Seele in dieser Welt ist, könne man durch geeignete Techniken mit ihr in Kontakt treten. Oft reden die Geister auch durch Orakel zum Menschen.

Spukerscheinungen:
"Spuk" ist eine Sammelbezeichnung für rational unerklärliche und darum unheimliche Erscheinungen. Sie werden zurückgeführt auf das Erscheinen Verstorbener oder Geister. Spukerscheinungen, soweit sie nicht auf Täuschung beruhen, sind Untersuchungsgegenstand der Parapsychologie

 

 

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