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Ethik
Judentum

1.
Allgemeine Informationen zum Judentum
2. Einige Jüdische Feiertage /
wichtigstes Heiligtum
3. Judenverfolgung
4. Situation der Juden heute
l. Allgemeine Informationen zum Judentum
• Judentum -> Religion der Juden
• Juden - ursprünglich Name des Volkes in Palästina, benannt nach Stamm und Königreich Juda, später Bezeichnung für alle, die ihre Herkunft auf das Volk Israel zurückführen und sich zur Religion des Judentums bekennen
•
Jüdische Religion entwickelte sich aus einer einfachen Stammesreligion bis zur gegenwärtigen Form
• Der jüdische Glaube
Die Juden verehren Jahwe als einzigen,
heiligen Gott, Schöpfer und Lenker der Welt. Nach
ihrem
Glauben hat Gott die Erde erschaffen, auf der es alles gibt, was zum
Leben nötig
ist. Er hat den
Menschen die Fähigkeiten gegeben, etwas Nützliches daraus zu machen, und auch den Verstand,
um darüber
nachzudenken, wie sie ihr Leben sinnvoll gestalten können.
•
Moses hat besondere Bedeutung. Nach dem Alten Testament (Sammlung religiöser
Schriften) ist er
der Empfänger der
Offenbarung Gottes und der von Gott beauftragte Befreier des Volkes Israel aus ägyptischer
Knechtschaft
• Moses ist der Führer und Gesetzgeber der Juden
• Quelle des Judentum ist das Alte Testament- besonders die Thora
- das sind die 5 Bücher Moses / Zehn Gebote (umfasst die sittlichen Pflichten der Juden)
- hinzu kommt der Talmud (bezieht sich auf Anwendung der Gesetze)
• Die wichtigsten Gebote sind
- Einhaltung des Sabbats (Ruhe-, Feiertag)
- Beschneidung männlicher Juden
- strenge Beachtung ritueller Reinheitsvorschriften und Speisegesetze
•
Es werden nur „koschere" Lebensmittel gekauft, d.h. nur Fleisch, welches
von Tieren mit gespaltenen
Klauen und Wiederkäuern stammt,
wie z.B. Rind oder Lamm - also kein Verzehr von Schweinefleisch
•
In der Schule lernen die Kinder neben den üblichen Schulfächern auch., wie man als Jude lebt.
Die Jungs tragen ein Käppchen, Kipa genannt, es erinnert den Träger daran, dass
er als Jude Gott nie vergessen soll.
• Mit dem vollendeten 13. Lebensjahr wird der Junge religionsgesetzlich volljährig und damit gebotspflichtig und feiert Bar Mizwa, dieses ist ähnlich der Jugendweihe
• Die Angehörigen der jüdischen Religion versammeln sich in einem Haus, das n u r mit bedecktem Kopf betreten werden darf, der Synagoge. Hier feiern sie ihren Gottesdienst und beten zu ihrem Gott. Im jüdischen Gottesdienst wird hebräisch gesprochen
Schema
einer Synagoge:
1
Thora-Schrein in der Wand,
der nach Jerusalem ausgerichtet ist,
außerhalb
des Gottesdienstes zugehängt
2 Thora-Rollen mit
dem handgeschrieben hebräischen Thora-Text
3
Bima: Pult zum Vorlesen der Thora
4 Ewige Lampe
5 Häufiger Schmuck: Davidstern und Siebenarmiger Leuchter
2. Einige jüdische Feiertage / wichtigstes Heiligtum
• Ein jüdischer Feier- bzw. Ruhetag ist der Sabbat,
an dem jegliche Arbeit zu unterbleiben
hat, es ist der siebente Tag in der Woche. Nach Überlieferung des Alten
Testaments erinnert der Sabbat an den
siebenten Tag der Schöpfung, an dem Gott
ruhte
• Im Frühling
feiern die Juden ihr ältestes und höchstes Fest - das Passahfest. Es
erinnert an die
Befreiung Israels aus der ägyptischen Knechtschaft.
• Im Herbst (also Ende September/Anfang
Oktober) beginnt das Laubhüttenfest - Sukkot genannt.
Dieses
ähnelt dem Erntedankfest, der Name leitet sich von den u.a. aus Laub bestehenden
Wüstenbehausungen nach dem Auszug der Juden aus Ägypten ab.
• Klagemauer –
sie ist das wichtigste jüdische Heiligtum in Jerusalem
3. Judenverfolgung
• Judenverfolgung gab es bereits ab dem 12. Jahrhundert
• Viele Juden siedelten sich seit der Unterdrückung der Römer in Ost- und Mitteleuropa an
• Sie wurden jedoch von dort vertrieben (England, Frankreich, Spanien und Portugal)
• In vielen Ländern wurden sie wegen ihrer Andersartigkeit und ihrer Religion verfolgt
• Mit dem wachsenden Einfluss des Christentums und seiner bewussten Abgrenzung vom Judentum verstärkte sich die Judenfeindlichkeit
• Die größte Judenverfolgung gab es während des 2.
Weltkrieges durch Nazis
- 6 Mio. Juden wurden in Vernichtungslagern ermordet
- in der Nacht vom 9./10. 11. 1938 fand die
Reichskristallnacht statt - Plünderung und Zerstörung
jüdischer Geschäfte,
Synagogen und Wohnungen
- sie wurden ausgegrenzt aus dem staatl. und gesellschaftl. Leben durch
Ausschaltung aus der Beamtenschaft, Diskriminierung, durch die
Kennzeichnungspflicht (J im Ausweis, Davidstern)
sowie die Rassengesetze
(Beziehung zwischen Juden und „arischen" Deutschen wurden als
Rassenschande
verhöhnt)
4. Einiges zur Situation der Juden heute
• Ende des 19. Jh. gingen viele Juden nach Palästina
• Es kam zu Konflikten zwischen Juden und Arabern
• 1947 beschloss UNO die Teilung Palästinas in einen
arabischen und einen jüdischen Staat. Die Juden akzeptierten das und gründeten 1948
Israel, die Araber lehnten ab -daraus entstand Nahostkonflikt,
der bis heute anhält
• Nach der Gründung des Staates Israel 1948 wanderten viele Juden aus Ost-Europa und aus den arabischen Ländern nach Israel und in die USA aus
• Von über 15 Mio. Juden leben heute rund 5,7 Mio. in den USA, rund 3,5 Mio. in Israel, rund 1,7 Mio. in dem Gebiet der ehem. UdSSR und rund 2,3 Mio. in West-Europa
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