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Ethik
Hinduismus
Mit
über 700 Millionen Anhängern zählt der Hinduismus zu den Weltreligionen.
Er entstand im 1.
Jahrtausend v.Z., er
ist historisch gewachsenen und eine Sammelbezeichnung für eine
Vielfalt uneinheitlicher religiöser, sozialer und künstlerischer Elemente
der Kultur Indiens, aber auch der Nachbarländer Pakistan, Bangladesch, Sri
Lanka und Nepal.
Das
heißt aber auch, dass es im Hinduismus keine einheitliche Lehre gibt,
sondern es
ist eine Sammlung von religiösen und
ethischen Anschauungen. Deshalb ist auch die religiöse Praxis vielfältig: es
gibt sowohl die Verehrung des göttlichen Einen, Brahman,
als auch eine reichhaltige Götterverehrung. Kern der Lehre ist das
Weiterwirken der Taten (Karma) in
verschiedenen Reinkarnationen (Wiederfleischwerdung oder Wiederverkörperung). Damit eng verbunden ist die jeweilige
Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kaste, (Abgrenzung u. hierarchische Anordnung von gesellschaftlichen Gruppen). Das Kastensystem
Indiens basiert auf
der Vorstellung, dass gemäß einem kosmischen Gesetz, dem Dharma,
jeder sozialen Schicht ganz bestimmte Verhaltens- und Lebensweisen angemessen
seien. Moderne hinduistische Reformer wie Mohandas Gandhi
(wohl mehr bekannt unter dem Namen Mahatma Gandhi)
haben das starre Kastensystem wegen seiner Unmenschlichkeit kritisiert und eine
Lockerung der Kasten erreicht
Da
der
Hinduismus eine mythologisch gewachsene Religion ist,
hat er weder
einen Religionsstifter (wie etwa das Christentum, der
Islam oder
der Buddhismus) noch einen unveränderlichen Inhalt.
Trotz der Verschiedenheit der unterschiedlichen hinduistischen Kulte und
Traditionen gelten den meisten Hindus die zwischen 1500 und 500 v.Chr.
entstandenen Weda (auch: Veda) als heilige Schriften und bilden die
theoretische Grundlage ihrer Religion.
Mit Veda (Sanskrit, wörtl.: Wissen) werden im Hinduismus die heiligen Schriften bezeichnet. Den
Kern des Veda bilden die Texte der Shruti,
die mündlich überliefert wurden.. Da es sich um heilige Texte handelt, ist
ihre exakte Wiedergabe wichtig. Das
Wissen durfte nur an auserwählte Schüler weitergegeben werden. Erst um das 5. Jh. wurden sie niedergeschrieben. Noch heute gibt es Brahmanen, die die Veden auswendig
können.
Ein allgemeines Kennzeichen für die hinduistischen religiösen Vorstellungen ist der Glaube an ein Entsprechungsverhältnis von Makrokosmos (Welt, Universum) und Mikrokosmos (Mensch). Die hinduistischen Rituale und Opfer zielen auf eine Harmonisierung des Menschen mit dem Makrokosmos und die Befreiung aus dem leidvollen Kreislauf der Reinkarnation (Wiedergeburt), einem der ältesten Elemente hinduistischen Glaubens. Außerdem ist allen Hindus der Glaube an eine letzte Wirklichkeit, Brahman, gemeinsam. Religiöses Ziel der Hindus ist die Vereinigung des eigenen ICH, Atman, mit Brahman.
Hinduistische Götter
Die
drei wichtigsten Gottheiten sind
Wischnu,
"der Wirkende", ein Sonnengott, der Aktivität und Schöpfungsenergie
verkörpert,
Schiwa, "der Gütige", Gott der
Auflösung und Zerstörung, und
Schakti, "Kraft,
Macht, Energie", die Göttermutter, eine Personifikation des Brahman.
Außerdem
gibt es Agni (Feuergott), Ashvins (Schutzgötter der Ackerbauern und Viehzüchter, göttliche Ärzte), Brahman,
(Ur- und
Schöpfergott), Durga (Gattin Shivas, "Große Mutter"), Indra (Kriegsgott), Kama
(Liebesgott), Lakshmi (Göttin des Glücks), Manu (Stammvater der
Menschheit), Mitra (Gott des Lichts), Naga (halbgöttliche Schlangenwesen, Fruchtbarkeitsbringer), Rati
(Liebesgöttin), Rudra
(Sturmgott), Sarasvati
(Göttin der Gelehrsamkeit), Yama (Urmensch und Gott des Todes)
• Shruü: Schriften göttlicher
Offenbarung, die verbindlich in religiösen und ethischen Fragen sind
•
Smriti: Schriften Heilige Schriften menschlicher
Überlieferung
•
Sutra-Literatur: Regeln für Zeremonien und Rituale
•
Shastra-Literatur: "Gesetzesbuch"
•
Vedangas: Erläuterungen der Veden; wissenschaftliche Unterweisung
•
Puranas: kanonische Lehrbücher
Feste und Feiern
Holi: Frühjahrsfest
Divali: Neujahrsfest /
Lichterfest
Örtliche
Tempelfeste; am bekanntesten ist das Wagenfest zu Ehren Vishnus
Melas (Jahrmärkte), v. a. um einem Heiligen zu
begegnen
Basanta: Frühlingsfest zu Ehren der Götün Sarasvati
Mahashivarati: Volksfest, bei dem Shivas
Erwachen aus einer langen Meditation gedacht wird
Kasten
• Brahmanen - Priester
•
Kshatriyas - Herrschende, Adel, Krieger
•
Vaishyas - Bauern, Handwerker, Händler
•
Shudras - Arbeiter
Interlinks:
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