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Ethik
Christentum
- Pfingsten
Pfingsten - ein christliches Fest
Pfingstrose
Welches
Ereignis wird Pfingsten gefeiert?
Pfingsten
gehört zu den ältesten christlichen Festen. Das Pfingstfest
bildet den Schlusspunkt eines zusammengehörenden Zeitraums, der mit
Ostern beginnt und 50 Tage umfasst. Das Wort
Pfingsten ist griechischen Ursprungs (pentekoste = fünfzig). Nach der
kirchlichen Lehre ist der Heilige Geist
in die Welt gesandt worden, um das Wort und das Werk Jesu
Christi zu erhalten und zu verbreiten. Noch im 4. Jahrhundert feierten die Christen an Pfingsten auch die in der Apostelgeschichte erwähnte
Himmelfahrt Christi. Nachdem
sich Christi Himmelfahrt zu einem eigenständigen Fest entwickelt hatte, wurde
Pfingsten zum Fest des Heiligen Geistes
erhoben.
Ursprung des Pfingstfestes
Die
Apostelgeschichte berichtet, dass
die Jünger Jesu am 50. Tag nach Ostern in einem Haus in Jerusalem
zusammenkamen. Dort empfingen sie die Gabe des Heiligen Geistes, die sie
befähigte, in fremden Sprachen zu reden:
"Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am
gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein
heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das
ganze Haus, in dem sie waren... Alle wurden mit dem
Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der
Geist ihnen eingab.
In Jerusalem wohnten aber Juden,
fromme Männer aus vielen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob,
strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in
seiner Sprache reden."
Allgemein bekannt
ist die symbolische Ausgießung des Heiligen
Geistes , z.B. durch Herablassen einer Pfingsttaube in der Kirche
sowie das
Ausschmücken von Häusern und Kirchen mit Zweigen und Blumen. Hirtenfeste,
Königsschießen der Schützengilden, Maifeiern und Umritte sind ebenfalls
Bestandteile regionalen Brauchtums. Zu Pfingsten wird auch gern ein Pfingstfeuer entfacht, ein Freudenfeuer, das den
Abschied von der Winterzeit symbolisiert.
Sitten
und Bräuche
Pfingsten ist auch als blühendes
Mai-Fest bekannt, das manchmal in den Juni fällt. Pfingsten ist ein Naturfest, das vom Duft der Birken und
Blumen begleitet wird. Wenn ein Mädchen am Pfingstsonntag
sein Gesicht im Frühtau wäscht, dann bekommt es
eine besonders zarte Haut.
Am Pfingstmontag versammeln sich noch heute die Bauern und Geistlichen vieler Gemeinden auf dem Marktplatz, um von dort aus, begleitet von Fanfarenbläsern, auf prächtig geschmückten Pferden auszureiten. Früher wurde an vielen Orten zu Pfingsten ein Ochse durch die Straßen geführt, der zum Fest geschlachtet wurde ( Pfingstochse).
Die Pfingstrose mit ihren großen roten
Blüten stammt aus den Mittelmeerländern. Die zerriebenen Blätter der
Pfingstrose sollen dem Wundwerden der Kinder vorbeugen. Noch heute besucht man
zu Pfingsten
Quell-Brunnen
und trinkt daraus ( Pfingstwasser).
Der Pfingststrauch soll Gewitter, Krankheit
und Ungeziefer verscheuchen.
Pfingstbewegung
Die "Pfingstbewegung"
entstand 1906 in Los Angeles. Sie strebt durch die "Geisttaufe" ein
Leben christlicher Vollkommenheit und geistlicher
Fruchtbarkeit an. Wichtiges Element dieser Bewegung ist das "Sprachengebet",
d.h. in der
Lage zu sein, in den verschiedenen Sprachen zu beten.
Die Pfingstbewegung hat seit Anfang des 20. Jahrhunderts viele
eigene Gemeinden in der ganzen Welt entstehen fassen.
In Deutschland gibt es ca. 18 Gemeinden mit
etwa 800000 Mitgliedern.
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