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Ethik
Christentum - Himmelfahrt

 

Himmelfahrt

Bedingt durch Religionen besteht bei den Menschen die weit verbreitete Vorstellung, dass die Seele eines Verstorbenen in den Himmel fährt. Als Gegenstück gibt es aber auch die Fahrt in die Unterwelt, die Hölle. Voraussetzung dieser Vorstellungen ist ein Weltbild, das Himmel, Erde und Unterwelt als Elemente der Welt betrachtet.

Christi Himmelfahrt bezeichnet nach dem christlichen Glauben die Rückkehr Jesus´ von Nazareth als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel, es istt deshalb ein christlicher Feiertag bzw. ein katholisches Hochfest. Christi Himmelfahrt wird am  40. Tag nach dem Ostersonntag gefeiert, wobei der Ostersonntag und der Himmelfahrtstag mitgezählt werden. Deshalb fällt das Fest immer auf einen Donnerstag.
Das Neue Testament berichtet vor allem von der Himmelfahrt von Jesus von Nazareth (Christus), die lt. der Apostelgeschichte nach Lukas genau 40 Tage nach Ostern, dem Auferstehungsfest, stattfand.  Die evangelischen Christen sprechen deshalb von "Christi Himmelfahrt". Demnach teilt der auferstandene Christus vierzig Tage seine Gemeinschaft mit den Jüngern und erwirbt dann mit dem Platz  "zur Rechten Gottes" die Macht über die Kirche.
Im Christentum gibt es in der katholischen und orthodoxen Kirche den Glauben an die leibliche Aufnahme Marias, Jesus´ Mutter, in den Himmel, auch als Mariä Himmelfahrt bezeichnet - seit 1950 katholischer Glaubenssatz.

In der bildenden Kunst wird vor allem die Himmelfahrt Christi dargestellt. Zunächst erscheint Christus in den Himmel schreitend und die Hand Gottes erfassend oder von Engeln emporgetragen. Seit Giotto (Giotto di Bondone, italienischer Maler, 1266 bei Florenz geboren) kann Jesus aus eigener Kraft emporschweben.
Als wichtigste Darstellungsform der Himmelfahrt Mariens wird Maria von einer Wolke oder von Engeln emporgetragen.

Christi Himmelfahrt ist in Deutschland seit 1936 ein gesetzlicher Feiertag. In der DDR war der Tag nur bis 1966 und im Jahr 1990 ein gesetzlicher Feiertag.

Im weltlichen Bereich entwickelte sich in Deutschland der Feiertag zum Vatertag, auch als Männertag oder Herrentag bezeichnet. An diesem Tag gibt es Bräuche wie die Herrenpartie (eine Kutschfahrt oder Wanderung in die Natur mit Konsum von Alkohol) oder Tagesausflüge mit der ganzen Familie.

Ein äußerst seltenes Ereignis:

Wann fallen Himmelfahrt  und 1. Mai auf einen Tag ?
aus: "Freie Presse" vom 20.04.2007:

"Ein Satz vorab zur Erklärung : Christi Himmelfahrt bezeichnet nach dem christlichen Glauben die Rückkehr des Jesus von Nazareth als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel und ist zugleich ein christliches Hochfest.
Christi Himmelfahrt wird am 39. Tag nach dem Ostersonntag gefeiert und fällt deshalb immer auf einen Donnerstag. Ostern gehört zu den beweglichen Festen, deren Datum jedes Jahr anders ist.
Alle beweglichen christlichen Feiertage werden vom Ostersonntag aus berechnet.
Der früheste Termin für Christi Himmelfahrt ist demnach der 30. April, der späteste Termin der 3. Juni.

Im Jahre 2008 fällt Christi Himmelfahrt mit dem "Tag der Arbeit" am 1.Mai zusammen. Diese Konstellation tritt wirklich nur sehr selten ein, letztmalig passierte dies im Jahr 1913.
Nach 2008 werden beide Feiertage erst wieder 2160 auf einen Tag fallen."

Seite erstellt: 2005
geändert: 02.11.2009

 

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