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Ethik
Christentum

 

1. Leben und Leidensweg Jesus Christus

Der Name Jesus Christus setzt sich aus folgenden zwei Bestandteilen
zusammen:
Jesus als griechisch-lateinische Form des hebräischen Namens Je/ho/schua.
Das bedeutet soviel wie "Gott ist Rettung" bedeutet.
Christus als griech.Übersetzung von "Der Gesalbte" oder "Der Messias".
Aus der Überzeugung, dass Jesus der Messias ist, erhielt er
 diesen Doppelnamen.
Was wir von Leben und Leiden Jesu wissen, ist nur durch wenige historische Quellen belegt. Was darin über die Lebensgeschichte Jesu aufgezeichnet wird; ist eine Mischung aus Realität und Legende, die vor allem als Glaubensbekenntnis betrachtet werden muss.
Bereits mit Jesu Geburt sind mystische Vorstellungen verknüpft. Seiner Mutter, der Jungfrau Maria, wird vom Engel Gabriel die Geburt eines Sohnes angekündigt, den sie durch den Heiligen Geist empfangen wird und den sie Jesus nennen soll.
Jesus wird um 4 vor Christi in Bethlehem als Sohn des jüdischen Zimmermanns Josef und seiner Frau Maria geboren. (Die Angabe dieser Jahreszahl hat in den vergangenen Jahren immer wieder gewechselt, etwa von 4 v.Z. bis 7 unserer Zeit)  Als der regierende König Herodes von der Geburt dieses als zukünftigen König der Juden betrachteten Kindes erfährt, befiehlt er, alle Kinder im Alter bis zu 2 Jahren zu töten. Josef allerdings weicht mit seiner Familie nach Ägypten aus.
Die nächste wichtige Station im Leben Jesu ist seine Taufe durch Johannes den Täufer zwischen seinem 27. und 29. Lebensjahr, bei der er seine Berufung erfährt.
Ungefähr ab dem 30. Lebensjahr beginnt Jesus sein Predigt- und Wanderleben, bei dem er sich vor allem immer wieder für Randgruppen der Gesellschaft einsetzt. Sein öffentliches Wirken verschafft ihm nicht nur Anhänger, sondern auch Feinde. Das führt letztlich zu seiner Verhaftung und Verurteilung.
Nach dem sogenannten Abendmahl wird er durch Judas verraten und festgenommen. Der Stadthalter Pontius Pilatus verurteilt ihn daraufhin zum Tode am Kreuz. Nach seinem Tod wird Jesus vom Kreuz abgenommen und in ein Grab gelegt, das jedoch 3 Tage später leer ist. Gott hat ihn vom Tode zu neuem Leben auferweckt und ihm die Auffahrt in den Himmel möglich gemacht. Damit ist für die Gemeinde Jesu durch seinen Kreuztod nicht länger ein Schlusspunkt gesetzt, sondern die Hoffnung begründet, dass er als Messias wiederkommen und ein Reich Gottes auf Erden aufbauen wird.

2. Christliche Lehre und christlicher Glaube

Der christliche Glaube entstand im Spätjudentum. Er beruft sich auf Jesus von Nazareth als ihren Stifter und Erlöser (Christus).
Die Grundlehren des Christentums sind in den Schriften des neuen Testaments aufgezeichnet.
Diese Lehren sind in Glaubensbekenntnissen und Bekenntnisschriften zusammen gefasst:
Gott ist der Schöpfer der Welt.
Gott hat in Jesus Christus menschliche Gestalt angenommen.
Gott lässt durch den Heiligen Geist seine Gnade in der Welt wirksam werden.

Gott bedeutet im Christentum also Dreieinigkeit: ER wird Mensch durch Jesus und durchdringt als Heiliger Geist die Kirche. Dieser dreieinige Gott ist Anfang und  Ziel des Glaubens, wobei Priester, Pfarrer usw. Vermittler zwischen Gott und den Menschen sind.

 Zentrale Bedeutung für die christliche Lehre haben Jesus Kreuztod und seine Auferstehung.

3. Kirchen und Konfessionen

Im Jahr 1054 trennt sich das Christentum in 2 Hälften, die Ostkirche und die Westkirche. Diese Spaltung ist das Resultat von Jahrhunderte langen inneren Auseinandersetzungen innerhalb der Kirche. Kernpunkte bilden die unterschiedlichen Auffassungen vom Selbstverständnis der Kirche, bei der die Ostkirche eine passive Zuschauerrolle im Weltgeschehen einnimmt, während die Westkirche aktiv gestaltend eingreift sowie der Bilderstreit.

4. Orthodoxe Kirche

Die Bezeichnung Orthodoxe Kirche signalisiert das Selbstverständnis der Ostkirchen, die seit 1054 von Rom getrennt sind.

Ein wichtiger Unterschied bis heute ist die Bilderverehrung der orthodoxen Kirche. Nach dem Gebot "Du sollst dir kein Bildnis von Gott machen" war jegliche Verehrung von Bildern untersagt. Die Ostkirche machte sich jedoch früh unabhängig von diesem Verbot und versteht die Bildverehrung als kultisches Bestandteil, durch die die göttliche Nähe besonders intensiv spürbar wird.

Die größte Bedeutung hat heute die russisch - orthodoxe Kirche, aber auch in vielen anderen Ländern ist die orthodoxe Kirche vertreten, z.B. in Serbien, Rumänien, Bulgarien, Georgien, Zypern, Griechenland, Finnland und Polen.

5. Römisch-katholische Kirche und evangelische Kirche

Die Trennung in Katholische und Evangelische Kirche wird durch den Augsburger Religionsfrieden von 1555 besiegelt.

Auslöser für die Reform - Bewegung ist der Anschlag von Martin Luthers 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg am 5. Oktober 1517.
                                                           lutherbild.gif
Seither haben sich die katholische und die evangelische Kirche zu 2 eigenständigen Glaubensrichtungen mit gemeinsamen Wurzeln entwickelt

6. Schriften

Die Basis bildet die Bibel mit dem Alten und dem Neuen Testament. Es ist in eine Sammlung von 66 Schriften, die in Inhalt, Umfang und Entstehungszeit ganz verschieden sind.

Das Alte Testament setzt sich zusammen aus Geschichtsbüchern, aus den Lehrbüchern oder poetischen Büchern sowie den prophetischen Büchern.

Das Neue Testament besteht aus den 4 Evangelien, aus der Apostelgeschichte, den Lehrbüchern und der Offenbarung des Johannes.

Daneben gehören Bekenntnisschriften wie das Glaubensbekenntnis zu den Inhalten des christlichen Glaubens.

Der Festkreis der westlichen Kirche richtet sich nach dem Kirchenjahr, das am 1. Advent beginnt.

Advent :                            ist die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest

Weihnachten:                  am Weihnachtstag, dem 25. Dezember, wird der Geburt Jesu Christi                                          gedacht

Ostern:                             Ostern ist in allen christlichen Kirchen das höchste Fest, bei dem                                           man die Auferstehung Jesu als Sieg über den Tod und als                                           Grundlagen des christlichen Glaubens feiert

Christi Himmelfahrt:        40 Tage nach Ostern

Pfingsten:                         ist an Ostern gekoppelt. Es findet 50 Tage später statt. Man gedenkt                                           der "Ausgießung des Heiligen Geistes" über die Jünger in Jerusalem                                           und der erstmaligen Verkündung des Evangeliums, weshalb das Fest                                           auch als Geburtstag der Kirche bezeichnet wird

Erntedankfest:                 bei dem zumeist am ersten Sonntag im Oktober gefeierte Fest wird                                           Gott für die eingebrachte Ernte gedankt

Allerheiligen:                    Fest der katholischen Kirche am 1. November zum Gedächtnis aller                                           Heiligen und Seligen

Allerseelen:                      Fest der katholischen Kirche am2. November, bei dem man aller                                           Verstorbenen gedenkt

Totensonntag:                  ist ein evangelischer Tortengedenktag am letzten Sonntag des                                           Kirchenjahres, also einen Sonntag vor dem 1. Advent

Buß- und Bettag:             Evangelischer Bußtag, der am Mittwoch vor dem letzten Sonntag des                                           Kirchenjahres begangen wird

 

7. Wesentliche Unterschiede in der Glaubenspraxis der katholischen  und der
    evangelischen Kirche

   
                                     katholische Kirche                          evangelische Kirche

Papst als Oberhaupt                         unmittelbare Beziehung des Gläubigen

der Kirche                                        zu Gott

Zusammen mit den in einer
strengen Hierarchie organisierten
Geistlichen ist er Mittler zwischen
Gott und dem Gläubigen

                                       Abendmahl als                                 Leib und Blut Christi in
  Messopfer: Brot und                         Erinnerung an Jesu Tod,
  Wein als Leib und Blut                      Abendmahl als
  Christi in Erinnerung an                    Sündenvergebung durch
  Jesu Tod                                           gemeinsamen Verzehr von
                                                            Brot und Wein
 
  Ohrenbeichte des                             Generalbeichte der
  einzelnen Gläubigen in                      gesamten Gemeinde vor
  einem Beichtstuhl vor                        dem Abendmahl
  einem Priester, der zum
  Beichtgeheimnis
  verpflichtet ist
 
  Verehrung Marias als                        Ablehnung der
  Mutter Jesu durch                             Marienverehrung, da
  Lobpreis und Bitte um                       dadurch eine
  Fürsprache                                       Mittlerfunktion zwischen
                                                           Christus und Gläubigem
                                                           geschaffen wird
 
   7 Sakramente: Taufe,                       Beschränkung auf die zwei
  Firmung,                                            von Jesus eingesetzten
  Altarsakrament, Buße,                      Sakramente Taufe und
  Priesterweihe, Ehe,                           Abendmahl
  Letzte Ölung
 (Krankensalbung)

 
   Zölibat der Priester                          keine Zölibatsverpflichtung der
                                                           Pfarrer

Außerdem unterscheiden sich katholische Messe und evangelischer Gottesdienst in vielen Bereichen voneinander.

                                                                                Autor: Katja Springer

Kirchen aus Görlitz

                
          
Christuskirche                 Jakobuskirche (kath.)              Heiliges Grab                            Peterskirche

 
                                                                                                                                         
   Bilder: © M.Frunzke

Seite erstellt: 2003
geändert: 02.11.2009

 

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