Die Erde und ihre Länder
Europa - Italien - Stromboli
Die Insel Stromboli
Stromboli ist die nördlichste der sieben Liparischen Inseln
(Alicudi,
Filicudi, Lipari, Panarea, Salina, Stromboli, Vulcano). Sie
liegt im Tyrrhenischen Meer zwischen der
Nordküste Siziliens und der Bucht von Neapel. Politisch wird sie von der
sizilianischen Provinz Messina
verwaltet.
Stromboli ist ein Vulkan
bzw. eine italienische Insel
vulkanischen Ursprungs im Mittelmeer,
nördlich von Sizilien.
Die
Größe der Insel beträgt nur 12,6 Quadratkilometer.
Nicht einmal
400 Personen wohnen in den zwei Dörfern Stromboli und Ginostra. Als
wichtigste Einnahmequelle hat der Tourismus die Fischerei und die Landwirtschaft
abgelöst.
Die Höhe der steil aus dem Wasser aufragenden, nahezu kegelförmigen Insel
beträgt vom Meeresspiegel aus ca. 926m, vom
Meeresgrund ragt der Vulkankegel etwa 3000m auf. Sein Gipfel, Serra Vancori, ist ein Überbleibsel eines alten Kraters und besteht aus
andesitischer Lava. 200 m unter diesem Gipfel öffnet sich der jetzt aktive
Krater.
Seit mindestens Herbst 2003 ist der Aufstieg zum Gipfel gesperrt, ein
genauer Grund wird nicht angegeben.
Manche vermuten, dass Touristen nach einer Eruption verletzt wurden.
Polizisten überwachen den Wanderweg und schicken Wanderer wieder hinunter; ein
zweiter Weg wurde mit Zäunen versperrt. Ohne Führer kann man auf 500 m
aufsteigen, mit Führer auf etwa 600 m. Mehr zu dem Vulkan findet ihr
hier.
Stromboli ist nur mit der Fähre erreichbar, entweder von Milazzo (Sizilien) oder von Neapel
aus. Es geht auch ein Schnellboot von Tropea (Calabria) aus.
Aus
dem Meer ragt die Masse des Stromboli in
einer herrlichen Farbenpracht hervor, mit seinen steilen Abhängen, die sich
gegen den blauen Himmel abheben.
Auf den östlichen,
grünbedeckten Abhängen heben sich saubere, zierliche, typische weiße Häuschen
hervor. Einige andere Hauser sind auf dem Strand verteilt,
der schwarz wie Ebenholz ist, oder in der Nähe von Lavafelsen und bieten daher
sonderbare Farbkontraste. Andere Hauser sind entweder dicht um die Kirche
versammelt oder zwischen uralten Ölbäumen verborgen, andere schließlich klettern
an steilen Abhängen.
Um
das Dorf reihen sich lange Kaktusfeigen-Hecken auf, die sehr oft als Grenze
zwischen den Grundstücken dienen. Die auf den terrassenförmigen
Abhängen verteilten oder an den Mauern festsitzenden Kapern prangen mit ihrem
schirmartigen grünen Laub und schmücken sich im Sommer mit auffallenden weißen
Blüten. Die dicht belaubten Ölbäume und die grenzenlos ausgedehnten
Weinberge, hier und da durch Glyzinien, Brombeeren und Ginster unterbrochen,
überwuchert von hohen Gräsern und mit Tausenden von wilden Blumen
durchsetzt, bieten ein wunderbar buntes Landschaftsbild.
Oft ist das monotone
Summen der Zikaden zu hören. Im Gegensatz zu diesem
östlichen Abhang, der von einer üppigen Vegetation bedeckt ist, steht der nördliche Abhang: Er ist kahl, rauh, nebelig.
Gerade in diesem Gegensatz besteht die
Eigentümlichkeit von Stromboli.
Auf der Insel befinden sich zwei Ortschaften: Stromboli im Nordosten und
Ginostra im Südwesten. Die Ortschaften sind auf dem Landweg untereinander nicht
verbunden. Zwischen ihnen liegt die berühmte "Sciara del Fuoco"
("Feuerstrasse"), über die die Lava des Vulkans vom Gipfel weg manchmal ins Meer
hin abfließt. Ginostra hat nur 27 Einwohner und ist mit Schiffen oder
Tragflächenbooten zu erreichen.Stromboli
Dorf
Der gleichnamige Hauptort der Insel Stromboli besteht aus den Ortsteilen
Ficogrande, San Vecenzo, Piscità und San Bartolo. Die Hotel- und Unterkunftszone
liegt getrennt vom eigentlichen Lebensraum der Strombolianer. Neben den vielen
verlassenen, einstürzenden Bauern- und Fischerhäusern stehen prächtig
renovierte Villen. So befinden sich in Küstennähe auch
keine Geschäfte, nur eine Boutique und ein Andenkenladen. Um Lebensmittel
einzukaufen, muss man in den etwas höher gelegenen Ficogrande
steigen.
Ginostra
Dorf
Das
kleine Dörfchen Ginostra findet man am
südöstlichen Ende der Insel.
An der Südwestseite hält das Schiff in der kleinen Bucht von Ginostra:
Einem Dorf, das nur aus ein paar wenigen Villen besteht. In Ginostra gibt es
einen Lebensmittelladen, eine Siremar Agentur und einfache
Übernachtungsmöglichkeiten. Das Dorf ist über einen Fußweg von Stromboli-Dorf
aus erreichbar.