
|
|
|||
|
|

Die Erde und ihre Länder
Europa - Slowakei
Hauptstadt: Bratislava

Slowakei
| Zeitzone | MEZ |
| Fläche | 49 035 qkm (41% Wald) |
| Ausdehnung | N-S 180 km, O-W 400 km |
| Klima | Gemäßigtes Klima im Übergangsbereich zwischen ozeanischem und kontinentalem Klima |
| Sehenswürdigkeiten | Tatra-Gebirge; Chatêau Bojnice; Burg
Nitra; Dobschauer Eishöhle; Banská Štiavnica; Bratislava (Preßburg); Kremnica |
Der Westen und Osten des Landes wird vorwiegend von Berg- und
Hügellandschaften mit breiten Flusstälern und zwischengelagerten Becken
eingenommen. Im Norden erhebt sich das waldreiche Hochgebirge der Hohen Tatra
(Gerlsdorfer Spitze 2654 m). Nach Süden schließen sich die Niedere
Tatra und das Slowakische Erzgebirge an. Im Süden hat das Land Anteil an der
fruchtbaren Pannonischen Tiefebene.
Es herrscht subkontinentales Klima mit
warmen Sommern und kalten Wintern. Die durchschnittlichen Jahresniederschläge
schwanken zwischen 650 mm in der Donauniederung und 1700 mm in der Hohen
Tatra.

Bevölkerung
Etwa
86% der Bewohner sind Slowaken. Stärkste Minderheit sind die
Ungarn (10%); außerdem leben noch Tschechen, Ukrainer, Deutsche und Roma im
Land. Etwa 70% der Bevölkerung gehören der römisch-katholischen Kirche an. Nur 57%
der Einwohner leben in Städten.
Verkehr
Dem Eisenbahnverkehr kommt noch eine relativ große Bedeutung
zu. Durch die Lage an der Donau in der Nähe des Dreiländerecks Slowakei,
Österreich, Ungarn ist die Hauptstadt Bratislava
der wichtigste Verkehrsknotenpunkt des Landes. Hier gibt es auch einen internationalen Flughafen.
Wirtschaft
Traditionsgemäß spielt die Landwirtschaft noch eine relativ
große Rolle. In den fruchtbaren Tälern und der Tiefebene im Süden werden
Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Gemüse und Obst, in sonnigen Lagen auch Wein,
Tabak und Sonnenblumen angebaut. In den höheren Landesteilen überwiegt die
Viehzucht.
Die wichtigsten Industriezweige sind der Maschinenbau, die chemische,
Textil-, Nahrungsmittel-, Elektro-, Glas- und Holzindustrie.
An Bodenschätzen
werden Braunkohlen-, Eisen-, Erdöl- und Erdgasvorkommen genutzt. Die
Stromerzeugung beruht zu fast 50% auf der Kernenergie (Atomkraftwerke Jaslovské
Bohunice und Mochovce), über 18% werden in Wasserkraftwerken (Gabcikovo u. a.)
erzeugt, der Rest in Wärmekraftwerken.
Im Hochgebirge ist der Fremdenverkehr von
zunehmender Bedeutung.

| Geschichte | |
| 1918 | Die Slowakei wird Bestandteil der Tschechoslowakei. |
| 1939-1945 | Formell zwar unabhängig, ist die Slowakei ein Satellitenstaat Deutschlands. |
| 1945 | Das Land wird wieder Teil der Tschechoslowakei. |
| 1948 | Die Kommunisten erlangen die Macht. |
| 1968 | Truppen des Warschauer Paktes zerschlagen die Reformpolitik A. Dubceks. |
| 1989 | Oppositionsparteien werden zugelassen, Bürgerrechte wiederhergestellt. |
| 1992 | Die Auflösung der Tschechoslowakei in zwei unabhängige Staaten wird beschlossen. Die Slowakei erhält eine Verfassung. |
| 1993 | Die Slowakei erlangt die Unabhängigkeit. |
| 2004
2009 |
Das Land wird im
März Mitglied in NATO, am
1. Mai Mitglied der EU. Ebenfalls am 1. Mai tritt sie dem
Schengener Abkommen
bei Am 1. Januar wird der Euro eingeführt. |
Politik und Verfassung
Nach der Verfassung von 1992 (1999 geändert) ist die Slowakei
eine Republik mit parlamentarischem Regierungssystem. Staatsoberhaupt ist der
für fünf Jahre vom Volk gewählte Präsident. Eine einmalige Wiederwahl ist
zulässig. Der Präsident ernennt den Ministerpräsidenten und auf dessen Vorschlag
die Minister. Das Einkammerparlament, der Nationalrat, hat 150 Abgeordnete, die
nach dem System der personalisierten Verhältniswahl für vier Jahre gewählt
werden. Die wichtigsten politischen Kräfte im Parlament sind die
Volkspartei-Bewegung für eine Demokratische Slowakei, die
populistische Partei Richtung sowie die Slowakische Demokratische und
Christliche Union.
Höchste juristische Instanz des dreistufigen
Gerichtswesens ist der Oberste Gerichtshof.
Bilder:
© Monika Frunzke
![]()