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Die Erde und ihre Länder
Europa - Schweiz
Das Muotatal
Das Muotatal ist ein
schönes, in sich geschlossenes
romantisches Voralpental mit flacherTalsohle, steilen Seitenwänden,
Wasserfällen und einem reißenden
Fluss. Als flächenmäßig größte Schwyzer Gemeinde
(Gemeindeteile: Muotathal, Hinterthal, Bisisthal, Ried) bildet sie den
südöstlichen Teil des Kantons. An Uri und Glarus grenzend, ist sie fast so groß
wie der Kanton Zug, sie gehört mit ihrer beachtlichen Ausdehnung gar zu den zehn
größten Gemeinden des Landes.
Ihr weitaus größter Teil besteht
allerdings aus Fels und Stein.
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Geographie In dieser schönen schweizerischen Gemeinde im Kanton Schwyz, die in der Nähe der Höllochgrotten (139 km) liegt, leben etwa 3100 Einwohner. |
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Diese Gemeinde bildet den südöstlichen Teil des
Kantons und grenzt im Süden an den Kanton Uri, im Osten an den Kanton Glarus.
Mit einer Fläche von 17215 ha gehört Muotathal unter den 3000 Gemeinden der
Schweiz zu den 10 flächengrößten und ist ungefähr so groß wie der ganze Kanton
Zug. Das Haupttal erstreckt sich 8 km vom Klingentobel bis zur Einmündung der Starzlen in die Muota; dort teilt es sich in 2 Fortsetzungstäler: in das Bisisthal (mit Strasse bis ins Sahli) und in das Tal der Starzlen (mit Strasse über den Pragel nach Glarus). Das Haupttal verläuft von Ost nach West und weist dementsprechend die grossen Unterschiede von Sonnenhalb und Schattenhalb auf. |
Geschichte
Das Tal wurde wahrscheinlich um 700 durch Alemannen
besiedelt. Die Geschichte der Gemeinde Muotathal begann mit der Gründung einer
eigenen, von der Schwyz abgetrennten Pfarrei. Die erste urkundliche
Erwähnung des Namens finden wir im Jahre 1243 als "Muotathal" (Muot = wild; Aa =
Fluss). 1291 bestand das Land Schwyz nur aus Schwyz,
Steinen und Muotathal. Sie bildeten zusammen ein politisches Gemeinwesen mit
Landsgemeinde und Landammann. In der sogenannten "Allmeinde" besaßen die
Landleute einen riesigen Grundbesitz, nämlich alle Wälder, Gewässer und Alpen
dieser Gegend. Dadurch entstand ein starkes Selbstbewusstsein, das sich in einem
unbeugsamen Freiheitswillen äußerte.Das Tal war ziemlich abgeschlossen, das
unterstützte die Erhaltung der Ursprünglichkeit in Sprache, Kultur und
Brauchtum. Die Wirren der Franzosenzeit bekam die Bevölkerung besonders an jenem
27. September 1799 zu spüren. Damals fiel der russische General Suworow mit Tausenden
seiner Soldaten in das Tal ein, um die Franzosen in Schwyz
zu schlagen. Er selber nahm im Frauenkloster zwei Tage Quartier und zog dann
weiter über den Pragelpass nach Glarus, weil er an der nach ihm benannten
Suworowbrücke eine Niederlage erlitten hatte.
Das Frauenkloster Muotathal
Das Frauenkloster
Muotathal geht auf eine Sammlung frommer Frauen zurück, die 1288 die
Franziskanische Lebensregel annahmen und in einem kleinen Klösterchen bei der
heute noch bestehenden alten Klosterkirche wohnten.
1530 starb das Kloster aus und wurde 1590 wieder belebt.
1684-1693 wurde die jetzige Klosteranlage erstellt. Die alte
Klosterkirche wurde 1957 im romanischen Stil renoviert und ist das
älteste Kulturdenkmal in der Gemeinde.
Freizeitangebot, Sehenswürdigkeiten
Ein reiches Vereinsleben zeichnet das Leben im Tal aus. Besonders die Musik steckt den Muotathalern im Blut. Auch der Sport wartet mit Spitzenleistungen auf. Im weitern gibt es Volkstheater, Kino, Disco, Fitnessräume, Dreifachturnhalle, Lernschwimmbecken, Wildwassersport, Musikschule. Weitherum bekannt sind auch die Muotathaler Wetterpropheten, die aufgrund eigener Tier- und Pflanzenbeobachtungen Jahreswetterprognosen erstellen.
Frauenkloster St. Josef mit Suworowzimmer (1693) und dem einzigen romanischen Kirchenraum (1347) im inneren Land Schwyz. Die Gründung des Klosters geht auf das Jahr 1288 zurück. Es ist damit älter als die Eidgenossenschaft. Der Gründungsbrief ist noch vorhanden. Pfarrkirche Muotathal mit hochbarocker Raumgestaltung (1793) und reichem Kirchenschatz. Wallfahrtskirche Maria Immerhilf in Bisisthal.
Das Höllloch, entdeckt 1875, ist eines der grössten Höhlensysteme der Welt und misst rund 150 km vermessene Gänge. Es ist im vorderen Teil für Besucher ausgebaut und kann besichtigt werden. Naturreservat Bödmernwald (grösster Urwald der Schweiz). Die Karrenfelder im Bödmern-, Silbern- und Twärengebiet, aber auch in der Gegend des Glattalpsees bilden das grösste Karstgebiet der Schweiz.
2001
/ 2002
In dieser wunderschönen Gegend wollten wir den Jahreswechsel 2001/2002 verleben. Also ging es wieder wie ein Jahr zuvor am 28.Dezember per Reisebus des Reisebüros Grenzland-Reisen aus Johanngeorgenstadt los - und die Bergwelt der Schweiz bezauberte uns sofort. Nach einigen Stunden Fahrt kamen wir im Muotatal an und befanden uns somit im Herzen der Schweiz, einem Paradies für Wanderer, Fischer, Kanuten, Botaniker und Geologen - im Winter ein ideales Gebiet für Lang- und Abfahrtslauf.
Wir fuhren als erstes zu unserem "Tell Hotel", bezogen unsere Zimmer und trafen uns dann alle im Speiseraum, der zugleich auch die Gaststätte war.
So
schön wie die Hotelzimmer waren - so ungemütlich wirkte leider dieser große
Raum. Immerhin konnten hier bis 120 Personen Platz finden.
So wie das
Hotel den Namen des großen Schweizer Freiheitskämpfers Wilhelm Tell trug
- so stießen wir in der Umgebung immer wiederauf dessen Namen und sein Wirken.
Aber
während unserer Ausflüge in die nähere uund weitere Umgebung konnten wir
noch viel Schönes und Interessantes erleben. Hier eine kleine Auswahl davon:
Auch diesen Urlaub werde ich in bleibender Erinnerung
behalten.
MF
Bilder:
© Dieter Winkler
und Monika Frunzke
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