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Die Erde und ihre Länder
Europa - Österreich / Tirol

 

Urlaub in Vent
mit Ötzi-Fundstelle am Tisenjoch (Staatsgrenze Österreich – Italien)


Vom 05.09. bis 11.09.1999 haben wir einen Bergsommer in der Martin-Busch-Hütte (2501 m) verbracht.
Die Martin-Busch-Hütte liegt in den Ötztaler Alpen. Mit dem Auto oder Bus fährt man durch das Ötztal über Sölden nach Vent (1900 m). Von Vent aus läuft man ca. 2 Stunden (9 km) bis zur Martin-Busch-Hütte.

 

Zur Ötzi-Fundstelle am Tisenjoch (3210 m) sollte man einen Tagesauflug von der Martin-Busch-Hütte aus planen.
Man erreicht sie in ca. 2 Stunden. Von der Ötzifundstelle hat man einen schönen Blick ins Schnalstal auf den Vernagt-Stausee, der sich bereits in Südtirol befindet.

 

Auf dem Rückweg sollte man unbedingt einen Abstecher zur Similaunhütte (3019 m) machen.
Zu unserer Zeit hatte der Rotwein den gleichen Preis wie das Bier. Der Abstieg (ca. 1,5 Stunden) zur Martin-Busch-Hütte wird daher sicherlich „Rotweinstraße“ genannt und kann recht lustig sein.
Der direkte und damit kürzere Weg führt über einen ungefährlichen Gletscher.

Den Tag kann man dann auf der Martin-Busch-Hütte ausklingen lassen oder man läuft weiter bis nach Vent.
                                                                                                                         Autor: Thomas Jeschke
                                                                                                                        
 Bilder: ©  Thomas Jeschke

                  
Zusätzliche Information:

Bringt Ötzi Tod und Verderben?
Von Carola Frentzen

Mumien haben etwas Furcht erregendes, Erschreckendes, Unerklärliches an sich. Das wissen Kinofans spätestens seit Stephen Sommers gruseligem Kassenschlager "Die Mumie". Und auch die Legende vom "Fluch des Tutenchamun" sorgt bis heute für Gänsehaut, waren doch in den 1920er Jahren mehrere
Mitglieder des Ausgrabungsteams um den Briten Howard Carter kurz nach der Öffnung des Pharao-Grabes gestorben. Jetzt macht auch Ötzi von sich Reden: Sechs Menschen, die im Zusammenhang mit der Gletscherleiche standen, sind tot. Verbirgt sich hinter dem netten Namen ein grausiges Geheimnis?
Nachdem am Sonntag der Urgeschichtler und Ötzi-Forscher Konrad Spindler im Alter von nur 66 Jahren in Innsbruck gestorben ist, sind die Italiener - die sowieso zum Aberglauben tendieren - hellhörig geworden. Selbst die Nachrichten-Sprecherin des staatlichen RAI- Fernsehens sprach vom "Fluch des Ötzi". Dass der Archäologe schon lange schwer krank war, wurde dabei nur in einem Nebensatz erwähnt.
Dennoch: Etwas Makabres hat die Geschichte schon, hatte Spindler doch erst vor einem halben Jahr erklärt, der angebliche Fluch der Eismumie habe allenfalls "Unterhaltungswert". Scherzhaft hatte er hinzugefügt: "Werde ich dann der Nächste sein?" Die Forschungen an der 5300 Jahre alten Leiche, die 1991 vom Nürnberger Ehepaar Simon entdeckt worden war, hatten ergeben, dass Ötzi eine Pfeilspitze in der Schulter hatte. Er starb also keines natürlichen Todes. Rächt er sich dafür noch heute an allen, die ihm nahe kommen? Bei dem Gedanken wird vielen Italienern unbehaglich, ist die Mumie doch in ihren eigenen Landesgrenzen im Bozener Museum ausgestellt.
Die Lebensumstände des Gletscher-Mannes geben den Forschern bis heute Rätselauf: Mit seinen etwa 47 Jahren hatte Ötzi für steinzeitliche Verhältnisse ein geradezu methusalemhaftes Alter erreicht. Er hatte Blutspuren an den
Händen, die nicht von ihm selbst stammen und wurde scheinbar von hinten mit mehreren Pfeilen durchbohrt. Ein Ötzi-Forscher sprach erst kürzlich von einem "historischen Kriminalfall".
Zu den Männern, die im Dunstkreis von Ötzi starben, zählt auch der Finderder Gletschermumie, Helmut Simon. Er war im vergangenen Herbst bei einer Bergtour von einer Lawine getötet worden. Weitere Gestorbene waren: Der
Mumien-Gerichtsmediziner Rainer Henn, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam; der Bergführer Kurt Fritz, der Reinhold Messner zur Fundstelle begleitete und später bei einem Unglück in den Bergen starb; der Journalist
Rainer Hölzl, der Ötzi filmte und einem Krebsleiden erlag; und schließlich ein Bergführer, der an der Suche nach dem verschollenen Helmut Simon beteiligt war - und nur wenige Stunden nach dessen Beerdigung an einem
Herzinfarkt starb.
Ob es sich bei den Todesfällen um Unglücke, Zufälle oder einen Fluch handelt, wird wohl niemals geklärt werden können. Aber die gruselige Legende über den Fluch der Mumie, die aus grauer Vorzeit zurückkommt, um sich an den Menschen zu rächen - die hat nicht nur durch den gleichnamigen Kinofilm etwas Elektrisierendes an sich. (dpa)

Seite erstellt: 2003
Seite geändert: 23.03.07

 

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