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Die Erde und ihre Länder
Europa - Mazedonien (auch Makedonien)
Hauptstadt: Skopje
Binnenstaat
auf der Balkanhalbinsel
| Offizieller Name | Ehemalige jugoslawische Republik Makedonien |
| Staatsform | parlamentarische Republik |
| Fläche | 25 713 km² |
| Höchste Erhebung | Korab (2751m) |
| Wichtigste Flüsse | Vardar, Crna, Schwarzer Drin |
| Zeitzone | Mitteleuropäische Zeit |
| Amtssprache | Makedonisch, Albanisch |
| KFZ-Kennz. | MK |
Die junge Republik Mazedonien liegt im Herzen der Balkanhalbinsel, im Südosten Europas. Sie ist ein Binnenstaat. Sie grenzt im Norden an Serbien und Montenegro, im Süden an Griechenland , im Westen an Albanien und im Osten an Bulgarien. In dieser gebirgigen Region ist das lang gezogene Vardar-Becken der wichtigste Handelsweg des Landes und ist unentbehrlich für dessen wirtschaftliche Entwicklung.
Land
der Berge und Seen
Die Republik Mazedonien ist nur ein kleiner Teil der
historischen Region Makedonien. Da die Republik als Binnenstaat
über keinen Zugang zur Mittelmeerküste verfügt, nutzt sie ihre Flüsse
und Seen wirtschaftlich möglichst gut.
Wichtiges Vardar-Tal
Eine entscheidende Rolle
für die mazedonische Wirtschaft spielt der Fluss Vardar. Er entspringt im
Nordwesten des Landes und durchzieht es Richtung Südosten, bis er nahe der
griechischen Stadt Thessaloniki in die Ägäis mündet. Der Vardar trennt die
bewaldeten Ausläufer zweier Bergmassive des Balkans voneinander: das Dinarische
Gebirge im Westen (Korab, 2 751 m) und des Rhodopen-Gebirge im
Osten. Er passiert zudem die
mazedonische Hauptstadt Skopje, das industrielle Zentrum des Landes
(Metallverarbeitung, Chemie, Elektrotechnik). In der Landwirtschaft dieser
Region ist die Schafzucht bedeutend.
Prespasee
Mikri Prespa und Megali
Prespa (der Kleine und der Große Prespa] heißen die beiden Teile eines großen
Sees im Südwesten Mazedoniens, durch den die Grenzen zu Albanien und Griechenland
verlaufen.
Er gilt als geschützte Region, ist Heimat für Pelikane und
Kormorane, außerdem leben dort Gänse, Reiher und sogar Wasserbüffel.
Zunehmender Tourismus
Seit dem Zerfall Jugoslawiens leidet Mazedonien unter noch größeren
ökonomischen Problemen als zuvor. Die Arbeitslosenquote ist hoch, Probleme
mit den Nachbarn sorgen für eine gewisse Isolation. Das Land versucht
daher, den Tourismus als Einnahmequelle zu entwickeln. Die Seen von Ohrid,
Prespa und Dojran sind beliebte Reiseziele, und durch das Aufstauen des
Crna-Flusses im Zentrum des Landes entstand zudem ein großer künstlicher
See, der Tikves.
Bevölkerung
Über zwei Drittel der Bevölkerung sind Makedonier; die größte Minderheit bilden
mit it etwa einem Viertel die Albaner, die vorwiegend an der Grenze zum Kosovo leben. Den Rest der
Bevölkerung bilden Türken (ca. 4%), Roma und Serben (je ca. 2%).
Rund ein Viertel der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Skopje, etwa
40%
leben auf dem Land.
Vorherrschende
Religionen sind das orthodoxe Christentum, zu dem sich die Makedonier und
Serben bekennen, und der Islam (30%), dem vor allem die Albaner und Türken
angehören.
Im Zentrum des
Balkan
Die
Lage Mazedoniens inmitten der Balkanhalbinsel hat sein Schicksal geprägt.
Seine 1991 proklamierte Unabhängigkeit wurde erst zwei Jahre später von
den Vereinten Nationen und den meisten EU-Staaten anerkannt. Die Geschichte
Mazedoniens ist eng verknüpft mit der Jugoslawiens, denn das
Land war von 1918 bis 1993 eine jugoslawische Teilrepublik, obwohl es
eine eigene glanzvolle Vergangenheit besitzt, die bis in die Antike zurückreicht.
Alexander
der Große
Bis zum 5. Jh. v. Z. war Mazedonien von den Persern
besetzt, ihnen folgten die Griechen. Den Höhepunkt seiner Macht erreichte
das Land unter Alexander dem Großen (356-323 v. Z.), einem der bedeutendsten
Feldherren der Weltgeschichte. Er dehnte die Grenzen des mazedonischen Reichs
bis nach Persien, Ägypten und Indien aus. Danach wurde Mazedonien römische
Provinz, dann byzantinisch und ab 1371 Teil des Osmanischen Reichs. Zu diesem
gehörte es mehr als 500 Jahre lang, bis es nach den Balkankriegen 1912/13
unter Serbien, Bulgarien und Griechenland aufgeteilt wurde. Nach Gründung
der Volksrepublik Jugoslawien 1918 wurde es dieser zugeordnet und ab 1945 unter Tito
jugoslawische Teilrepublik. Die Republik Mazedonien erklärte
sich 1991 für unabhängig, das wurde aber erst 2 Jahre später mit der Aufnahme des Landes in die
Vereinten Nationen international akzeptiert. 1996 erkannten
sich Mazedonien und Serbien und Montenegro gegenseitig an. 2001 kam es zu
innenpolitischen Spannungen durch Separationstendenzen der großen albanischen
Minderheit Mazedoniens, die bürgerkriegsähnliche Zustände auslösten. Internationale
Vermittlungen und Rahmenabkommen konnten den Konflikt beenden und die mazedonische
Regierung ist nun bemüht, die Interessen der albanischen Minderheit in der
Verfassung stärker zu berücksichtigen.
Wirtschaft und Verkehr:
Während in den Beckenlandschaften intensive Landwirtschaft mit Anbau von
Weizen, Mais, Obst, Tabak, Wein, Reis und Baumwolle betrieben wird, dominiert in
den Höhenlagen die Viehzucht (Schafe, Ziegen, Maultiere). Von
wirtschaftlicher Bedeutung sind die Bodenschätze (Mangan, Kupfer, Braunkohle,
Blei und Zink) und die Nutzung der Wasserkräfte. Die Energierohstoffe Erdöl und
Erdgas müssen zu 100% eingeführt werden. Die Industrie, in der rund 34% der
Erwerbstätigen beschäftigt sind, ist noch relativ gering entwickelt (Eisen- und
Stahl-, Nahrungsmittel-, Textil-, Leder- und chemische Industrie) und
konzentriert sich in der Hauptstadt Skopje. Hauptausfuhrgüter sind Textilien,
Tabak, Zink, Eisenwaren und Wein.
Der Fremdenverkehr ist noch wenig
entwickelt.
Makedonien ist ein typisches Transitland. Die wichtigsten
Verkehrsverbindungen verlaufen von Norden nach Süden und verbinden Mitteleuropa
mit Griechenland. In Skopje und Ohrid gibt es Flughäfen.
Klima
• kontinental, im Süden und
Südosten Mittelmeerklima
• Durchschnittstemperatur: 0 °C im Januar, 22 °C im Juli
• jährliche Niederschlagsmenge: 500 ^is 800 mm
Sehenswertes
• Skopje (Bazar, Moschee,
Daut-Pascha-Hammam)
• Priiep (Erzengel-Michael-Kloster und Museum)
• Ohrid (Zitadelle und See)
• Tetovo [Alte Moschee)
• Nerezi (Kloster des
Heiligen Panteleimon mit byzantinischen Fresken)
• Debar (Kloster Sveti Jovan
Bigorski)
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