

Die Erde und ihre Länder
Spanien - Mallorca
Hauptstadt: Palma de Mallorca

Mallorca ist
die Hauptinsel der spanischen Balearen im westlichen Mittelmeer, sie gehört zum Autonomiegebiet der Balearen,
das kommt etwa einem Bundesland gleich. Regiert wird dieses Gebiet von dessen Hauptstadt Palma aus. Mallorca stellt zudem neben Menorca und Ibiza
einen der drei Inselräte. Politisch ist die Insel in 53 Gemeinden mit Verwaltungssitz
gegliedert.
Die
Insel ist etwa 3660
qkm groß, auf ihr leben ca. 638000 Einwohner.
Gebirge, Täler, Gewässer
Zwei Gebirgszüge rahmen die Insel im Osten und Nordwesten ein, die Serra de Llevant und die über weite Teile nicht
besiedelte Serra de Tramuntana, in der die
höchsten Berge der Insel liegen, darunter zehn mit über 1000 Meter ü. M. In der Serra de Llevant befinden sich hingegen nur drei Gipfel
über 500 Meter. Diese Höhe erreicht außerhalb der beiden Gebirgsketten nur der
Puig de Randa mit
542 Meter in der Mitte der Insel.
Das Sierra de Tramonta
ist ein zerklüftetes, weitgehend verkarstetes
und stellenweise bewaldetes Gebirge, das Sierra de Tramontana, das im Puig
Mayor 1445 m erreicht und schroff zum Meer
abbricht. Den Südosten bildet ein Höhenzug, über
den einzelne Bergkuppen und Tafelberge bis zu 560 m aufragen - in seinem
Inneren findet man große Höhlen. Zwischen beiden Gebirgszügen erstreckt sich
fruchtbares Hügelland, das von den tief eingreifenden Buchten von Alcudia im
Nordosten und Palma im Südwesten begrenzt wird. Günstige Boden- und
Klimabedingungen ließen eine üppige und artenreiche
Pflanzenwelt entstehen.
Flüsse und natürliche Seen besitzt Mallorca nicht. Die oftmals starken
Regenfälle nehmen die vielen Sturzbäche auf, die das
Wasser ins Meer ableiten. In Trockenzeiten bleiben dann
Brackwasserseen zurück, die vielen Insektenarten Lebensraum bieten.
Klima
Die verschiedenen Jahreszeiten sind natürlich
spürbar, aber es gibt keinen
eiskalten Winter mit Schnee und Frost. Aber in den meisten Jahren
sieht man hin und wieder auf den Spitzen der hohen Berg eSchnee , und selbst
dort ist er meist bis zum Mittag wieder getaut. Dass im Flachland Schnee
liegenbleibt, kommt nur aller paar Jahre einmal vor, an der Küste so gut wie nie.
Mallorcas Wetterlage wird durch das subtropische
Mittelmeerklima beherrscht. Gewöhnlich sind die Sommer sehr trocken und heiß, die
Winter dagegen feucht und mild. Schlechtwetterfronten werden durch die
Gebirgslandschaft ferngehalten. So wird der Nordwind durch das
Gebirge im Nordwesten daran gehindert, über die gesamte Insel zu fegen. Im
Nordwesten ist der Jahresniederschlag deutlich höher als
der im Süden.
In den
Monaten November bis April ist mit starken Niederschlägen auf der gesamten Insel
zu rechnen. Jedoch ist das Wetter nicht mit Deutschland zu vergleichen, da es hier
in
diesen Monaten sehr schöne und viele Sonnentage gibt. Die restlichen
Monate sind fast niederschlagsfrei. Der August ist durch
die hohen Temperaturen mit bis zu 40 °C und die hohe Luftfeuchtigkeit
gekennzeichnet.
Natur
Das
Klima prägt natürlich auch hier
die Vegetation. Wenn Ende Januar / Anfang
Februar die Mandelblüte beginnt, dann ist
das gleichzeitig der Beginn der "grünen Jahreszeit", die
spätestens im Juli beendet ist. In den trockenen Monaten Juli und August
mit durchschnittlich 2 bis 3 Regentagen sind
die Nadelwälder an der Westküste und die künstlich
bewässerten Golfplätze
die wenigen grünen Flächen der Insel.
Im Sommer befinden sich viele
Pflanzen in einer Vegetationspause, um Kälte und Schnee überleben zu
können. Im Herbst erholt sich die Natur
langsam wieder und mit dem Regen erwacht auch das neue Grün.
Die meisten Pflanzen und Früchte, die man auf Mallorca
findet, sind an bestimmte Landschaftsformen und Klimazonen gebunden.
Die häufigsten Bäume, die man in Küstennähe
antrifft, sind Strand- oder Aleppokiefern, oft als Pinien bezeichnet.
Richtige Schirmpinien, an denen die schmackhaften Pinienkeme wachsen, sind
dagegen auf der Insel selten. Im Unterholz der Kiefernwälder findet man
Baumheide, Mastixsträucher und
Rosmarin.
Auch gelbblühenden Ruten-Wundklee, stachelige Wacholderbüsche und seltener Erdbeerbäume kann
man finden. An den lichten Stellen im Wald wächst
vielfach das sog. Pampasgras, auch Schneidegras
genannt. Mandelbäume
blühen ab Mitte Januar weiß oder rosafarben und tragen im Herbst Früchte. Die von den Arabern eingeführten Dattelpalmen können ebenso wie die
wildwachsenden Zwergpalmen und Kakteen Schnee durchaus vertragen. Kein Wunder also, daß
Mallorca auch im Winter grün wirkt, auch wenn Mandelbäume, Platanen, Pappeln und
die meisten Obstbäume ihr Blätterkleid zeitweise abwerfen.
Aber es werden natürlich auch Pflanzen angebaut,
Agrumen, Mandeln, Oliven, Wein, Tomaten und Frühgemüse,
aber auch Getreide, Flachs und Hanf sowie Blumen. Um möglichst gute
Erträge zu sichern, werden diese
meist künstlich bewässert. Steineichen,
Feigen- und Johannisbrotbäume dienen als Futter für die Schweine, während in
den höheren Lagen Schafe und Ziegen gehalten werden.
Einwohner
Mallorca hat rund
813730 gemeldete Einwohner (Stand: 2007), davon leben 383100
in der Hauptstadt Palma. Die nächstgrößeren Gemeinden sind Calvià
Manacor, Llucmajor, Marratxi, Inca, Felanitx, Alcúdia, Pollença und Sóller. Der Ausländeranteil an der
Bevölkerung betrug im Jahr 2006 rund 16,4 %, wovon ca.
55000 EU-Bürger sind, etwa 212000 Deutschen, ca. 12300 Briten, 7000 Italiener und 6300 Franzosen. Größere Zuwanderergruppen aus außereuropäischen
Ländern stammen aus Marokko, Argentinien und Ecuador. Die einheimische
Bevölkerung wird Mallorquiner genannt.
Siehe auch: Sprachen auf Mallorca
Segeln
und Tauchen Bilder:
© Michael u. Monika
Frunzke
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