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Die Erde und ihre Länder
Europa - Großbritannien
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland - Inselreich in der Nordsee
Hauptstadt:
London
Das Vereinigte Königreich
Großbritannien und Nordirland liegt im Westen von Europa. Die lange selbstgewählte Abgeschiedenheit des Landes endete
im Jahr 1994 mit der Fertigstellung des Kanaltunnels, der es mit Frankreich
und dem Kontinent verbindet.
England ist
das "Land der Angeln", das Stammland des Vereinigten Königreichs von Großbritannien
und Nordirland im nicht schottischen und nicht walisischen Südteil der
britischen Hauptinsel (ausgenommen die Insel Man,
sie ist als autonomer Kronbesitz direkt der britischen Krone unterstellt, jedoch weder
Teil des Vereinigten Königreichs noch eine
Kronkolonie).
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Staatsform |
Parlamentarische Monarchie |
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Verwaltung |
England: 36 Bezirke, |
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25 Grafschaften
u. London; |
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Fläche |
243 000 qkm |
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Einwohner |
ca.60 Millionen |
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Religionszugehörigkeit |
61% Anglikaner, 9% Katholiken, 3% Moslems, 2% Hindus und Sikhs |
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Wichtigste Flüsse |
Themse, Severn, Trent |
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Größte Städte |
London, Birmingham, Manchester, Glasgow, Edinburgh, Belfast, Cardiff |
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Höchste Erhebung |
Ben Nevis (1344 m) |
Das Vereinigte Königreich besteht aus Großbritannien, Nordirland und einigen kleineren Inseln. Großbritannien ist die größte Insel Europas, auf ihr liegen England, Schottland und Wales. Es ist das Land der vier Meere: im Süden der Ärmelkanal, im Westen die Irische See und der Atlantik, im Osten die Nordsee. In Küstennähe befinden sich die Kanalinseln, die Insel Wight, die Scilly-Inseln, Anglesey, die Insel Man, die Hebriden, die Orkney- und die Shetland-Inseln.
Großbritannien - in
der Umgangssprache oft nur "England" genannt - wartet mit einer kontrastreichen Landschaft
auf, besonders dort, wo das schottische Hochland auf das englische Tiefland trifft.
Landschaftlich ist Großbritannien ein Teil des
europäischen Kontinents, von dem es erst in der Nacheiszeit durch Landsenkung
und Meeresspiegelerhöhung getrennt wurde. Die Küsten sind besonders im Westen
stark gegliedert und meist steil, mit 40–60 km tiefen Buchten, im Osten vielfach
unterbrochen von flachen Anschwemmungsküsten. Hochgebirge fehlen. In Cornwall
und Devon, in Wales, Mittelengland und Schottland überwiegen abgerundete
Mittelgebirge. Sie sind im Ben Nevis der schottischen Grampian Mountains
am höchsten (1343 m), sie tragen nur nur einen dürftigen Boden. In Wales sind die Berge noch stärker abgetragen.
Die Cambrian Mountains haben nur eine Höhe von 1085 Metern.
In England beschränkt sich das Bergland auf Cornwall und Devon.
Die
Erzlager
in Mittelengland, Westcumberland, Cornwall, Wales und Mittelschottland,
besonders aber die riesigen Steinkohlenlager in Südwales und in Mittelschottland waren lange Zeit die Grundlage der
britischen Industrie. Großbritannien verfügt
über große Erdölreserven sowie über erhebliche
Erdgasvorkommen.
In
der Nähe der Severn-Mündung,
mit 354 Kilometern der längste Fluss Großbritanniens,
liegt ein
fruchtbares, teilweise sandiges Stufenland mit Senken und Landterrassen. Die
Ebenen des Landes werden überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Im Osten überwiegt die typische Parklandschaft mit Wiesen, Weiden und
Ackerflächen, die durch Baumreihen voneinander getrennt sind. An den
Südküsten, wo es relativ warm ist, gedeihen maritim-subtropische Pflanzen.
Von den kurzen, meist nur im Unterlauf
schiffbaren Flüssen ist die Themse der wichtigste Fluss.
Im Norden Nordirlands liegt der „Damm des Riesen", der aus einer Unmenge gleichmäßig geformter Basaltsäulen besteht, die etwa 60 Millionen Jahre alt sind. Der Legende nach soll ein Riese diesen gebaut haben, um darüber nach Schottland laufen zu können, um dort ein Riesenfräulein zu ehelichen. Diesen Damm zählt die UNESCO zum Weltkulturerbe. Wissenschaftlern zufolge handelt es sich jedoch um Lava, die vor 60 Millionen Jahren bei einem Vulkanausbruch ausfloss, erstarrte und vom Wasser abgeschliffen wurde.
Das Klima ist stark
durch die See geprägt. Bei überwiegendem Westwind herrscht Seeklima: milde
Winter, kühle Sommer und verhältnismäßig hohe Niederschlagsmengen. Die Durchschnittstemperatur
beträgt 6 °C im Januar, 22 °C im Juli. Die jährliche Niederschlagsmenge
liegt zwischen 550 und 2100 mm, je nach Region. Es gibt heftige Stürme, starke Bewölkung
und häufigen Regen. Von der starken Nebelbildung haben wir wohl alle schon
gehört - oder in den Filmen von Edgar Wallace etwas davon gesehen.
London
London, die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs, breitet
sich inmitten des Londoner Beckens beiderseits der Themse weit ins Umland aus.
Im sogenannten Groß-London leben etwa 7 Millionen Einwohner, davon sind etwa
1 Million Immigranten. Damit zählt London zu den größten Städten Europas.
Als Residenz der
Königin, Sitz der Regierung und des Parlaments sowie zahlreicher Bildungs- und
Kultureinrichtungen von internationalem Rang ist London das unumstrittene
Zentrum Großbritanniens. Die kommunale Verwaltungsgliederung der Stadt
unterscheidet die "City of London" und 32 Stadtbezirke.
Die City von London, die heute den Bereich der ursprünglichen
römischen Siedlung einnimmt, hat nur eine Ausdehnung von knapp 3 qkm mit rund 4000
Einwohnern, aber es ist ein Zetrum des internationalen Handels und des Banken- und
Versicherungswesens. Zahlreiche historische
Gebäude im Zentrum Londons, prächtige Zeremonien und eine Fülle von kulturellen
Aktivitäten machen die britische Hauptstadt zum größten Touristenzentrum des
Landes.
Im Tower of London, der auf Wilhelm den Eroberer
zurückgeht und einst königliche Residenz war, später aber berüchtigtes
Staatsgefängnis und Richtstätte war, werden heute die Kronjuwelen verwahrt.
Sehenswertes
•
London (Big Ben, Tower,
Museen
und Boutiquen)
•
Oxford und Blenheim Palace
•
Canterbury (Kathedrale)
•
Stonehenge (Steinkreisel)
•
Hadrianswall
• Edinburgh
(Schloss
und Altstadt)
•
Glasgow (gotische Kathedrale)
• Belfast (Rathaus und Oper)
•
Stratford-upon-Avon
(Holy
Trinity Church mit Grab
Shakespeares)
Bilder:
© Sigrid Beckmann
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