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Die Erde und ihre Länder
Europa - Griechenland
Hauptstadt: Athen
| Amtlicher Name | Griechische Republik; Ellinikí Dimokratía |
| Regierungsform | Parlamentarische Republik |
| Regierungschef | Ministerpräsident |
| Legislative | Nationalversammlung mit 300 Mitgliedern, auf 4 Jahre gewählt |
| Verwaltungsgliederung | 10 Regionen; Mönchsrepublik Athos mit Autonomiestatus |
Grenzen Im Norden Albanien, Makedonien
und Bulgarien, im Nordosten
Türkei,
im Osten Ägäisches Meer, im Süden
und Westen Mittelmeer
Zeitzone MEZ +1 Stunde
Fläche
131626 qkm (20 % Wald u. Buschland, 22 % Ackerland, 40 %
Wiesen u.Weiden)
Landesnatur Im Westen Kalkketten des Pindosgebirges; im Osten kristalline Bergländer, Fortsetzung der Gebirge in der ägäischen Inselflur
Höchster Punkt
Olymp 2917 m
Gewässer Vardar (Axios), Aliakmon,
Pinios
Klima Mittelmeerklima mit trockenheißen Sommern und feuchtmilden Wintern
| Sehenswürdig- keiten |
Kulturdenkmäler der Antike, wie Akropolis in Athen, Delphi, Olympia, Bassä, Korinth Epidauros,Knossos, Mykene; griech.-orthodoxe Klöster in Athos u. Meteora; ägäische Inseln wie Delos, Kos, Kreta, Mykonos, Naxos, Rhodos, Samos, Santorin |
| Währung | 1 Euro = 100 Cent |
| Erwerbstätige | Landwirtschaft 18 %, Industrie 23 %, Dienstleistungen 59 % |
| Exportgüter | Industriegüter, Nahrungsmittel, Mineralölprodukte, Erze, Metalle, Tabak, Korinthen, Sultaninen, Baumwolle, Wein, Olivenöl, Zitrusfrüchte |
Griechenland bildet den südlichen Ausläufer der Balkanhalbinsel
und reicht zwischen Ionischem Meer im Westen und Ägäischem Meer im Osten weit in
das Mittelmeer hinein. Kennzeichnend für das Landschaftsbild sind die hoch
ragenden Gebirge, die Verzahnung von Land und Meer, die reiche
Küstengliederung mit tief in das Land greifenden Buchten, weit reichenden
Landzungen sowie die dem Festland vorgelagerten Inseln.
Griechenland lässt sich geologisch in zwei große Einheiten
gliedern. Im Westen des Festlandes verlaufen parallel zur Küste die intensiv
gefalteten, hauptsächlich aus Kalken, Mergeln und Sandsteinen bestehenden
Gebirgszüge des Pindos-Systems. Der Osten und
Nordosten des Landes bildet die Fortsetzung des aus Norden hereinreichenden
Pelagonischen Massivs und des Rhodopengebirges, in denen geologisch alte
kristalline und metamorphe Gesteine vorherrschen. Alte Massive und junge Faltengebirge wurden in einer späteren
Phase abgesenkt, gehoben und verschoben. Es kam zur Bildung einer Vielzahl voneinander getrennter Becken
und zum Meer hin geöffneter Tiefländer, die besonders im Osten das Landschaftsbild
bestimmen. In diesem Zeitabschnitt wurde auch die Landbrücke nach Kleinasien
aufgelöst. Die
Bewegungsvorgänge der Erdkruste dauern bis in die Gegenwart an und machen
Griechenland zu einem Gebiet mit reger Erdbebentätigkeit.
In dem überwiegend gebirgigen Land sind
die Becken und Senken seit jeher der
eigentliche Siedlungs- und Kulturraum Griechenlands. Sie sind überwiegend
fruchtbar und landschaftlich äußerst abwechslungsreich. Die teils entwaldeten,
zerklüfteten und unwegsamen Gebirgsregionen sind nur bedingt für
Weidewirtschaft geeignet.
Klima
Typisch für das mediterrane Klima in Griechenland sind
trockene, heiße Sommer sowie milde und regenreiche Winter. Es gibt
allerdings deutliche regionale Unterschiede, die sich z.B. der
Höhenlage oder der Entfernung zum Meer erklären. In den Sommermonaten sind die trockenen, kräftig aus
nördlicher Richtung wehenden Meltemi-Winde deutlich spürbar. Im Winter gerät
Griechenland in den Einfluss der westlichen Luftmassen, die
Hauptniederschläge, die sich zum Teil wolkenbruchartig an den Westseiten der
Gebirge abregnen, brigen. Dadurch liegen die Ostflanken der Halbinsel sowie die Becken
im Regenschatten des Pindosgebirges.
Flora
In der Pflanzenwelt unterscheidet sich Griechenland vom
nördlichen. Ddie Pflanzen müssen sich weniger auf Kälte, sondern mehr auf die sommerliche Trockenheit einstellen. Einige
Arten, wie zum Beispiel der Ölbaum, schützen sich daher durch die Ausbildung
kleinerer Blätter vor der Verdunstung. Die Sukkulenten dagegen können z.B. in
ihren fleischigen Blättern oder den Stämmen Wasser speichern. Der Olivenbaum,
gleichsam das Symbol der griechischen Flora, benötigt gerade die längere
sommerliche Trockenzeit zum Ausreifen seiner Früchte.
Stärker als in den meisten europäischen Ländern ist die
natürliche Vegetation durch menschliche Eingriffe zurückgedrängt worden.
Anstelle der Laub- und Nadelwälder sind Ersatzgesellschaften
getreten. Zu den typischen Vertretern der heutigen Busch- und
Gestrüppformationen und den immergrünen Hartlaubgewächsen zählen
Zistrosen, Myrte, Mastixstrauch, Steineichen, Erdbeerbäume und Lorbeer. Ihre
Verbreitung, wie auch die der Aleppokiefer, beschränkt sich vor allem auf die
Küsten- und Tiefländer.
Heute sind nur noch rund 20 % der Gesamtfläche bewaldet. Mit
der Vernichtung der einst üppigen Wälder wurde bereits in der Antike begonnen.
Das Holz wurde für den Schiffbau und als Feuermaterial verwendet. Heute geht die
größte Gefahr von den alljährlichen Waldbränden aus, die den Bestand drastisch
reduzieren. Die Schäden sind meist irreparabel. Die ungeschützte Humusschicht
wird von Regen und Wind fortgetragen - Bodenerosionen gewaltigen Ausmaßes sind
die Folge. Zurück bleiben der nackte Fels und die verkarsteten Berghänge. Nur
ein geringer Teil der Flächen wird wieder aufgeforstet. Aber auch dann dauert es
Jahrzehnte, bis sich wieder ein ausgewogenes Ökosystem entwickelt
hat.
Bevölkerung
Die zu 97% griechisch-orthodoxe Bevölkerung ist relativ
einheitlich, im Norden
leben verschiedene Minderheiten (Makedonier, Türken, Bulgaren, Albaner,
Aromunen). Die Bevölkerung lebt in den fruchtbaren Küstenebenen und in den
Talbecken der menschenarmen Gebirge.
Nahezu alle Griechen sprechen Neugriechisch. Sie gehören fast ausnahmslos der
orthodoxen christlichen Kirche an, die als Staatskirche eine herausragende
Stellung einnimmt. Ihr Einfluss im privaten wie auch im öffentlichen Leben ist
ungebrochen, wenngleich sich mit fortschreitender Industrialisierung auch ein
allmählicher Wertewandel in der Bevölkerung vollzieht. In der Religion ist auch die Besonderheit des griechischen
Osterfestes begründet. Dieses Fest der Liebe und des Frühlings ist der höchste
Feiertag der Griechen. Gefeiert wird mit Gottesdiensten und festlichen
Prozessionen, mit traditionellen Tänzen und ausgelassener Musik - und mit
reichlich gutem Essen.
Ein wesentliches Merkmal der griechischen Gesellschaft ist die
starke Dominanz der Familie. Traditionell begreifen sich die Griechen in erster
Linie als Mitglied eines Familienverbandes, der Schutz bietet, Ansehen wahrt,
aber auch gleichzeitig das Eintreten für die übrigen Mitglieder abverlangt. Der
Mann kümmert sich um die öffentlichen Angelegenheiten, die Frau indes hat ihren
Aufgabenbereich innerhalb der Familie. Dabei sind die griechischen Frauen tief
in der patriarchalischen Gesellschaft verwurzelt. Selten sieht man eine Frau in
der Öffentlichkeit allein. Für die Frauen ist Beruf und Bildung weit weniger wichtig als
Mutterschaft und Heirat. Deshalb kümmert sich die ganze Familie um die
Verheiratung einer Tochter. Der Vater und die Brüder arbeiten für die Mitgift,
damit die Tochter standesgemäß verheiratet werden kann. In den Städten hat die Familie ihre zentrale
Bedeutung verloren, und die Entwicklung zur Kleinfamilie ist unübersehbar. Die Frauen
besuchen Universitäten oder üben einen Beruf aus.
Athen
In Athen ist die Verflechtung von Gegenwart und
Vergangenheit einmalig. Hektischer Verkehr bahnt sich mit Hilfe der Hupe seinen
Weg durch die engen Straßen. Moderne Fabrikgebäude und Wohnblocks beherrschen
große Teile des Stadtbildes. Die Geschichte vieler Viertel reicht nicht weiter
als bis in die 1830er Jahre zurück, als nach dem Unabhängigkeitskrieg Athens
Wahl zur Hauptstadt des neuen Königreichs zu weit reichenden Um-
und Neubaumaßnahmen führte.
Diese moderne Stadt ist jedoch stolz auf ihren
Marktplatz, wo Sokrates vor fast 2500 Jahren
Philosophie lehrte, und das Freilufttheater, wo sowohl tragische als auch
komische Schauspiele im frühen 5. Jh. v. Chr. ersonnen wurden. Wo
man auch hinkommt, man sieht den Parthenon (Tempel für die
Stadtgöttin Pallas Athena Parthenos auf
der Athener
Akropolis), den größten Stolz
des antiken Athen.
Athens Geschichte lässt sich etwa 5000 Jahre zurückverfolgen,
als die alten Griechen auf dem großen ebenen Berg, der als Akropolis bekannt
wurde, die "Hohe Stadt" gründeten. Über die Jahrhunderte hinweg breitete sich
diese Stadt am Fuße des Berges aus und wählte ihren Namen Athen als Ableitung
von der Schutzgöttin Athene. Während des 5. Jh. v. Chr. wurde die Stadt
das kulturelle Zentrum Griechenlands und zog viele Philosophen, Dramatiker,
Poeten, Historiker, Staatsmänner und Architekten an, deren Werke die restliche
Welt bis heute beeinflusst haben.
Olymp - Der Sitz der Götter
Wenn man die Akropolis besucht, wo die Ruinen der imposanten Tempel und
öffentlichen Gebäude den Unbilden der Zeit standgehalten haben, denkt man gezwungenermaßen an das goldene Zeitalter Athens,. In der frühen
Geschichte Athens wurde der Berg als Siedlungsfläche aufgegeben und
ausschließlich dem Ruhme der Götter gewidmet. 480 v. Chr. plünderte eine riesige
persische Armee die Stadt und zerstörte die Tempel der Akropolis. Aber unter der
Herrschaft von Perikles (um 490 - um 429 v. Chr.) begannen die Athener mit dem
Wiederaufbau. Es entstanden diese großartigen Bauwerke, die das Bild der
Akropolis beherrschen. Dazu gehören auch die Tor- und
Festungswerke der Propyläen, des restaurierten Tempels der Athena Nike, aber
auch das
riesige Theater des Dionysos, der Geburtsstätte des europäischen Schauspiels. Während der Besetzung durch die osmanischen Türken
wurde der Parthenon stark beschädigt. 1801 kaufte
der britische Staatsmann Lord T. Elgin einige der schönsten
bildhauerischen Verzierungen und schaffte sie nach London.
Ursprünglich waren die Bauwerke der Akropolis farbenprächtig
bemalt und vergoldet. Diese Dekoration verblich schon vor Jahrhunderten, aber
der goldene Altersüberzug verlieh dem Stein noch bis in die vergleichbar jüngere
Zeit einen warmen Ton. Aber in den letzten 35 Jahren hat die
chemische Verwitterung durch Luftverschmutzung mehr Schäden verursacht als
20 Jahrhunderte zuvor. In einem Versuch, die Ruinen zu retten, hat
man den Zugang zu den Bauwerken verboten und viele Statuen zu ihrem Schutz im
Akropolis-Museum aufgestellt. Sie wurden durch Repliken ersetzt.
Das Leben auf den Marktplätzen
Überall in der Stadt findet man Spuren der Vergangenheit,
selbst auf dem berühmten "Flohmarkt" . Man findet Schmiede, die ihr Handwerk noch genauso wie vor
2600 Jahren in der Straße ihres Schutzgottes Hephaistos ausüben. Nicht
weit entfernt ist der antike Marktplatz, der einst das Zentrum des
athenischen Lebens war und nicht nur dem Handel vorbehalten, sondern auch Ort
athletischer Vorführungen, schauspielerischer Wettbewerbe und philosophischer
Diskussionen war. Sokrates wandelte hier mit seinen Schülern umher; und ungefähr
450 Jahre später predigte der Apostel Paulus hier den
Athenern das Christentum. Archäologen haben die Verkaufsstätten und Tempel der
Agora und Reste öffentlicher Gebäude gefunden und freigelegt. Die Stoa des Attalos, erbaut zwischen 159 und 138 v. Chr.,
wurde restauriert und ist jetzt ein Museum, das Funde aus
dieser antiken Stätte beherbergt.
Auch im modernen Athen gibt es große Plätze, die voller Leben
sind, besonders das administrative Zentrum
der Stadt. Hier halten die Evzonen der Präsidentengarde Wache über das
Parlamentsgebäude.
Wirtschaft
In den z. T. künstlich bewässerten, dicht besiedelten Becken,
Küstenzonen und Tälern werden Weizen, Mais, Gerste, Futterpflanzen, Reis,
Gemüse, Zitrusfrüchte, Wein (Ausfuhr von Korinthen), Tabak, Baumwolle und Oliven
angebaut.
Bei der Viehhaltung überwiegt die Schaf- und Ziegenhaltung.
Griechenland
verfügt an Bodenschätzen über Braunkohle, Bauxit, Magnesit, verschiedene Erze
und Marmor und hat Anteil an den Erdölvorkommen im Schelfbereich des Ägäischen
Meeres, die aber gleichzeitig von der Türkei beansprucht werden. Die Industrie
besteht in erster Linie aus Textil- und Nahrungsmittelindustrie sowie Metall
verarbeitenden Fabriken, überwiegend in Form von Kleinbetrieben mit weniger als
10 Beschäftigten. Ihre Standorte sind einseitig auf die
Großstädte Athen und Saloniki konzentriert.
Mit über 10 Millionen Touristen im
Jahr hat sich der Fremdenverkehr zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor
entwickelt. Erholungssuchende zieht es vor allem an die Badestrände der
Inselwelt und des Festlands; Bildungsurlauber ziehen die antiken Denkmäler vor.
Verkehr
Eisenbahn- und Straßennetz sind aufgrund der geographischen
Gegebenheiten noch nicht gut ausgebaut, werden aber zunehmend gefördert,
besonders der Straßenbau. Umso mehr Bedeutung hat die Küstenschifffahrt und vor
allem die gut entwickelte Seeschifffahrt. Griechenland unterhält eine der
größten Handelsflotten der Welt. Wichtigste Häfen sind Piräus, Patras und
Saloniki. Athen verfügt über einen internationalen Flughafen.
Der Staat heute
In den Wahlen von 1981 ging die Panhellenische Sozialistische
Bewegung ( PASOK)unter Andreas Papandreou mit rund 48 % der Stimmen
als Gewinner hervor und bildete die erste sozialistische Regierung in der
Geschichte Griechenlands. Im gleichen Jahr wurde Griechenland Mitglied der EG.
Nach achtjähriger Regierungszeit waren die Ideale der Parteianhänger
in Skandalen und Korruptionsfällen untergegangen. 1981 wurde die
Politik des großen Wandels versprochen. Acht Jahre später redete man nur noch
von der Reinigung des mächtigen Staatsapparats.
Gerade an der Person des Andreas Papandreou lassen sich
elementare Grundzüge des politischen Systems und der politischen Kultur in
Griechenland aufzeigen. Mit der PASOK, die aus der Widerstandsbewegung
"Panhellenische Befreiungsbewegung" gegen die Militärdiktatur hervorgegangen
war, hatte er eine für griechische Verhältnisse moderne und gut organisierte
Partei geschaffen. Gleichzeitig aber hat Papandreou seine Partei wie ein
Autokrat geführt.
Die griechische Wählerschaft erteilte Papandreou die erwartete
Quittung. Die "Neue Demokratie" wurde unter Konstantin Mitsotakis
stärkste Partei. Mitsotakis konnte Papandreou 1990 als Ministerpräsident
ablösen. Bei den Parlamentswahlen 1993 gewann die PASOK jedoch wieder die
absolute Mehrheit, und Papandreou kehrte ins Amt des Regierungschefs zurück, das
er 1996 wegen einer schweren Erkrankung niederlegen musste. Sein Nachfolger
wurde Konstantinos Simitis. Er führte die Partei bei vorgezogenen Wahlen 1996
wieder zur absoluten Mehrheit im Parlament. Das politische Hauptziel von Simitis war eine Reform
der wirtschaftlichen Strukturen Griechenlands. Daneben bemühte er sich um eine
Verbesserung der Beziehungen zur Türkei. Gegenseitige Besuche der beiden
Außenminister und zahlreiche bilaterale Abkommen im Jahr 2000 zur Förderung der
Zusammenarbeit im Bereich von Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Tourismus und
Umwelt förderten die Entspannung.
Im Mai 2000 stimmte das Europäische Parlament
dem Beitritt Griechenlands zur Europäischen Währungsunion im Januar 2001 zu.
Die Wahlen im Vorfeld der Olympischen Spiele 2004 bescherten
Griechenland einen Machtwechsel. Die Neue Demokratie löste die PASOK erstmals
seit 1993 in der Regierungsverantwortung ab. Kostas Karamanlis, ein Neffe des
früheren Minister- und Staatspräsidenten, wurde neuer
Regierungschef. Seit 2005 ist Karolos Papoulias
der amtierende Staatspräsident Griechenlands.
Politik und Verfassung
Nach der 1975 in Kraft getretenen und
1986 revidierten Verfassung ist Griechenland eine Republik. Staatsoberhaupt ist der
vom Parlament für fünf Jahre gewählte Präsident (einmalige Wiederwahl ist
möglich). Er ernennt den Ministerpräsidenten und auf dessen Vorschlag die
Minister. Die Regierung muss das Vertrauen der Legislative haben. Das
Einkammerparlament mit höchstens 300 Abgeordneten wird vom Volk für 4 Jahre
gewählt. Es besteht ein modifiziertes Verhältniswahlrecht, das die großen
Parteien begünstigt. Für den Einzug ins Parlament ist ein Stimmenanteil von
mindestens drei Prozent erforderlich. Die Panhellenische Sozialistische Bewegung und die konservative Neue Demokratie dominieren das griechische Parteiensystem.
Der Aeropag in Athen ist das höchste Gericht auf dem Gebiet des
Zivil- und Strafrechts.
Seite
erstellt: 2005
Seite
verändert: 21.02.2010