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Die Erde und ihre Länder
Asien - Nepal

Hauptstadt: Katmandu
 

Offiz.Name Königreich Nepal
Staatsform konstitutionelle Monarchie
Fläche 147181  qkm
Einwohner ca. 29,5 Millionen
Zeitzone Mitteleurop.Zeit +4 3/4 Std.
Amtssprache Nepali
KFZ-Kennz. NEP  

Das Königreich Nepal erstreckt sich vom 26. bis 30. nördlichen Breiten- und vom 80. bis 88. östlichen Längengrad. Etwa 136800 qkm sind Landfläche, die restlichen 4000 qkm Binnengewässer. Nepal liegt zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Staaten der Erde: Der autonomen Region Tibet der Volksrepublik China im Norden und Indien im Süden, Westen und Osten.

Bevölkerung  

Bevölkerungsdichte

157 Ew./qkm

Stadtbevölkerung

12%

Analphabetismus

73%

Lebenserwartung

58 Jahre

Religion

Hinduismus (Staatsreligion), Buddhismus, Islam

Sprache

Nepali; Maithili, Bihan

Wichtige Städte

Patan (Lalitpur), Bhatgaon (Bhaktapur), Birati Pokhara


Landschaft / Klima
Nepal umfasst Teile des Hoch-Himalaya (Mount Everest 8846 m hoch) und der südlich anschließenden Gebirgsketten des Vorderen Himalaya und der Siwalikkette; im Süden hat Nepal Anteil am Tarai, dem Dschungelgürtel südlich des Himalaya.
Der Himalaya ist mit ca. 70 Mio. Jahren ein relativ junges Faltengebirge, daher ist es weniger durch Erosion abgerundet und geglättet als andere Gebirge.
Mehrere Flüsse, die alle in den Ganges münden, haben tiefe Schluchten durch die Berge gegraben, wobei die des Kali Gandaki mit ca. 6.000 m die tiefste der Erde
ist.
Entsprechend seiner Höhenlage hat Nepal ein gemäßigtes, randtropisches Monsunklima, das der Landwirtschaft in den fruchtbaren Hochtälern und Becken günstige Möglichkeiten bietet. Die Vegetation reicht von Monsunwäldern und Grasländern in tieferen Lagen bis zu alpinen Steppen in Hochlagen.

Industrie
Der überwiegende Teil (ca. 90%) der Erwerbspersonen ist in der Landwirtschaft beschäftigt. Je nach Höhenlage werden Reis, Mais, Weizen, Zuckerrohr, Gemüse und Jute angebaut. Exportgüter sind vorrangigTeppiche, Textilien, Jute, Felle und Häute. Die Wälder, die bereits stark degeneriert sind, liefern Brennholz und Holzkohle. Der Abbau von Kupfer, Eisen, Blei und Kobalt hat bisher noch geringen Umfang, auch die industrielle Entwicklung steht noch am Anfang.

Geschichte:
Man nimmt an, dass etwa  um 1000 v. Chr. das Katmandu-Tal besiedelt worden ist. Um 400 n. Chr. begann eine Blütezeit für Nepal. Um 1200 setzte sich die Herrschaft der Malla-Dynastie durch. 1768 eroberten Gurkhas Katmandu, die 1816 einen Schutzvertrag mit Großbritannien schlossen. 1846 wurde das Amt des Premierministers in der FamilieRana erblich, die bis 1950 die alleinige Macht innehatte. König Bahadur (1911-1955) entmachtete mit indischer Hilfe die Rana und richtete eine konstitutionelle Monarchie ein. Sein Sohn (1955-1972) hob 1960 die Verfassung auf und löste das Land aus der einseitigen Bindung an Indien. 1962 führte er durch eine neue Verfassung ein, dass es keine Parteien und überwiegend indirekte Wahlen gibt. Seit 1972 regierte König Birenda Bir Bikram.  Nach blutigen Unruhen wurde 1990 eine neue Verfassung verabschiedet, das bestehende System wurde durch ein Mehrparteiensystem ersetzt. Damit setzte eine Phase politischer Instabilität ein, in der die Regierungen häufig wechselten. 1996 bildete sich die maoistische Guerillaorganisation Jana Yudha („Volkskrieg“), die den Staat mit Waffengewalt bekämpfte. 2001 starben König Birendra, seine Frau und weitere Mitglieder der Königsfamilie bei einem Anschlag. Eein Bruder Birendras wurde zum neuen König ernannt. Nach schweren Gefechten der Sicherheitskräfte mit maoistischen Rebellen im November 2001 wurde der Ausnahmezustand verhängt. Im Oktober 2002 entließ König Gyanendra den seit 2001 regierenden Premierminister, der im Mai 2002 das Parlament auflöste, er ernannte eine Übergangsregierung. Die maoistische Guerilla konnte inzwischen ihre Machtbasis zu Lasten der staatlichen Administration erheblich erweitern. 2004 beugte sich der König den Forderungen der Parteien nach der Wiedereinberufung des Parlaments und der Ernennung einer demokratisch legitimierten Exekutive. S. B. Deuba übernahm erneut das Amt des Regierungschefs. Bereits 2005 entließ Gyanendra die Regierung und verhängte den Ausnahmezustand.Am 21. November 2006 wurde die Vereinbarung zum Ende des zehnjährigen Bürgerkrieges durch Premierminister Koirala und Maoistenführer
Prachanda unterzeichnet. Im nepalesischen Parlament sind derzeit sieben Parteien vertreten. Stärkste Gruppe ist die sozialdemokratische Nepalesische Kongresspartei mit 111 Sitzen. Aber erst 2006 wurde eine Einigung erzielt und der Bürgerkrieg offiziell beendet. 

Seite erstellt: 2006
Seite geändert: 18.02.2010

 

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