

Die Erde und ihre Länder
Asien - Nepal
Hauptstadt: Katmandu
| Offiz.Name | Königreich Nepal |
| Staatsform | konstitutionelle Monarchie |
| Fläche | 147181 qkm |
| Einwohner | ca. 29,5 Millionen |
| Zeitzone | Mitteleurop.Zeit +4 3/4 Std. |
| Amtssprache | Nepali |
| KFZ-Kennz. | NEP |
Bevölkerung
| Bevölkerungsdichte |
157 Ew./qkm |
| Stadtbevölkerung |
12% |
| Analphabetismus |
73% |
| Lebenserwartung |
58 Jahre |
| Religion |
Hinduismus (Staatsreligion), Buddhismus, Islam |
| Sprache |
Nepali; Maithili, Bihan |
| Wichtige Städte |
Patan (Lalitpur), Bhatgaon (Bhaktapur), Birati Pokhara |
Geschichte:
Man
nimmt an, dass etwa um 1000 v. Chr. das Katmandu-Tal besiedelt worden ist. Um
400 n. Chr. begann eine Blütezeit für
Nepal. Um 1200 setzte sich die Herrschaft der Malla-Dynastie durch. 1768
eroberten Gurkhas Katmandu, die 1816 einen Schutzvertrag mit Großbritannien
schlossen. 1846 wurde das Amt des Premierministers in der FamilieRana
erblich, die bis 1950 die alleinige Macht innehatte. König Bahadur (1911-1955) entmachtete mit indischer Hilfe die Rana
und richtete eine konstitutionelle Monarchie ein. Sein Sohn (1955-1972) hob 1960 die Verfassung auf und löste das Land aus der
einseitigen Bindung an Indien. 1962 führte er durch eine neue Verfassung ein,
dass es keine Parteien und überwiegend indirekte Wahlen gibt.
Seit 1972 regierte König Birenda Bir Bikram. Nach blutigen Unruhen
wurde 1990 eine neue Verfassung verabschiedet, das bestehende System wurde durch
ein Mehrparteiensystem ersetzt. Damit setzte eine Phase politischer Instabilität
ein, in der die Regierungen häufig wechselten. 1996 bildete sich die maoistische
Guerillaorganisation Jana Yudha („Volkskrieg“), die den Staat mit Waffengewalt
bekämpfte. 2001 starben König Birendra, seine Frau und weitere
Mitglieder der Königsfamilie bei einem Anschlag.
Eein Bruder Birendras wurde zum neuen König ernannt. Nach
schweren Gefechten der Sicherheitskräfte mit maoistischen Rebellen im November
2001 wurde der Ausnahmezustand verhängt. Im Oktober 2002 entließ König Gyanendra
den seit 2001 regierenden Premierminister, der im Mai 2002
das Parlament auflöste, er ernannte eine Übergangsregierung. Die
maoistische Guerilla konnte inzwischen ihre Machtbasis zu Lasten der staatlichen
Administration erheblich erweitern. 2004 beugte sich der König den Forderungen
der Parteien nach der Wiedereinberufung des Parlaments und der Ernennung einer
demokratisch legitimierten Exekutive. S. B. Deuba übernahm erneut das Amt des
Regierungschefs. Bereits 2005 entließ Gyanendra die Regierung und verhängte den
Ausnahmezustand.Am 21. November 2006 wurde die Vereinbarung zum Ende des zehnjährigen
Bürgerkrieges durch Premierminister Koirala und Maoistenführer Prachanda
unterzeichnet. Im nepalesischen Parlament sind derzeit sieben Parteien vertreten. Stärkste
Gruppe ist die sozialdemokratische Nepalesische Kongresspartei mit 111
Sitzen. Aber erst 2006 wurde eine Einigung erzielt und der Bürgerkrieg offiziell
beendet.
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