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Die Erde und ihre Länder
Asien - Georgien


Georgien - Hauptstadt: Tiflis (Tbilissi)  

Lage Vorderasien;
Grenzen
 
Im Norden Russland, im Osten und Südosten Aserbaidschan, im Süden Armenien und Türkei, im Westen Schwarzes Meer
Zeitzone MEZ +2 Stunden
Fläche 69 700 km2 (39 % Wald, 12 % Ackerland, 28 % Wiesen und Weiden)
Ausdehnung W-O 400 km, N-S 180 km
Höchster Punkt Schara 5068 m
Gewässer Kura, Rioni, Alasani
Sehenswürdigkeiten Narikala-Festung in Tiflis; Bade- und Kurorte am Schwarzen Meer

Georgien umfasst die Südabdachung des westlichen Großen Kaukasus (im Kasbek 5047 m) und die nordwestlichen Gebirgszüge des Kleinen Kaukasus, die über 3000 m Höhe erreichen. Dazwischen liegen die dicht besiedelten und landwirtschaftlich intensiv genutzten Flusstäler des Rioni und der oberen Kura. Das Kolchis-Tiefland im Mündungsgebiet des Rioni am Schwarzen Meer mit seinem feuchten und warmen Klima weist subtropische Vegetation auf. Nach Osten nehmen die Niederschläge stark ab. Die Hochgebirgslagen über 3000 m sind ständig schneebedeckt. Über ein Drittel Georgiens sind bewaldet.              

Aber im Kaukasus kann man sich nicht nur an und in den riesigen Wäldern erfreuen, sondern auch an den unterschiedlichsten Pflanzen mit ihren farbenfrohen Blüten.

Die Bevölkerung besteht zu 71,7% aus Georgiern, 8% Armeniern, 5,5% Russen und 5,6% Aserbaidschanern. Für die nationalen Minderheiten der Abchasen, Adscharen und Osseten wurden eigene Verwaltungseinheiten eingerichtet (die autonomen Republiken Abchasien und Adscharien sowie die AO Südossetien). Ein Großteil der Bevölkerung bekennt sich zum orthodoxen Christentum, 11% sind Muslime.
Grundlage der Wirtschaft Georgiens sind die reichen Bodenschätze (vor allem Mangan, Baryt, außerdem Molybdän, Kupfer, Zink und Gold) und die intensive Landwirtschaft (Anbau von Tee, Wein, Obst, Gewürzen, Getreide und Tabak). Die wichtigsten Industriezweige sind die Nahrungsmittel-, Metall-, Maschinen- und chemische Industrie. Das Land ist auf die Einfuhr von Energierohstoffen angewiesen; größere Strommengen liefert lediglich das Wasserkraftwerk am Inguri. Haupthandelspartner sind Russland, Deutschland und die Türkei. - Die zahlreichen Badeorte am Schwarzen Meer und die Wintersportmöglichkeiten im Kaukasus begünstigen die Entwicklung des Fremdenverkehrs.
Das Verkehrsnetz ist noch unzureichend ausgebaut. Die Eisenbahn mit ihrem 1580 km langen Schienennetz ist der wichtigste Verkehrsträger.

Geschichte
Erste Staatsbildungen auf georgischem Boden entstanden im  4. Jh. v. Z. nach der Zerschlagung des persischen Reichs durch Alexander den Großen als Kolchis im Westen und Iberien im Osten. Sie wurden im 1. Jh. v. Z. von Pompeius dem Römischen Imperium angegliedert. Im 4. Jh. breitete sich das Christentum aus, und im 6. Jahrhundert residierte in Tiflis ein selbständiger Katholikos. Im 7. Jh. eroberten die Araber Georgien und fassten es im Kalifat Tiflis zusammen. David II. befreite Tiflis 1122. Unter der Herrschaft Georgs III. (1156-1184) und seiner Tochter Tamara (1184-1213) erreichte Georgien die größte Ausdehnung, vom Schwarzen bis zum Kaspischen Meer.
1235-1240 wurde Georgien von Batu, 1386 von Timur erorbert und verwüstet. Seit dem 15. Jh. zerfiel es dann in die Königreiche Kachien, Kartlien und Imerien und in zahlreiche Teilfürstentümer, die vom 16. bis zum 18. Jh. teils von der Türkei, teils von Persien abhängig waren. Russland eroberte die unter türkischer Herrschaft stehenden Teile Georgiens und machte es 1801 zur russischen Provinz.
1921 Invasion der Roten Armee
1922-1936 Georgien wird Teil der Transkaukasischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik mit Armenien und Aserbaidschan
1936 Georgien wird Grusinische SSR innerhalb der UdSSR
1978 Verstärkte georgische Autonomiebestrebungen
1989 Die Abchasen fordern die Loslösung von Georgien; ethnisch bestimmte Aufstände in Südossetien und Abchasien
1990 Südossetien erklärt seine Unabhängigkeit, Kämpfe brechen aus; S. Gamsachurdia wird zum Präsidenten gewählt
1991 Georgien erklärt seine Unabhängigkeit; S. Gamsachurdia wird ein diktatorischer Regierungsstil vorgeworfen
1992 Die Opposition bildet eine alternative Regierung; Gamsachurdia flieht nach Armenien; E. Schewardnadse wird neuer Staatspräsident
1993/94 Bürgerkrieg zwischen der Zentralmacht sowie Osseten und Abchasen
1999 Als erste Kaukasusrepublik wird Georgien Mitglied des Europarates
2000 Präsidentschaftswahlen; E. Schewardnadse wird im Amt bestätigt
2003 Rücktritt Schewardnadses

                                         

                  

 

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