

Die Erde und ihre Länder
Europa - Andorra
Hauptstadt: Andorra la Vella
Kleines Fürstentum
in den Pyrenäen
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Offizieller Name: |
Fürstentum Andorra |
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Amtssprache: |
Katalanisch |
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Staatsform: |
Konstitutionelle Monarchie |
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Religionszugehörigkeit: |
überwiegend Katholiken |
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Höchste Erhebung: |
Pic Alt de la Coma Pedrosa |
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Wichtigste Flüsse: |
Gran Valira, Valira del Norte, |
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Fläche: |
467,76 qkm |
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Einwohner: |
72320 |
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Bevölkerungsdichte: |
155 Einwohner je qkm |
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Größte Städte: |
Andorra la Vella, |
Andorra wurde am 8. September 1278 gegründet und ist heute flächenmäßig der
größte unter den sechs europäischen Zwergstaaten ist heute flächenmäßig der
größte unter den sechs europäischen Zwergstaaten (Vatikanstaat,
Fürstentum Andorra,
Fürstentum Liechtenstein,
Republik San Marino, Fürstentum Monaco, Republik Malta). Das Land
erstreckt sich in den östlichen Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien über drei Hochtäler.
Zwei
Fünftel der Gebirgslandschaft liegen oberhalb der Baumgrenze. In den Lagen
darunter wechseln sich meist Kiefernwälder mit Wiesen und Weiden ab.
Dank der Gebirgsbäche, die durch das Land fließen, konnten
Wasserkraftwerke entstehen.
Umgeben von den bis
zu 3000 Meter hohen Gipfeln der östlichen Pyrenäen, hat sich das Fürstentum
Andorra von seiner jahrhundertealten Rolle als Agrarstaat befreit.
Der Zwergstaat in den östlichen Pyrenäen bietet eine verfassungsrechtliche
Besonderheit: Es ist
das einzige Land der Welt, bei dem gleich zwei ausländische Amtsträger die
Funktion des Staatsoberhauptes wahrnehmen, zum einen (der Bischof von Urgell,
zum anderen der
Präsident von Frankreich.
Somit handelt es sich um eine Doppelherrschaft oder Dyarchie.
Beliebtes
Ziel für Touristen zwischen
Frankreich und Spanien
Das
Fürstentum Andorra liegt im Osten der Pyrenäen. Seine Hauptstadt
ist mit 1 029 Metern die höchste Hauptstadt Europas.
Einige Berggipfel
um Andorra erreichen fast 3 000 Meter (Pic de l'Estanyo, 2 912 m, Pic del
Pessons, 2865 m). Das Straßennetz teilt sich in Hochstraßen (Pass de la
Case, 2 091 m), Pässe (Siguer, 2 600 m) und Täler, die jedes Jahr von vielen
Touristen besucht werden. Die kalten Winter und die guten Schneeverhältnisse
- es schneit drei bis fünf Monate im Jahr - bieten ideale Wintersportmöglichkeiten.
Auch die Konsumgüter (Zigaretten und Alkohol), die sich in Andorra steuerfrei
einkaufen lassen, ziehen zahlreiche Besucher an und bilden zugleich eine
wesentliche Einnahmequelle des Fürstentums.
Wasserfälle und Seen
Das
gebirgige, stark bewaldete Land erlaubt aber noch weitere Freizeitaktivitäten
wie Wandem. Reiten und Mountainbike fahren. Die beiden Quellflüsse des Gran
Valira, der Valira del Norte und der Valira del Orien, prägen die andorranische
Landschaft. Sie sind mit Seen, Wasserfällen und forellenreichen, klaren
Bächen verbunden und eignen sich gut für Kanu- und Kajaktouren.
Viele Seen und Flüsse
In
den andorranischen Bergen finden sich zahlreiche Flüsse und Seen [Engolasters,
Juclar, Tristaina]. Die beiden Quellflüsse des Gran Valira erzeugen in dem
Tal, das sie durchfließen, ein mildes Mikroklima, bei dem es nur einen Monat
im Jahr schneit. Der Valira del Norte und der Valira del Orien fließen nahe
der Hauptstadt Andorra la Vella zum Gran Valira zusammen. Dieser mündet
in den Segre, der wiederum in den spanischen Ebro fließt.
Das Klima in den 900-1800 m hoch gelegenen Tälern weist relativ kühle Sommer
und milde Winter auf. Die regelmäßigen Niederschläge führen in den kälteren
Hochlagen im Winter zu einer lang anhaltenden Schneedecke.
Eine doppelte Lehnsherrschaft
uralten Ursprungs
Bis zum Ende des 20.
Jh. behielt der Kleinstaat Andorra die feudalistische Struktur
bei, die er vor rund 700 Jahren erhielt. Seine neue Verfassung
wurde am 14. März 1993 verabschiedet.Das andorranische Wappen illustriert
die doppelte Lehnsherrschaft, unter der Andorra 700
Jahre stand.
Hirtenstab und Mitra
des Bischofs, die vier Streifen Kataloniens, die
beiden Kühe von Bearn und die
drei Streifen von Foix -
diese Elemente zeigt das Wappen
des Fürstentums Andorra.
Es erinnert damit an die
doppelte Lehnsherrschaft des
Bischofs von Urgell (Spanien)
und des Grafen von Foix (Frankreich), unter der das Land jahrhundertelang stand.
Im Jahr 805 belohnte
Karl der Große die Andorraner
für ihre Unterstützung im
Kampf gegen die Sarazenen:
Er verlieh dem Land steuerliche, administrative und juristische Privilegien, die es
weitgehend autonom machten.1278, nach einem Krieg zwischen
dem Bischof von Urgell und
dem Grafen von Foix, wurde
Andorra zum Fürstentum
ohne Fürsten: Bischof und
Graf teilten sich die Oberhoheit.
Im 16. Jh. kamen
die Rechte des Grafen an
Frankreich. Bis auf eine kurze Unterbrechung während
der Französischen Revolution
bestand diese Doppelherrschaft 700 Jahre lang.
Ab dem 20. Jh. verbanden die
gebauten Straßen und der Anschluss an
das Post- und Telefonnetz
die isolierten andorranischen
Täler mit der Außenwelt. Die
Zahl der Schulen wuchs. 1933
wurde erstmals der Generalrat Andorras gewählt, jedoch
nur von der männlichen Bevölkerung, Frauen erhielten
erst 1970 das Wahlrecht.
Von 1950 bis 2000 nahm die Bevölkerung durch Wirtschaftswachstum und Einwanderung
um das Neunfache zu. Das
Fürstentum erneuerte seine
Institutionen: 1981 wählte
der Generalrat einen Regierungsrat und -chef. 1993
wurde die erste andorranische
Verfassung verabschiedet.
Andorra trat der UN bei und
wurde Mitglied des Europarats.
Bevölkerung:
Durch Zuwanderung wächst die Einwohnerzahl des Landes seit den 1960er Jahren
stetig. Der Anteil der Katalanisch sprechenden Andorraner in den sieben
Gemeinden macht heute etwa nur noch ein Drittel der Gesamtbevölkerung aus. Ein
Großteil lebt in Andorra la Vella (22 700 Einwohner).
Wirtschaft:
In den letzten Jahrzehnten hat sich der Tourismus zum wichtigsten
Wirtschaftzweig entwickelt. Als zollfreies Einkaufsparadies und größtes
Skirefugium in den Pyrenäen lockt das Land jährlich fast 10 Mio. Touristen an.
Weitere Einnahmequellen des Staates, der seinen Bürger weitgehend Steuerfreiheit
gewährt, sind das Bankenwesen, der Export von Energie aus Wasserkraft und die
Konzessionsgebühren der örtlichen Rundfunkanstalten. Die Landwirtschaft
(Schafzucht) und das produzierende Gewerbe (Tabak- und Holzverarbeitung) spielen
nur noch eine untergeordnete Rolle.
Staat und Politik:
Nach der Verfassung von 1993 ist Andorra ein parlamentarisches Coprinzipat.
Staatsoberhäupter sind der spanische Bischof von Seo de Urgel und der
französische Staatspräsident. Das Einkammerparlament wählt den
Regierungspräsidenten (Cap de Govern) als Chef der Exekutive; diesen stellt seit
1994 die Liberale Partei (PLA).
Klima
• relativ kühles Gebirgsklima
• Durchschnittstemperatur: 2 °C im Januar, 24 °C im Juli
• jährliche Niederschlagsmenge: 950 mm
Sehenswertes
• Andorra la Vella (Casa
de la Vall) * Les Escaldes-Engordany (Thermalbad, Museum der Modelle romanischer Kunst, Museum
Viladomat)
• Canillo
• Ordino (Casa d'Areny-Plandolit, Postmuseum,
Miniaturenmuseum)
• La Massana (Casa Ruil, Farga Rossell, Meritxell-Kloster)
• Encamp (Casa
Cristo; Karneval)
• St. Julia de Löria (Tabakmuseum)
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