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Die Erde und ihre Länder
Nordamerika - Niagarafälle


Niagarafälle  -  Die mächtigsten Wasserfalle Nordamerikas

Wer von uns hat noch nichts von den Niagarafällen gehört? Aber wer von uns hatte schon die Gelegenheit, sie in natura zu sehen?
IDer Name ist aus einer Indianersprache abgeleitet, er bedeutet etwa "donnerndes Wasser".
Die Niagarafälle befinden sich im Grenzgebiet zwischen den USA und Kanada, sie gehören zu den eindrucksvollsten Wasserfällen der Erde.

Der Niagara Rivers und die Fälle entstanden am Ende der letzten Eiszeit. Damals, vor rund 12 000 Jahren, zog sich das Eis nach Norden zurück  und gab eine aus Dolomit bestehende Geländestufe des Niagara Escarpment frei. Dadurch konnten sich die zuvor durch die Eismassen umgeleiteten Wassermassen der Großen Seen einen kürzeren Weg zum Ontariosee bahnen. Durch rückschreitende Erosion schnitt sich der Fluss in die Felsstufe ein, d. h. der Wasserfall wanderte im Laufe der Jahrtausende mehrere Kilometer flussaufwärts
Nach seinem Ausgang aus dem Eriesee teilt sich der Niagara River in zwei Flussarme, die mehrere Inseln umschließen. Aber noch fünf Ki
lometer oberhalb der Fälle vereinigen sich die Arme wieder, und so stürzen sie aus 15 m Höhe, den oberen Fällen, den eigentlichen Niagarafällen zu.
Unterhalb der Fälle hat der
Fluss sich tief in das Gestein eingeschnitten, so entstand die Niagaraschlucht. Hier stürzen für uns unvorstellbare Wassermassen des Niagara Rivers über eine kilometerbreite Felskante fast 50 Meter in die Tiefe. Die aufprallende Wucht des Wasser erzeugt eine solch aufspritzende Gischt, die den Wasserfall wie mit einem Schleier umhüllt, sie ist je nach Wind sogar noch weit entfernt zu spüren. Erst nach mehreren Kilometern kommt der Flusses wieder zur Ruhe.
Der Wasserführung nach ist der Niagara
River ein mächtiger Strom, aber er ist nur 56 km lang. Er entspringt auch keiner Quelle, sondern ist eigentlich ein Ablauf aus dem Eriesee.
Bekannt wurden die Fälle, nachdem sie -nach dem Franzosen
Champlain (16., 17.Jh.)- von dem aus Belgien stammenden Missionar und Entdecker Louis Hennepin im 17.Jh. gesehen wurden.

Die Niagarafalle sind durch die Ziegeninsel (Goat Island) in zwei Hauptfälle geteilt. Der Hufeisenfall (Horseshoefall) gehört zu Kanada, er trägt seinen Namen wegen des gekrümmten Verlaufs der immerhin 790 m langen Fallkante. Über ihn fließt der größte Teil des Wassers ab. Seine Fallhöhe beträgt 50 m. Auf der anderen Seite der Insel erstreckt sich der amerikanische Fall mit 51 m Fallhöhe aufweist,  aber "nur" 320 m breit ist.

Die Niagarafälle gehören zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Nordamerikas, allerdings bieten sich von der kanadischen Seite die schönsten Überblicke. Mit Ausflugsbooten kann man unterhalb der Fälle bis nahe an das aufgewühlte Wasser heranfahren. Man kann aber auch über eine Fußgängerbrücke von der amerikanischen Seite nach Goat Island gelangen und dort mit einem Aufzug bis zum Fuß der Fälle fahren. Sie befinden sich dann hinter dem gewaltigen Vorhang aus fallendem Wasser.
Die Touristen, die jährlich die Wasserfälle besuchen, stellen einen gewichtigen Wirtschaftsfaktor für die Region dar. Um hier die Einnahmen für viele Jahre zu erhalten, wurde die Wasserentnahme durch Kraftwerke festgelegt. In der sommerlichen Hochsaison muss für die F
älle noch ein Abfluss von rund 3000 Kubikmeter je Sekunde gewährleistet sein. Im Winter und in den Nachtstunden ist die zulässige Wasserentnahme für die Kraftwerke bedeutend größer.


Der Niagara River wird im oberen Abschnitt für die Schifffahrt genutzt. Mit Hilfe eines Schifffahrtskanals,
der auch den Wasserfall umgeht, werden die enormen Höhenunterschiede mit Hilfe von Schleusen überwunden.
Außerdem haben die gewaltigen Wassermassen und das steile Gefälle des Niagara
Rivers zu Überlegungen geführt, wie die Wasserkraft zur Erzeugung elektrischen Stroms genutzt werden kann. Allerdings verläuft die Grenze zwischen Kanada und den USA weit durch den Niagara River, sodass Baumaßnahmen am Fluss nicht von einem Staat allein beschlossen werden können. Erst 1950 wurde eine solche Übereinkunft getroffen, wie man die Wasserkraft zur Stromerzeugung nutzen kann, ohne das außergewöhnliche Naturschauspiel der gewaltigen Wasserfälle zu zerstören. Danach wurden sowohl auf kanadischer als auch auf der Seite der USA mehrere Kraftwerke am Ende der Niagaraschlucht errichtet.

Internetlink(s)

http://www.schiemann-web.de/reisebericht/usa-2004-niagarafaelle.htm
Ein Reisebericht 

 

http://www.infoniagra.com/
Touristinformationen zu den Niagarafällen

http://www.niagarafallslive.com/Facts_about_Niagara_Falls.htm
Die Niagarafälle

Seite erstellt: 2003
Seite geändert: 17.01.2010

                 

 

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