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Die Erde und ihre Länder
Nordamerika - USA-Bundesstaaten - Alaska
Hauptstadt: Juneau


Alaska

"Alaska" kommt von dem Begriff "Alyeska" der Aleuten-Ureinwohner und bedeutet "das große Land".
Dies ist eine sehr zutreffende Bezeichnung für den flächenmäßig größten, aber auch bevölkerungsärmsten Staat der USA: Hier leben nur etwa 627000 Menschen (d
avon sind 16% Indianer und Inuit), davon knapp 300000 in Anchorage, der größten und bekanntesten Stadt.
Alaska liegt im Nordwesten Nordamerikas, ist aber räumlich durch Kanada vom übrigen geschlossenen Staatsgebiet der USA getrennt. Das Land liegt zwischen dem Nordpolarmeer im Norden, dem Beringmeer im Westen, dem Pazifischem Ozean im Süden und Kanada im Osten.

Landschaft
In Alaska findet man drei landschaftliche Großräume:
- die Gebirgskette entlang der südlichen Pazifikküste,
- die Yukon-Niederung mit seinem Berg- und Hügelland
- die Küstenebene am Nordpolarsee.
Im Südwesten liegt die schmale Alaska Peninsula,
eine langgestreckte
Halbinsel. In der westlichen Verlängerung schließen sich die Aleuten an. Sowohl auf der Halbinsel als auch auf der Inselkette befindet sich die Aleutenkette, die im Mount Redoubt bis 3109 m hoch ist. In der Mitte des ördlichen Teils befinden sich die Berge der Alaskakette, zu der auch der mit 6194 m höchste Berg dieser Kette, der Mount McKinley gehört. Im arktischen Norden erhebt sich die bis 2749 m hohe Brookskette. Im Südwesten liegen die Wrangell Mountains (bis 4996 m hoch) im Mount Blackburn , die Waxell-Barkley Ridge bis 3261m und die an Kanada grenzenden Saint Elias Mountains mit dem in Alaska liegenden Mount Saint Elias bis 5489 m hoch auf. Im Südosten liegt der schmale Streifen Alaska Panhandle, der sog."Pfannengriff". Dort liegt auch die Hauptstadt Juneau. Die restlichen Gebiete Alaskas sind z.T. durch sehr dicht bewaldete Hügelländer und den zahllosen Fjorden an der Küste gekennzeichnet.
Das Gebirgssystem an der Pazifikküste ist ein geologisch instabiles Gebiet, hier kommt es gelegentlich zu Vulkanausbrüchen und Erdbeben. Die Südseite dieses Gebirgssystems ist stark vergletschert: Der Malaspina im Südosten, nahe der Küste am Golf, ist mit 4275 qkm der größte außerpolare Gebirgsgletscher der Erde. An seiner dicksten Stelle weist er etwa eine Stärke von mehr als 600 m auf. Zum mittleren Teil des Bundesstaates gehören die Niederungen des Yukon und des Kuskokwim River.

Auf dem Gebiet von Alaska befinden sich Tausende Seen, die größten davon, Becharof, Iliamna, Naknek und Ugashik, befinden sich auf der Alaska Peninsula bzw. am Übergang des Festlands zu dieser Halbinsel.

Geografisch unterteilt sich Alaska in fünf Regionen
Diese einzelnen Regionen sind von einem ganz eigenen Charakter gepragt. Um sich diese einzeln anzusehen, reicht ganz sicher nicht nur ein kurzer Urlaubsaufenthalt.

Southcentral
Diese Region umfaßt die Stadt Anchorage und reicht im Westen bis zu den Ausläufern der Berge der "Alaska Range" und im Osten bis an die Grenze zu Canada. Die Südgrenze bildet die Küste im Golf von Alaska, während das Gebiet im Norden etwa bis zur Höhe des Mount McKinley reicht.

Southwest
Diese Region schließt im Osten an "Southcentral" an und erstreckt sich bis zum Pazifischen Ozean einschließlich der Inselkette der Aleuten, die bis weit in die Bering See hineinragt.

Interior
Der Denali National Park, der Mount McKinley und die Stadt Fairbanks liegen in diesem Gebiet, das im Westen bis fast an den Pazifik und im Osten bis zur Grenze zu Kanada reicht. Im Süden schließt diese Region an "Southcentral" an, während der Yukon River in etwa die Nordgrenze bildet.

Far North
Dies ist der gesamte Teil des Bundesstaates, der nördlich des Polarkreises liegt und bis zur Küste des Arktischen Ozeans reicht. Hoch oben im Norden, in Prudhoe Bay, wird seit Jahren erfolgreich nach Erdöl gebohrt, welches von dort aus eine 1200 Kilometer lange Reise bis nach Valdez am Pazifischen Ozean beginnt.

Southeast
Der südlichste Teil von Alaska schließt an den südöstlichen Zipfel von "Southcentral" an und ist die flächenmäßig kleinste Region. Sie besteht aus Küstengebieten und einer ganzen Reihe ihr vorgelagerter großer und kleiner Inseln. Die Hauptstadt des Bundesstaates Alaska liegt in diesem Bereich. Sie ist insofern eine Besonderheit, als sie über keinerlei Straßenanschluß an den Rest des Staates verfügt. Juneau ist nur auf dem Seeweg oder mit dem Flugzeug erreichbar - für eine Hauptstadt für unser Verständnis unfassbar..

Klima
So unterschiedlich wie sich die Landschaften präsentieren, so unterschiedlich ist auch das Klima.
Im Innern des Landes herrscht ein kontinentales, im Norden ein subpolares Klima. Die Winter sind lang, dunkel und sehr kalt. Dafür kann es im kurzen Sommer aber recht warm werden, an der Nordküste dagegen steigen die Temperaturen aber nur über 0 °C, während sogar auf den Gipfeln der Berge nördlich der Rocky Mountains (bis 3.000 m) ein Großteil des Schnees schmilzt. Bis auf die Sommermonate fällt nur wenig Niederschlag, meist als Schnee. An der Süd- und Westküste ist es gemäßigter und regenreicher. Hier fallen auch im Winter die Temperaturen nur selten unter −10 °C. Die Sommer sind nur mäßig warm. Dafür ist es aber sehr feucht, es kann bis 300 Regentage pro Jahr geben. Im Süden Alaskas reichen die Gletscher auch im Sommer teilweise bis zum Meer.

Tierwelt
Sie ist in Alaska ist sehr vielfältig: Caribou-Herden (das sind Rentier-Herden) in der Tundra im Landesinneren, Büffel, Elche, Bergziegen, Wölfe. In den üppigen Wäldern leben die Braunbären, in den Flüssen z.B. Lachse - eine gerngesehene mahlzeit für die Bären.
An der zerklüfteten Küste leben zahlreichen Meeressäuger. Aber Alaska ist auch eine Heimstätte für unzählige Vogelarten, so leben hier mehr Weißkopf-Seeadler als in einem anderen Staat.

Wirtschaft
Natürlich ist w
egen der großen Waldgebiete die Holz- und Papierindustrie eine große Einnahmequelle. In den Bergen wird Gold, Kupfer, Silber, Blei, Zinn und Eisen abgebaut. In der Fischerei wird überwiegend Lachs und Kabeljau exportiert. In Alaska gibt es Kohlevorkommen und eine 1968 entdeckte Erdöllinie. Dies bringt Alaska und der Trans-Alaska-Pipeline eine wichtige Rolle auf dem Welt-Rohölmarkt ein.
Nur in den Flusstälern sind landwirtschaftliche Anbaumöglichkeiten für Getreide, Gemüse und Futterpflanzen. Gezüchtet werden vorwiegend Pelztiere.

Verkehr
In Alaska gibt es n
ur sehr wenige befestigte Straßen. Von Bedeutung sind der Alaska Highway, der Alaska mit dem US-amerikanischen Festland verbindet, und der Alaska-Marine-Highway, eine Fährverbindung von Bellingham im US-Bundesstaat Washington bis zu den Aleuten. Von Seward über Anchorage nach Fairbanks führt die einzige Eisenbahnstrecke Alaskas. Neben den Gütertransporten werden auch Personenzüge eingesetzt, vor allem für die Touristen.

Geschichtliches
Alaska wurde als erster Teil des amerikanischen Kontinents von Menschen besiedelt. Sie kamen vor etwa 16.000 bis 12.000 Jahren aus Sibirien über die damals noch bestehende Beringia, eine Landbrücke zwischen Asien und Nordamerika. Erst mit dem Ende der Eiszeit hob sich der Meeresspiegel, und vor rund 10.000 Jahren wurden die beiden Kontinente durch die heutige Beringstraße getrennt. Erst nach einer zwischenzeitlichen Warmzeit öffnete sich ein Korridor und ermöglichte die Besiedlung des amerikanischen Doppelkontinents.
Die heutigen Indianerstämme der Südostküste (Tlingit, Haida, Tsimshian) und des Inlandes (Athabasca) sind Nachfahren dieser ersten Siedler, die Inuit stammen von einer späteren Siedlungswelle ab. Die Vorfahren der heutigen Unangan besiedelten die Aleuten vor rund 4000 Jahren von Sibirien aus. Diese Völker gehören verschiedenen Kulturen an und haben entsprechend verschiedene Sozialstrukturen, religiöse und kulturelle Eigenheiten.

Alaska ist ein Land der Superlative - es gibt hier die höchsten Berge, die größten Gletscher, und man findet eine gewaltige, oft unberührte Natur von einzigartiger Schönheit, wildromantische Landschaften sowie riesige Naturschutzgebiete.
 
Internet-Links

wikipedia.Alaska-Geographie

naturfoto-online.de/alaska-fotos

Seite erstellt: 2006
Seite geändert: 16.02.2010

                        

 

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