

Die Erde und ihre Länder
Nordafrika - Algerien

Das Land
Algerien liegt an der nordafrikanischen Küste und
grenzt im Osten an Tunesien und Libyen, im Südosten an den Niger, im Südwesten an
Mali und im Westen an Mauretanien und Marokko. Algerien ist das zweitgrößte
Land Afrikas mit einer 1200 km langen Mittelmeerküste. Hinter der 1000 km langen Küste erhebt sich der
Tellatlas, an den sich südlich die Hochebene der Chotts (abflusslose Salzseen)
anschließt. Darauf folgt der Saharaatlas (im Jabal Shilyah 2328 m), der steil
zur Sahara abfällt. Die Wüste nimmt etwa 85% der Fläche Algeriens ein und hat
weithin den Charakter einer Sanddünenwüste.
Im Küstenstreifen, in
dem 90% der Bevölkerung leben, liegen die größten Städte, fruchtbares Land und
Urlaubsorte. Parallel zur Küste liegen die Hochebenen des Atlas, eines
Faltengebirges wie die Alpen, mit den Hauptketten Tell-Atlas und Sahara-Atlas.
Die Berge sind z.T. über 2000 m hoch und mit Zedern-, Kiefern- und
Zypressenwäldern bedeckt. Südlich des Tell-Atlas´ befindet sich das Hochland der
Schotts, der abflusslosen Salzseen.
Der größte Teil des Landes (85%) wird von
der Sahara eingenommen. Hier leben nur etwa 500000 Menschen, zumeist Nomaden
mit Ziegen- und Kamelherden. Die Kies- und Sandebenen im äußersten Süden werden
von zwei Bergketten durchzogen, dem majestätischen Hoggar-Massiv, das fast bis
auf 3000 m ansteigt, und dem Tassili N'Ajjer.
Flora und Fauna
Eichenwälder und
subtropische Gehölze sind fast ausschließlich auf Gebirgslagen beschränkt.
Viele Bestände, besonders die Korkeichenwälder, sind dem Raubbau zum Opfer
gefallen, doch haben Aufforstungsprogramme etwas Abhilfe geschaffen. Das
Freiland ist meistens mit Gesträuch bewachsen, während auf den trockenen
Hochebenen in Gebirgsnähe eine typische Steppenvegetation mit Gras und
Wermutgewächsen vorherrscht. Zum Wildbestand des Gebietes zählen Wildschweine
und Gazellen; vom Aussterben bedroht sind Leoparden und Geparden.
In den
Wüstenregionen gibt es eine hochspezialisierte Vegetation, die nur nach den
seltenen Regenfällen kurz auflebt. Neben Kleinreptilien und Insekten leben in
der Sahara auch einige Säuger wie Wüstenspringmaus und Wüstenhase.
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