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Die Erde und ihre Länder
Europa - Irland - Achill Island
Achill Island ist mit mit 146 km² und 130 km Küste Irlands größte Insel. Hier leben ca.
2650 Menschen.
Man
erreicht die Insel leicht, da über eine Brücke bei der Ortschaft Achill Sound im Osten der Insel
über den Achill
Soundl
mit Irland verbunden ist.
Trotz der Entwicklung in den letzten 40 Jahren hat sich die Insel ihre raue
Schönheit bewahrt. Immerhin
sind ca. 80 Prozent der Insel sind von Torfmooren bedeckt.
Keem Bay im äußersten Westen ist
wohl einer
der schönsten Strände Irlands.
Er liegt eingebettet zwischen 198 m und 450 m hohen Hügeln und wird auch zum
Surfen genutzt.
Wer einen Blick auf die höchsten, noch nicht vom Fremdenverkehr erschlossenen Klippen Europas (Cliffs of Croaghaun) werfen möchte, muss den recht steilen
Aufstieg auf den grasbewachsenen Achill Head auf sich
nehmen.
Auf
der Landspitze südlich von Keem Bay steht noch heute eine britische Wachstation aus dem Ersten Weltkrieg
steht, mit dem man Waffenlieferungen an die IRA unterbinden wollte.
Westlich des Dorfes befindet sich ein alter britischer Genueserturm, der als Wachturm
gegen eine französische Invasion
genutzt wurde.
Das Ruinendorf Deserted Village liegt im Norden an den Ausläufern des 671
m hohen Slievemore. Es wurde im 19. Jh. in Folge der große Hungersnot in Irland verlassen. Die noch erhaltenen Mauern des rund 100 Steinhäuser
umfassenden Dorfes geben einen kleinen Einblick in die damaligen
Lebensbedingungen der irischen Landbevölkerung. Nach neuen Erkenntnissen sollen
das Dorf nur im Sommer bewohnt gewesen sein, im Herbst kehrten die
Bewohner wohl mit ihrem Vieh in die Gebiete nahe dem Ozean
zurück.
In der Gegend befindet sich das 5000 Jahre alte neolithische
Court tomb Doogort West
(Gerichtshof) und die Heilige Quelle
von Keel East.
In den vergangenen Jahren wurden einige Versuche unternommen, die Industrie auf der Insel voranzutreiben, aber bis heute ist der Haupteinnahmezweig der Tourismus, der sich besonders zwischen 1960 und 1970 entwickelt hat
Heinrich Böll, ein bedeutender deutscher Dichter des 20.Jh., hatte
als Wetterprophet jahrelang
ein Ferienhaus in Dugart in der Nähe des Dorfes
Dosagh an der Nordküste. Das liegt
in einer Moorfaltezwischen Ginsterbüschen und einem Bach, überschattet vom über 700
m hohen Torfberg Slievemore.
Für die Nachbarn wirkte der
schmächtige Dichter„wie ein Bär“, wenn er quer durch das Moor über die Bog Road
wanderte, denn er trug wohl immer mehrere Pullover übereinander gegen den Wind.
- Ja,
warm anziehen muss man sich in dieser Gegend wohl.
Mittlerweile prangt ein
Schild „Heinrich Böll Cottage“ vorm Garten des Ferienhauses.
Autoren: Patricia Faber, Sabrina Jurjetz
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