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Deutsch - Sprachgebrauch
Textarbeit
Hinweise zu einigen
Darstellungsarten
Die Schilderung
Schildern heißt mit Worten malen. In einer Schilderung werden persönliche Eindrücke, die wir über unsere Sinnesorgane wahrnehmen, Gedanken und die damit verbundenen Empfindungen lebendig und anschaulich dargestellt. Der Leser soll eine besondere Stimmung miterleben können. Die beherrschenden Eindrücke müssen als Höhepunkt gegen Ende erscheinen.
In einer Schilderung wird auch beschrieben und erzählt. Als sprachliche Mittel eignen sich
Wiederholungen als Steigerung des Eindrucks („die Halle war groß, die Halle war riesig.")
Vergleiche und anschauliche Adjektive („zerfetzte weißgraue Wolken...", die Sonne sah aus wie ein roter Ball…..).
Hüten muss man sich vor übertriebenen, schwülstigen Wendungen und
verlogenen Phrasen.
Da Schildern eine Form des Erzählens ist, sind alle Forderungen, die an eine Erzählung gestellt werden, zu beachten (z.B. Einleitung – Hauptteil – Schluss – Höhepunkt….)
Die Erörterung
Eine Behauptung oder Themafrage wird erörtert, indem das Für und Wider gegeneinander gestellt wird. In der Stoffsammlung werden Gründe für und Gründe gegen das Thema gesucht.
In der Einleitung wird der Leser an das Thema herangeführt und sein Interesse geweckt. Es kann
ausgegangen werden von einem Erlebnis, aktuellen Ereignis, Zitat,
geschichtlichen Überblick.
Es erfolgen dabei eine Themenanalyse (Begriffsklärungen
) und eine Neuformulierung des Themas.
Die Themafrage/die Behauptung steht am Ende der Einleitung und darf nicht eigenmächtig
abgeändert werden.
Im Hauptteil werden These (Für) und Antithese (Wider) gegenübergestellt. Beweise, Beispiele, Einwände, Folgerungen, Vermutungen, Bedingungen werden sachlich angebracht.
Glaubhaft werden die Darlegungen durch Zahlenbelege, Umfragen, Berufung auf Autoritäten,
auf eigene Erfahrungen oder Erfahrungen
anderer.
Ist das Thema eine Entscheidungsfrage, soll die persönliche
Stellungnahme ausführlich, klar und
überzeugend sein. Die Entscheidung muss nicht immer „Ja" oder „Nein" heißen. Möglich sind
auch „Ja, obwohl.... Ja, aber nur wenn.... Nein, es sei denn..."
Im Schluss erscheint das abschließende Urteil, die Lösung, ein Ausblick in die
Zukunft.
Das Interpretieren epischer
und dramatischer Texte
1. Welche Beziehung besteht zwischen Textauszug und Gesamtwerk?
2. Welchen gesellschaftlichen und persönlich bedeutsamen Inhalt
erkenne ich?
(Textbelege und Wertungen!)
3. Mit welcher künstlerisch-sprachlichen Gestaltung (Wortwahl, Stilmittel wie z.B. Ironie oder Satire, Regieanweisungen u.a.) verwirklicht der Autor seine Aussageabsicht? Werte!
4. Wie werte ich die weltanschauliche, politische und moralische Haltung des Autors?(Beziehe andere Werke, Biographie und gesellschaftlich-historische Zusammenhänge ein!)
5. Was regte dich zum Nachdenken an? Was kannst du für dich daraus entnehmen?
Weitere Hinweise zur Interpretation von Prosatexten
Interpretieren heißt deuten, auslegen.
Bei einem Prosatext ist zunächst der Inhalt kurz zusammenzufassen (keine ausführliche Nacherzählung oder Inhaltsangabe). Dann müssen Gedankengang und Gliederung betrachtet werden.
Titel, Anfang und Schluss sind oft besonders aussagekräftige Stellen. Gibt es Gemeinsamkeiten oder Verbindungen zwischen diesen drei Stellen? Lassen sich wischen Anfang und Ende Veränderungen, Entwicklungen feststellen (in der Handlung, in der Sprache, im Charakter der Personen)?
Die einzelnen Personen und ihre Einstellungen werden betrachtet. Die
Sprache des Autors wird gedeutet: Enthält der Text symbolhafte Schlüsselwörter,
besondere bildhafte Ausdrücke, Auffälligkeiten in der Wahl der Worte und Sätze?
Zusammenfassend wird
ausgedrückt, wie der Text auf den Leser gewirkt hat und welche Absicht der Leser
mit diesem Text verfolgt haben kann.
Beachte also:
Eine Textbeschreibung hat folgende
Arbeitsschritte:
1. Erfassen des Inhalts (vom Ergebnis ausgehend nur den wesentlichen Handlungsablauf mit Grund und Folge aufzeigen, keine Nacherzählung)
2. Aufbau des Textes untersuchen - seine sprachliche Gestaltung (Zeitformen des Verbs, sprachliche Bilder, Vergleiche, Schlüsselwörter, Steigerung, Ironie, Symbole)
3. Die Absicht überprüfen, die der Verfasser mit dem Text verfolgt (Für wen wurde geschrieben? Welche Folgen/Konsequenzen ergeben sich daraus?)
4. Persönlich mit dem Text auseinandersetzen, mit der Wirkung auf den
Leser
Das Interpretieren lyrischer Texte
1. Welche Grundstimmung geht von dem
Gedicht aus?
Wie wirkt es auf mich?
2. Handelt es sich um eine Ballade, Natur- oder Liebeslyrik, politische Dichtung o.ä.?
3. Welches Thema wählte der Autor?
4. Was lässt sich über den Sprecher (lyrisches Subjekt, lyrisches Ich) aus dem Text entnehmen?
5. Welche sprachlich-künstlerischen Bilder enthält das Gedicht, was bedeuten sie?
6. Welche Aussagen (Sätze, Wortgruppen) sind
besonders wichtig?
7. Welche sprachlichen Mittel (Wortwahl,
Wortschöpfung, Wortwiederholungen,
Satzgestaltung, Ironie, Satire, Witz u.a.) werden verwendet? Welche
Wirkung erzielen diese?
8. Wie ist das Gedicht
aufgebaut (z.B.
Einleitung - Schluss, Strophenfolge - Gedankengang,
Anzahl der Strophen und ggf. der jeweiligen Verse)? Was für ein Reim
wird verwendet?
9. Werde ich direkt angesprochen oder einbezogen
und wodurch?
10. Gibt es eine Zusammenfassung, ein Urteil?
11. Welche
Position vertritt der Autor (Biographie, Entstehungszeit des Gedichts,
andere Werke)?
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